Archiv der Kategorie 'wahre worte'

in drei teufels namen

bildungsbürger-besserverdiener-öko-tagesstätte

»Ich will, dass mein Kind aufwächst wie ich und kein verwöhntes Gör wird. | Obwohl ich ein linker Öko bin, stecke ich sie lieber in die siffigste Kita, statt in so eine bescheuerte Bildungsbürger-Besserverdiener-Öko-Tagesstätte. | Sie soll auch mit ausländischen Kindern spielen, nicht nur mit deutschen Kartoffelkindern. Wenn die mit Vier zum Geigelernen gezwungen werden, gehe ich mit ihr auf Spielplätze, wo sie normale Menschen trifft. | Sie soll draußen spielen, später auch mal im Dunkeln vor die Tür gehen. Die soll sich ruhig im Dreck wälzen.« [Jan Delay in »Freundin«]

der nsu-vs-komplex

Am kommenden Mittwoch, dem 30. Oktober um 19.30 Uhr gibt es in den Räumlichkeiten von IBIS in der Klävemannstraße 16 eine Lesung und Diskussion mit Wolf Wetzel, dem Autor des Buches »Der NSU-VS-Komplex – Wo beginnt der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) – wo hört der Staat auf?«, welche vom Bündnis gegen Rechts und IBIS organisiert wird. In der Buch-Beschreibung heißt es: »13 Jahre blieb der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) unentdeckt. Zehn Morde wurden begangen, zehn Mal verschoben die Behörden verschiedener Bundesländer die Mordhintergründe ins ›ausländische Milieu‹. Zehn Mal will man keine ›heiße Spur‹ gehabt haben. Dennoch legte man alle zehn Morde in die Blutspur des ›organisierten Verbrechens‹. Nachdem die Existenz des NSU nicht mehr zu leugnen war, reihte sich eine Panne an die andere. Dass in allen Behörden Beweise verschwinden, Akten verheimlicht, Falschaussagen gemacht, ganze Aktenberge geschreddert werden, beweist, dass weder ›Behördenwirrwar‹ noch ›Kommunikationschaos‹ herrsch(t)en, sondern der gemeinsame Wille, unter allen Umständen zu verhindern, dass etwas ans Licht kommt, was den bisherigen Erklärungen widersprechen würde. Ab wie vielen Pannen muss man von einem System sprechen? Wenn über zwei Dutzend V-Männer hervorragende Kontakte zur neonazistischen Organisation ›Thüringer Heimatschutz‹ und zu den späteren Mitgliedern des NSU hatten, waren staatliche Stellen nicht etwa auf dem ›rechten Auge blind‹, sondern ließen sehenden Auges zu, dass über sieben Jahre hinweg zehn Morde begangen werden konnten. Eine Spurensuche.«

wahre worte


[aus: Die Rote Hilfe 3/2013]

weiss, männlich, mächtig, …


Nächtlicher Beitrag zur Denkmaldebatte [Info]

kampfhunde

»Wenn man scharfe Kampfhunde, ich meine die Polizei-Spezialeinheiten, mit zu einer Demonstration nimmt und sie dann auch noch ohne ersichtlichen Grund von der Leine und räumen lässt, dann beißen sie ohne Erbarmen zu.
Dafür wurden sie gedrillt und ausgebildet
«

Polizeikommissar Thomas Mohr [Quelle]

ernsto on air

Wie berichtet war am 11. August mal wieder der inzwischen 93 jährige Sozialist Ernesto Kroch, welcher seit vielen Jahren in Montevideo lebt, zu Gast in Oldenburg. Für alle, die seine Veranstaltungen bisher verpasst haben, gibt es nun ein Radiointerview online. In der »Gesprächszeit« des »Nordwestradio« erzählte er über sein bewegtes Leben und seinen Kampf für ein Ende der Herrschaft des Menschen über den Menschen – zu finden ist das 5-teilige Gespräch hier. Darüber hinaus gibt es auch noch einen netten Bericht zweier Frauen von der Linkspartei über ihr Treffen mit Ernesto, welchen ihr hier findet.

fehler gemacht…

»Wir haben in Afghanistan Fehler gemacht.
Und wir werden auch in Zukunft Fehler machen
«
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg

wahre worte #5

»Krieg den deutschen Zuständen! Allerdings! Sie stehn unter dem Niveau der Geschichte, sie sind unter aller Kritik, aber sie bleiben ein Gegenstand der Kritik, wie der Verbrecher, der unter dem Niveau der Humanität steht, ein Gegenstand des Scharfrichters bleibt. Mit ihnen im Kampf ist die Kritik keine Leidenschaft des Kopfs, sie ist der Kopf der Leidenschaft. Sie ist kein anatomisches Messer, sie ist eine Waffe. Ihr Gegenstand ist ihr Feind, den sie nicht widerlegen, sondern vernichten will. Denn der Geist jener Zustände ist widerlegt. An und für sich sind sie keine denkwürdigen Objekte, sondern ebenso verächtliche, als verachtete Existenzen.«

Karl Marx: Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie

wahre worte #4

Äußerst gelungenes Zeitdokument vom Abriss der Landessparkasse am Schlossplatz in diesem Sommer. Gefunden bei [oldenblicke].

wahre worte #3

wahre worte #2

wahre worte #1


»Wenn das Essen nach der Revolution nicht besser schmeckt,
wird die Revolution ein Fehler gewesen sein.«

[Leo Trotzki]

weisheiten zum 4. advent

weisheiten zum 3. advent