Archiv der Kategorie 'waffe der kritik'

völkermord an den armenier*innen

»Historiker schätzen, dass etwa 1,5 Millionen Menschen ihr Leben verloren, als zu Beginn des letzten Jahrhunderts Armenier und andere Gruppen (Assyrer, Aramäer, Griechen) von Türken verfolgt und ermordet wurden. Die Türkei verweigert die Anerkennung dieses Genozids von 1915/1916. Diese Haltung hat soziale und politische Auswirkungen bis heute: Spannungen zwischen dem armenischen und dem türkischen Staat, erschwerte Bewältigung dieser Geschehnisse für die Armenier und hemmende Auswirkungen auf das türkische EU-Beitrittsverfahren. Peter Meiwald, Bundestagsabgeordneter der Grünen, war beim Global Forum „Against the Crime of Genozide“ in Yerevan, Armenien. Am 21. Juli 2015 hält er bei IBIS e.V. einen Vortrag über das, was er dort erlebt hat, über den Völkermord an den Armeniern und die Konsequenzen der Nichtanerkennungspolitik der Türkei. Wir laden herzlich dazu ein, an dem spannenden Vortrag mit anschließender Diskussion teilzunehmen. Der Eintritt ist frei; Spenden sind willkommen. Der Vortrag findet am Dienstag, 21. Juli 2015 ab 19.30 Uhr in der IBIS – Halle, Klävemannstraße 16 in Oldenburg statt.«

klima oder kohle?

Am Donnerstag, den 16.07.2015 um 19.30 Uhr laden Attac, die Arbeitslosenselbsthilfe, Robin Wood, der DGB und das Bündnis ‚Ende-Gelände: Bagger stoppen – Klima schützen‘ zu einer Diskussionveranstaltung zum Thema »Klima oder Kohle? Die soziale Frage in der Klimabewegung« ins PFL ein. »Im Jahr des 21. Klimagipfels in Paris in diesem Winter sind sich alle einig, dass ernsthafter Klimaschutz nötig ist. Deutschland steht international bisher als Musterbeispiel für eine sinnvolle Energiewende. Dass diese allerdings nicht nur technische Probleme mit sich bringt, sondern auch harte Lebensrealität für viele in unserer Gesellschaft ist, wird noch viel zu wenig beachtet. Der Anteil der Erneuerbaren am Strommix konnte sich auch Dank der EEG-Umlage in den letzten Jahren vergrößern, diese führt allerdings zu erhöhten Strompreisen. Gerade Menschen mit geringem oder keinem Einkommen leiden am meisten unter Stromabklemmungen aufgrund steigender Stromkosten und können sich weder neue energiesparende Geräte noch spritspa-rende Neuwagen leisten. Als weiterer notwendiger Schritt hin zu weniger Emissionen steht die Abschaltung der Kohlekraftwerke an, denn vier der sechs schädlichsten Kraftwerke in Europa befindet sich im Rheinland, doch die Braunkohle sichert noch tausende Arbeitsplätze. In den Braunkohleförderungsregionen der Lausitz und des Rheinlandes können sich viele keine neue Existenz außerhalb der Tagebaue vorstellen.
In unserer Vorstellung von einer gelungenen Energiewende müssen wir diese Probleme mitdenken. Das Projekt Energiewende darf nicht auf den Schultern der Menschen mit geringen Einkommen ausgetragen werden! Die Frage ist: Wie sind Klimaschutz und soziales Handeln vereinbar? Gemeinsam mit euch und Expert*innen aus Gewerkschaft, Arbeitslosenselbsthilfe und Umweltschutzorganisationen möchten wir über diese Fragen diskutieren.
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das trauma der arbeitslosigkeit

Am 12. Juli veranstaltet das Linke Forum Oldenburg um 11 Uhr in den Räumlichkeiten der ALSO eine Vorstellung von von Michel Debout`s Buch »Das Trauma der Arbeitslosigkeit« mit apl. Prof. Dr. Angela Taeger von der CvO Universität Oldenburg. »Die Kampfansage gegen Massen- und Langzeiterwerbslosigkeit zählt (nicht nur) in Frankreich inzwischen zum festen Inventar von Partei- und Regierungsprogrammen jeglicher couleur. Alle dabei ins Feld geführten Waffen haben sich bisher als stumpf erwiesen: seit den 1970er Jahren ist die Zahl der französischen Erwerbslosen ununterbrochen auf derzeit 5,3 Millionen angewachsen. Vor diesem Hintergrund liege es nahe, die Fixierung auf die Erwerbslosigkeit als statistische Größe nationalen Zuschnitts aufzugeben, um die individuell Betroffenen genauer in den Blick zu nehmen. Dies fordert und tut Michel Debout in seinem vor wenigen Monaten erschienenen Buch Le traumatisme du chômage. Im Detail listet und beschreibt er die bislang bestenfalls als Kollateralschäden marginalisierten gesundheitlichen Gefährdungen und Schädigungen, denen erwerbslose Menschen ausgesetzt sind. Die von Debout anschließend skizzierten Mittel und Wege, den spezifischen Gesundheitsrisiken der Betroffenen, insbesondere deren psychischer Vulnerabilität entgegenzuwirken, sind disparat. Seine Vorschläge reichen von dem Aufbau eines engmaschigen medizinischen Präventions- und Kontrollsystems für Erwerbslose, über Entschädigungszahlungen für durch den Arbeitsplatzverlust Traumatisierte, bis hin zur Neudefinition von Erwerb und Arbeit im Rahmen eines Gesellschaftsvertrags.« [Quelle]

spanien und podemos

Am 28.06.2015 um 11.00 Uhr organisiert das Linke Forum in den Räumlichkeiten der ALSO einen Vortrag mit anschließender Diskussion zu Thema »Die soziale und ökonomische Lage in Spanien und Podemos«. Der Referent Prof. em. Dr. Carles Ossorio-Capella aus Oldenburg beschreibt seinen Vortrag wie folgt: »Ich möchte mich vor allem mit „Podemos“ („Wir können es“) befassen, einer Bürgerbewegung, die nach 2007 entstand um zu verhindern, dass Personen, die ihre Hypotheken nicht bedienen konnten, mit Hilfe der Polizei aus ihren Wohnungen vertrieben wurden. Nachdem „Podemos“ über große öffentliche Unterstützung verfügte, beschloss man die Umwandlung in eine politische Organisation und sich an Wahlen zu beteiligen. Dieser Beschluss, „Podemos“ in eine politische Organisation umzuwandeln, hatte auch für „Podemos“ schwerwiegende Folgen: Als Volksbewegung hatte sie sich oft außerhalb der Legalität bewegt, während sie jetzt Kompromisse schließen, Verträge und Gesetze einhalten muss. Ziel des einführenden Vortrags ist, die aktuellen Probleme verstehen zu können, mit denen Podemos konfrontiert ist. Deswegen muss informiert werden u.a. über 1. die Anbindung Spaniens an die Europäische Union, 2. die soziale, politische und ökonomische Entwicklung Spaniens in den letzten Jahren sowie 3. die historische Erbschaft des Frankismus.«

infoveranstaltung zum koze

militär und euthanasie

Am 27. Mai gibt es um 19.30 Uhr im Stadtmuseum Oldenburg unter dem Titel »Militär und Euthanasie. Die ‚Wiederherstellung der Kampfmoral‘ und der Krankenmord an deutschen Soldaten« einen Vortrag von Dr. Ingo Harms. »In beiden Weltkriegen wurden deutsche Soldaten, die die psychischen Belastungen des Krieges nicht aushielten, grausam misshandelt. Die Psychiatrie stellte sich bedingungslos in den „Dienst des Vaterlandes“. Für die Patienten konnte dies den Tod bedeuten. Sigmund Freud sprach von ‚Maschinengewehren hinter der Front‘. Wie weit die Heil- und Pflegeanstalt Wehnen darin verstrickt war, wird am Schicksal von Marinesoldaten aus Wilhelmshaven gezeigt.«

zeit der zeugen

Am Sonntag, 17. Mai um 11.15 Uhr wird im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13, Leo-Trepp-Str. 13 (ehemals Wilhelmstraße) der Film »Zeit der Zeugen« gezeigt. Nach dem Film gibt es die Möglichkeit zum Gespräch mit den eingeladenen Gästen Silvia Gingold (Tochter von Ettie Gingold ) und Regisseur Mathias Meyer.

»Der Film erinnert an das Lebenswerk von Ettie und Peter Gingold, die beide als junge Erwachsene während der Okkupation des faschistischen Deutschland in der französischen Widerstandsbewegung Résistance kämpften. Sie leisteten entschiedenen Widerstand unter Einsatz ihres Lebens, waren 1944 an der Befreiung von Paris beteiligt und blieben ihr Leben lang als Kommunisten und Antifaschisten in der BRD aktiv im Einsatz für eine freie und demokratische Gesellschaft. Insbesondere engagierten sie sich gegen jede Tendenz von neuem Faschismus, Antisemitismus und Rassismus. Als Zeitzeugen traten sie vor Schulklassen, Jugendgruppen und auf Demonstrationen und Kundgebungen auf.« [Quelle]

keine zukunft für nazis

Am 11. Mai findet um 19 Uhr im Alhambra eine Info- und Mobilisierungsveranstaltung gegen den TDDZ-Naziaufmarsch am 6. Juni 2015 im brandenburgischen Neuruppin statt. Aus Oldenburg wird wohl auch einen Bus zu den Gegenaktionen fahren. Mehr Info`s findet ihr hier.

die türkei – ein zerrissenes land

Am 5. Mai 2015 um 19.30 Uhr gibt es bei IBIS (Klävemannstraße 16) eine Lesung aus dem Buch »Generation Erdogan. Die Türkei – ein zerrissenes Land im 21. Jahrhundert« und anschließend ein Gespräch mit der Autorin Cigdem Akyol. »Die Bilder gingen um die Welt, der Gezi-Park wurde zum weltweiten Symbol des Aufstandes: Im Frühjahr 2013 protestierten hunderttausende Türken und Türkinnen und forderten mehr Demokratie und den Rücktritt Erdoğans. Doch es kam anders: Im August 2014 wählten 52 Prozent Erdoğan zum Staatspräsidenten. Warum? Das Land ist gespalten: Die einen sehen in Erdoğan den „Vater der Heimat“, hoffen auf wirtschaftlichen Aufschwung und Stabilität, die anderen fürchten eine Entwicklung hin zum islamistisch-konservativen Staat. Erdoğan verfolgt seinen Kurs unerbittlich: Medien und Verwaltung werden ideologisch auf Linie gebracht, Kritiker inhaftiert, die Justiz, die politische Opposition und das einst mächtige Militär gedemütigt und ins bedeutungslose Aus abgeschoben. Cigdem Akyol, Türkei-Korrespondentin für zahlreiche namhafte deutschsprachige Medien, schildert die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, die Erdoğan den Aufstieg nach ganz oben ermöglichten. Sie beschreibt seinen Werdegang, zeigt auf, wie sich die Türkei unter Erdoğan verändert hat und analysiert die Auswirkungen seines autoritären Politikstils.« [Quelle]

ballarbeit

Vom 25. April bis 09. Mai wird bei der Interkulturellen Arbeitsstelle IBIS (Klävemannstraße 14) die Ausstellung »Ballarbeit.Fußball und Migration« zu sehen sein wird.

Das Begleitprogramm zur Ausstellung schaut wie folgt aus:
Samstag 25.04. 19:30 Uhr IBIS: Feierliche Erföffnung der Ausstellung mit eingeladenen Gästen aus Sport und Politik
Dienstag, 28.04. 20:00 Uhr KinOLaden (Wallstraße 24): Filmaufführung »Wie im falschen Film«
Dienstag, 05.05. 19:30 Uhr Jugendleistungszentrum VfB Oldenburg (Maastrichter Straße 35): Vortrag mit Jonas Gabler: »Rechtsextremismus, Diskriminierung und Anti-Diskriminierung in der Fußballfankultur«
Freitag, 08.05. 14:00-18:00 IBIS: Interkulturelle Kochstunde mit VfB Spielern im Rahmen des Internationalen Flüchtlingscafés

Mehr Info`s dazu gibt es hier.

wer rettet wen?

Am Donnerstag, 23.04. 2015, um 19.30 Uhr gibt es im Kulturzentrum PFL den Film »Wer rettet wen?«, Eintritt: 6€, erm. 4€. »Seit sechs Jahren werden Banken und Länder gerettet. Politiker schaffen immer neue Rettungsfonds, während mitten in Europa Menschen wie der für Hungerlöhne arbeiten. Es wird gerettet, nur die Rettung ist nicht in Sicht. Für große Banken ist die Finanzkrise vor allem ein Geschäftsmodell. Und die ständig „verstimmten“ und „enttäuschten“ Finanzmärkte scheinen ein besonderes Wesen zu sein, das bei Laune gehalten werden muss. Wer rettet also wen? Die Reichen die Armen? Die Politiker die Banken? Die Rettungsschirme Europa? Oder die Steuerzahler einige wenige Individuen? Der Film wirft einen Blick von unten auf die Probleme, die uns alle angehen. Experten und Betroffene in Griechenland, Spanien, Irland, USA, Deutschland und Island sprechen über Krisen, Gründe und mögliche Alternativen.«

wohin gehst du?

»In einem selbstgeschriebenem Stück stellen die Mitglieder der Theatergruppe WIR SIND HIER! Berlin Kreuzberg, eine durchmischte Gruppe von Leuten mit verschiedenen legalen Aufenthaltsstati, unsere Positionen in einer globalisierten Welt in Frage. Die SchauspielerInnen entdecken, wie ein Stück Cellulose mit darauf gedruckten Zahlen und Buchstaben unseren Lebensweg und die Art und Weise, wie wir leben, festlegt: Ob wir in der Mitte oder am Rand der “Gesellschaft” leben, hängt davon ab, ob wir die “richtigen” Dokumente haben, z.B. die, die wir brauchen, um Zugang zu Wohnraum zu haben, zu Ausbildung, Arbeit, soziale Bindungen, Gesundheitsversorgung etc. Nach der Vorführung wird es eine Diskussion mit den SchauspielerInnen geben über die Themen des Stückes und wie das Stück selbst entwickelt wurde.«

die opfer des nsu

Vom 19.03.2015 bis zum 01.04.2015 (montags bis freitags 10 – 17 Uhr) wird die Wanderausstellung »Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen« in der IBIS-Halle in Oldenburg gezeigt. »Die Wanderausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ wurde im November 2013 in Nürnberg das erste Mail eröffnet. Seitdem war sie an über 60 Orten überall in Deutschland zu sehen. 22 Tafeln setzen sich mit den Verbrechen des Nationalsozialisistischen Untergrundes zwischen 2000 und 2011 und dem gesellschaftlichen Umgang nach Ende des NSU auseinander. Im ersten Teil der Ausstellung werden die Biografien der zehn Mordopfer dargestellt. Zu Wort kommen auch Angehörige der Mordopfer. Weitere Tafeln beschäftigen sich mit den Bombenanschlägen in Köln und den Banküberfällen, bei denen unschuldige Menschen zum Teil lebensbedrohlich verletzt wurden. Der zweite Teil beleuchtet die Neonaziszene der 1990er Jahre und die Hilfe, die der NSU aus dem Netzwerk erhalten hat. Dargestellt wird auch, warum die Mordserie nicht aufgedeckt wurde und der gesellschaftspolitische Umgang mit dem Themenkomplex nach dem Auffliegen der Terrorgruppe am 4. November 2011.«

1.000 gute gründe für solidarität?

»Der Reichtum, auch Europas, wird verschwendet. Wertvolle Äcker, sauberes Trinkwasser, die Kindheit und Jugend neugieriger junger Menschen, ein erfülltes Erwerbsleben, ein zuverlässiges Gesundheitswesen, ein gesicherter Altersruhestand … und was hier noch alles aufzuzählen wäre. Deutschland wurde auf Exportrekorde getrimmt, andere Länder sollen folgen. Wohin soll das noch führen? Im Wahlergebnis der griechischen Parlamentswahlen spiegelt sich die verzweifelte Gegenwehr großer Teile der dort lebenden Menschen wider, die Sorge, dass ihnen noch mehr geraubt wird. Sie wollen, dass es keinesfalls so wie in den letzten Jahren weitergeht und zwar nicht erst seit den ‚Konsolidisierungsprogrammen‘ der Kommission der Europäischen Union, des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank. Ein Drittel der Menschen in Griechenland lebt in Armut, der Mindestlohn wurde um 22 Prozent gesenkt, zusätzliche Steuern für die unteren Einkommensgruppen geschaffen. 27 Prozent der Menschen im arbeitsfähigen Alter sind jetzt erwerbslos, bei den Jugendlichen sind es über 50 Prozent. Millionen Menschen sind ohne ausreichende Nahrung, Strom, Heizung und Wohnung, keine Krankenversicherung mehr – nur noch im Notfall gibt es ärztliche Versorgung. Bauern bringen Wagenladungen voller Gemüse in große Städte, um die dort hungernden zu unterstützen. (mehr…)

rund um den 8. märz

:: Donnerstag, 5. März, 10 Uhr, Jade Hochschule:
Vortrag: »Warum funktioniert das Schönheitsdiktat« mit der Autorin Christina Mundlos

:: Sonntag, 8. März, 11 Uhr, Cine k:
Film: »Traumland« [Info]

:: Sonntag, 8. März, 15 Uhr, Museum für Natur und Mensch:
Ausstellungsführung: »Powerful Women. Eine Entdeckungsreise zu den Sphären weiblicher Macht«. Florence Pilz-Frömming stellt mächtige mythische Frauengestalten wie Parvati, Bisonfrau und andere vor, und gibt anhand verschiedener Kulturen einen Einblick in Lebensrealitäten von Frauen zwischen Macht und Ohnmacht.

:: Sonntag, 8. März, 16 Uhr, Cine k:
Frauencabaret: »Simone de Beauvoir meets „die furien“« mit Elli Lücken und Margit Ostern, welche sich sehr persönlich mit der Grande Dame des Feminismus, Simone de Beauvoir, auseinandersetzen

:: Mittwoch, 11. März, 19 Uhr, Cine k:
Vortrag: »Antimuslimischer Feminismus und die Politik der Verortung« mit der Erziehungswissenschaftlerin Nissar Gardi. In der Ankündigung heißt es: (mehr…)