Archiv der Kategorie 'völkerkunde'

nwz & sarrazin im abseits

Heute gab es also die Lesung von Thilo Sar­ra­zin in Oldenburg, welche – soviel sei vorweg genommen – leider nicht komplett verhindert werden konnte. Allerdings konnte erreicht werden, dass die NWZ ihre Veranstaltung aus »Sicherheitsbedenken« kurzfristig vom städtischen Kulturzentrum PFL in die Weser-Ems-Halle (WEH) verlegte. Denn ein beachtliches gesellschaftliches Bündnis [Info] hatte dazu aufgerufen, sich der Hetze gegen Arme, MigrantInnen und MuslimInnen entgegenzustellen.

Als um 18.30 Uhr die von einigen Gruppen (vorwiegend aus dem autonomen Spektrum) organisierte Kundgebung [Aufruf] vor dem PFL begann, versuchte die NWZ noch alles, um den Anschein zu erwecken, dass die Lesung dort stattfände – der ursprüglich vorgesehene Saal war möbliert, mit allerlei NWZ-Klimmbimm verziert, von mehreren privaten Sicherheitsleuten bewacht und sowohl ein Pappaufsteller, also auch der Infobildschirm des PFL verkündete »Heute: Lesung von Thilo Sar­ra­zin«. Ein einsamer Sarrazin-Fan verlautbarte per selbstgemalten Plakat »Kaufe Karte«, ein seniler »Vertriebener« versuchte schlecht kopierte Flyer unter die Leute zu bringen. Also in Etwa alles so wie erwartet. Allein die eher mäßige Polizeipräsenz und vorallem die fehlenden Absperrungen sorgten für Zweifel. Kurze Zeit später war es Gewissheit – konspirativ hatte die NWZ die Veranstaltung in die WEH verlegt, die namentlich erfassten KarteninhaberInnen gerüchteweise erst wenige Stunden vor Beginn telefonisch umdirigiert. Die Kundgebung machte sich daher zügigen Schrittes auf zur WEH, wobei sie im Verlauf von anfänglich etwa 100 auf letztlich 300 Leute anwuchs. Bei der WEH gab es nun auch die erwarteten Absperrungen, Hundestaffeln und jede Menge Bullen. Lautstark und gut gelaunt wurde nun demonstriert, die über 200 Sarrazin-Fans (zum Großteil ältere Semester aus der Mittelschicht) verhöhnt und der Eingangsbereich der WEH mit diversen Farbeiern bedacht. Ein Oldenburger Sarrazin-Jünger schrieb dazu in seinem Blog: »Draussen war viel Geschrei und Auflauf, dass man kaum in die WEH kam, die durch ein beachtliches Polizeiaufgebot geschützt wurde. Was dieses wieder den Steuerzahler kostet???«. Etwa gegen 20.30 Uhr, also eine halbe Stunde nach Beginn der Lesung, zog die Kundgebung gemeinsam, und ohne größere Probleme mit der Polizei, von dannen.

Zeitgleich hatten sich im PFL nochmal über 400 Leute versammelt, um an der wissenschaftlichen »Gegenveranstaltung« der Grünen-Fraktion und 15 Oldenburger Institutionen teilzunehmen. Da der auf 90 Personen beschränkte Vortragsraum im PFL logischerweise nicht ausreichte, wurde sowohl lautstark als auch diplomatisch versucht, die NWZ dazu zu bewegen, ihren ja nun verwaisten Saal für die Podiumsdiskussion freizugeben. Klappte aber beides nicht, so dass die Veranstaltung spontan in die gegenüber liegende Forumskirche St. Peter verlegt wurde.
Auch wenn es nicht gelang, dem Hetzer das Mikro abzudrehen, setzten die zusammen über 700 Leute und die mehr als 50 aufrufenden Gruppen und Initiativen doch ein eindrucksvolles Zeichen. Ein Zeichen gegen Rassismus, Ausgrenzung und Hetze, für Solidarität und Emanzipation. Dass die NWZ sich zum Versuch genötigt sah, sich klammheimlich und mit Täuschungsmanövern unliebsamer Kritik zu entziehen, spricht dabei ebenfalls ein deutliche Sprache. »Statt Hetze gegen Arme und Muslime wollen wir gemeinsam eine Diskussion über Perspektiven einer solidarischen Gesellschaft beginnen« hieß es im Oldenburger Aufruf. Die Diskussion ist wohl eröffnet…

Artikel:
☞ »300 Demonstranten protestieren gegen Sarrazin« radio bremen, 05.01.11
☞ »Andrang bei Debatte über Migration und Sozialstaat« NWZ, 05.01.11
☞ »Thilo Sarrazin in der NWZ-Reihe „Begegnungen“« NWZ, 05.01.11
☞ »Kasperletheater um Sarrazin-Lesung« weser-ems.business-on, 06.01.11
☞ »800 OldenburgerInnen gegen Sarrazin-Auftritt« Linkspartei Oldb., 06.01.11
☞ »Räumchen-wechsel-dich in Oldenburg« taz, 07.01.11

Videos:
☞ »Videobericht von buten un binnen« 06.​01.​11
☞ »Videobericht von NWZ-TV« 06.01.11

Radiobeiträge:
☞ »Protest gegen Thilo Sarrazin« nordwestradio, 06.​01.​11
☞ »Im Blätterwald nichts Neues« oeins, 06.​01.​11

Mobilisierungsseite:
☞ »Ol­den­burg gegen Sar­ra­zin«

keine bühne für hetze, part 2

Rund um die von der NWZ initiierten Lesung des sozialrassistischen Hetzers Thilo Sarrazin am Mittwoch, dem 5. Januar 2011 um 20 Uhr im PFL braut sich – wie bereits gehofft – eine Menge »kritisches Potential« zusammen: Neben einem »Oldenburger Aufruf« gegen Islamfeindlichkeit, Rassismus und Hetze gegen Menschen ohne ausreichendes Einkommen, welchen bisher etwa 40 Initiativen und mehrere Einzelpersonen unterschrieben haben, rufen einige Gruppen zu einer Kundgebung (mit heißem Tee!) um 18.30 Uhr vor dem PFL auf, um sich der Hetze entgegenzustellen. Desweiteren veranstaltet die Ratsfraktion der Grünen in Kooperation mit 15 weiteren Gruppen zeitgleich zur Sarrazin-Lesung und ebenfalls in Räumlichkeiten des PFL eine Veranstaltung unter dem Titel »Schafft Deutschland sich ab?! Eine kritische Podiumsdiskussion zu der NWZ-Lesung von Thilo Sarrazin« [Info]. Haltet euch auf dem Laufenden – die neuesten Info`s findet ihr unter »Ol­den­burg gegen Sar­ra­zin«.

keine bühne für hetze

Wie bereits berichtet, liest der (so­zi­al-​) ras­sis­ti­sche Het­zer Thilo Sar­ra­zin am Mitt­woch, dem 5. Ja­nu­ar 2011 um 20 Uhr im PFL (Pe­ter­stra­ße) auf Einladung der NWZ aus sei­nem 461-​sei­ti­gem Pam­phlet »Deutsch­land schafft sich ab«. Während die NWZ stolz verkündete, dass die Lesung bereits ausgebucht sei und die lokalen Nazis der NPD dem Ereignis schon entgegenfiebern, formiert sich in Oldenburg so langsam der Widerstand gegen den Protagonisten von Ausgrenzung und Hetze.

Einen »Oldenburger Aufruf anlässlich des Besuchs von Thilo Sarrazin«, der klarstellt, dass »Oldenburg (…) keine Bühne für Islamfeindlichkeit, Rassismus und Hetze gegen Menschen ohne ausreichendes Einkommen (ist)« wurde bisher von der ALSO, der AG „Für den Frieden“ (Rastede), der Anti-Bias WerkstattOldenburg/Berlin, dem Antirassistisches Plenum Oldenburg/Blankenburg, dem AStA der Carl v. Ossietzky Universität Oldenburg, dem Antifacafe Oldenburg, Autonomen Gruppen aus dem Alhambra, dem Archiv der sozialen Bewegungen Bremen, dem Bildungscafe Oldenburg, dem Blauschimmel Atelier e.V., der DGB Jugend Oldenburg, dem Feministisches Antira-Treffen, dem Autonomes Frauenhaus Oldenburg, der Druckerei Gegendruck GmbH, der GEW Oldenburg, dem Infoladen „roter strumpf“, dem Kapitallesekreis Oldenburg, dem Linken Forum, Lignatec Zimmerei GmbH, dem Nicaragua Verein Oldenburg e. V., NoLager Bremen, der Oldenburger Rechtshilfe, Rote Rispe Oldenburg, SJD – Die Falken Oldenburg, SJD – Die Falken Weser-Ems, der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen – Bremen, dem Landesvorstand der VVN-BdA Bremen, dem Rosa-Luxemburg-Club Oldenburg, dem Sozialverband Deutschland (Kreisverband Oldenburg), dem Fanzine Stadtmandat, der Vegane Gesellschaft Basisgruppe Oldenburg und der ver.di-Jugend Weser-Ems und Oldenburg, LISA/ Linke Frauen aus Oldenburg und Nordwest, Na Und e.V. Oldenburg, der Rosa-Luxemburg-Club Oldenburg und mehrere Einzelpersonen unterzeichnet. Eine Sonderseite im Netz dazu findet ihr hier.
Für den 5. Ja­nu­ar selber zeichnen sich verschiedenste Aktionen ab: Während sich einige Gruppen ab 18.30 Uhr vor dem PFL demonstrativ der Hetze entgegenstellen wollen, planen andere Initiativen wiederum eine größere Podiumsdiskussion, welche sich kritisch mit den Thesen Sarrazins auseinandersetzen soll – und zwar zeitgleich direkt am Ort des Geschehens, also in Räumlichkeiten des PFL. Scheint somit ein durchaus interessanter Tag zu werden… hoffentlich auch im Bezug auf »Perspektiven einer solidarischen Gesellschaft«.

☞ »Oldenburg gegen Sar­ra­zin« Oldenburger Aufruf

thomas-sankara-straße eingeweiht

Am letzten Sonntag machte sich die Gruppe »Oldenburg postkolonial« auf den Weg ins Dobbenviertel und benannte kurzerhand die Bismarckstraße in die Thomas-Sankara-Straße um. Diese Aktion soll als ein kleiner Schritt verstanden werden, den »Kolonialismus, der die aktuelle globale Weltordnung und auch die Position der BRD darin maßgeblich bestimmt hat«, ein wenig ins öffentlichen Bewusstsein zu bringen.

Hier nun die Presseerklärung zur Straßenumbenennung: »Wir haben heute, 12.12.2010, die Bismarckstraße in Oldenburg in die Thomas-Sankara-Straße umbenannt. Die im Dobbenviertel gelegene Straße war bis zu diesem Tag einem kolonialen Akteur gewidmet. Otto von Bismarck war nicht zuletzt der Vorsitzende der so genannten »Kongo-Konferenz«, auf der die europäischen Kolonialmächte Afrika untereinander aufteilten. In der Folge dieser Konferenz ging der Kolonialismus in eine neue Epoche über: Waren in der Zeit der Sklaverei Millionen Menschen von EuropäerInnen aus Afrika verschleppt, unterworfen, misshandelt und ausgebeutet worden, sollten von nun an afrikanische Kolonien geschaffen und die Unterwerfung in den afrikanischen Herkunftsländern ausgeweitet werden. Das Deutsche Reich ermordete Hunderttausende Menschen in seinen afrikanischen Kolonien »Deutsch-Südwest-Afrika« (Namibia), »Deutsch-Ost-Afrika« (Tansania, Ruanda, Burundi), Kamerun und »Togoland« (Togo).
Bis heute ist der Kolonialismus, der die aktuelle globale Weltordnung und auch die Position der BRD darin maßgeblich bestimmt hat, kaum im öffentlichen Bewusstsein präsent. Die Geschichte des Kolonialismus und die gegenwärtige neokoloniale Ausbeutung wird strukturell ignoriert bzw. bis heute durch kolonialistische und rassistische Ideologie legitimiert. Auf diesen Zustand wollen wir mit der Umbenennung hinweisen. Wir nehmen nicht hin, dass ein Straßenschild einem der zentralen Akteure des kolonialen Projekts gewidmet bleibt.
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sarrazin …

Oldenburg bekommt mal wieder Besuch der unleckeren Art. Der (sozial-) rassistische Hetzer Thilo Sarrazin [Info] liest am Mittwoch, dem 5. Januar 2011 um 20 Uhr im PFL (Peterstraße) aus seinem 461-seitigem Pamphlet »Deutschland schafft sich ab«. Eingeladen hat ihn natürlich die NWZ, die mit ihrer Veranstaltungsreihe »Begegnungen« auch schon anderen Ekeln wie z.B. Martin Walser ein Podium bot. Dass allerdings die Lesung am 5. Januar ungestört über die Bühne geht, darf wohl getrost bezweifelt werden.

☞ »Thilo Sarrazin liest in NWZ -Reihe „Begegnungen“« NWZ, 07.​12.​2010

neulich in münchen


[via]

resolution für mumia

Auf der Oldenburger Stadtratssitzung am 31. Mai wurde gegen die Stimmen der CDU und bei Enthaltung von FDP und WFO nun endlich die Resolution [Info] gegen die Todesstrafe in den USA verabschiedet – im Speziellen ging es um den seit 27 Jahren in der Todeszelle sitzenden linken Journalisten Mumia Abu-Jamal. Die veränderte Resolution, deren genauer Text hier leider noch nicht vorliegt, soll nun an die US-amerikanische Botschaft geschickt werden.

ratsresolution für mumia?

Bei der nächsten Stadtratssitzung am 22.02.2010 ab 18.00 Uhr im PFL soll unter TOP 14.2 auf Antrag der Oldenburger Linkspartei eine Resolution unter dem Titel »Nein zur Todesstrafe in den USA – Hinrichtung von Mumia Abu-Jamal verhindern« verabschiedet werden. In der Begründung des Antrages heißt es: »Der afro-amerikanische Journalist und Bürgerrechtler sitzt seit mehr als 27 Jahren in der Todeszelle in den Vereinigten Staaten, weil er angeblich einen weißen Polizisten erschossen haben soll. Abu-Jamal beteuert seither seine Unschuld, und Menschenrechtsorganisationen haben eklatante Verfahrensmängel im damaligen Gerichtsprozess aufgedeckt. Mit der Verabschiedung dieser Resolution erklärt der Rat seine Solidarität mit Mumia Abu-Jamal und schließt sich der weltweiten Solidaritätskampagne an und fordert ein neues, faires Gerichtsverfahren für Mumia Abu-Jamal. (…) Der Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg wird die Resolution an die US-amerikanische Botschaft schicken, wenn sie angenommen wird.«

☞ Resolutions-Antrag »Hinrichtung von Mumia Abu-Jamal verhindern«

harpers ferry 150th anniversary

Gefunden bei entdinglichung.
Mehr Info`s (in englisch) gibt es bei The Rustbelt Radical.

free mumia!

Am Sonntag, dem 26. Juli 2009 findet um 17.00 Uhr im Alhambra eine Infoveranstaltung zu dem politischen Gefangenen Mumia Abu-Jamal, welcher seit 27 Jahren im Todestrakt von Pennsylvania einsitzt, statt. Hier nun das Flugblatt der bundesweiten »Mumia-Infotour«:

Kein Sommerloch im Kampf
für das Leben und die Freiheit von Mumia Abu-Jamal!

Seit 27 Jahren bereits sitzt der afroamerikanische Journalist Mumia Abu-Jamal als politischer Gefangener im Todestrakt von Pennsylvania (USA). Sein Prozess und sein Urteil 1982 waren ein Muster an Rassismus und Klassenjustiz –
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das fest des huhnes

Der Dokumentarfilm »Das Fest des Huhnes« von Walter Wippersberg aus dem Jahre 1992 ist eine der ersten ethnologische Studien über die Sitten und Gebräuche der noch heute in Oberösterreich ansässigen UreinwohnerInnen. Sehr sehenswert.

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briefträger william l. moore

Am 23. April 1963 wurde der Briefträger William Lewis Moore nahe Attalla (Alabama) von dem Rassisten Floyd Simpson erschossen. William Lewis Moore hatte mit mehreren Märschen, bei denen er stets alleine lief, gegen den Rassismus in den Südstaaten der USA protestiert und lieferte persönlich selbst geschriebene Briefe gegen die Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung aus. Auf seinem dritten Protestmarsch 1963 wanderte er mit zwei Schildern, auf denen »END SEGREGATION IN AMERICA« und »EQUAL RIGHTS FOR ALL MEN« stand Richtung Jackson, um dem dortigen Gouverneur persönlich einen Brief zu überreichen. William L. Moore wurde am 23. 4. tot am Straßenrand aufgefunden – in seiner Tasche den Brief, in welchem u.a. stand »die Weißen können niemals wirklich frei sein, solange nicht alle Menschen ihre Rechte haben«.

spuren des kolonialismus

Heute startet eine Veranstaltungsreihe des Antirassismus-Projekt des AStA der Carl von Ossietzky-Universität gegen Geschichtsrevisionismus und Neokolonialismus. »Mit dem Kolonialismus wurde ein ökonomisches und ideologisches Weltsystem der Ungleichheit, Abhängigkeit und Ausbeutung geschaffen, das bis heute besteht. Armut, Konflikte und Gesellschaftssysteme sind nicht ohne den Blick in die Vergangenheit zu verstehen. In der Veranstaltungsreihe sollen einzelne Aspekte des Kolonialismus und Auswirkungen sowie Kontinuitäten bis in die Gegenwart aufgezeigt werden.«. Losgehen tut es heute um 20 Uhr mit der Veranstaltung »Geschichte des deutschen Kolonialismus – Ein Überblick«. Infos zu dieser und den folgenden Veranstaltungen findet ihr hier. Eine Übersicht gibt es hier: (mehr…)

free mumia!

Am 6. April wurde bekannt, dass der US-Supreme Court den Antrag des ehemaligen Aktivisten der »Black Panther« und revolutionären Journalisten Mumia Abu-Jamal auf ein neues Verfahren abgelehnt hat. Der parallel laufende Antrag der Staatsanwaltschaft von Pennsylvania auf die Wiedereinsetzung des Hinrichtungsbefehls gegen Mumia vor dem selben Gericht ist noch nicht entschieden. Mumia »the voice of the voiceless« sitzt seit 1982 wegen angeblichen Polizistenmordes in der Todeszelle. Seitdem kämpft es aus dem Knast heraus um ein neues, faires Verfahren – für sein Leben und seine Freiheit. Internationale Solidaritätsaktionen konnten bisher seine Ermordung durch die rassistische Klassenjustiz in den USA verhindern.
Info`s: [LabourNet] [Freedom Now!] [Video]

Mumia Abu-Jamal (1993): »This is just the next stage of the fight. We will continue to fight. We will win!«

linke positionen zu israel

Nicht erst seit dem »Gaza-Krieg« wird kaum ein Thema in der deutschen (und nunmehr auch in der Oldenburger) Linken so heftig und kontovers diskutiert wie der Nahost-Konflikt – wobei die Auseinandersetzungen allerdings zumeist von Halbwissen und Projektionen geprägt sind. Es ist zu hoffen, dass die Veranstaltung »Die Linke und der Nahostkonflikt. Extreme Identifikationen und Probleme eines linken Universalismus« am 10. Februar in Oldenburg wieder für ein bisschen Diskussionskultur sorgen kann.

Hilfreich ist vielleicht auch der Text »Eine Auseinandersetzung mit linken Positionen zu Israel – angesichts des Einmarsches der israelischen Armee in den Gazastreifen« von Wolf Wetzel, welcher euch hier in voller Länge präsentiert wird:

Eine Auseinandersetzung mit linken Positionen zu Israel
Wie soll und kann sich eine deutsche Linke zum Krieg im Gazastreifen verhalten? Wann ist eine Kritik an der israelischen Staatsführung gegenüber besetzten und hermetisch abgeriegelten Gebieten einseitig? Ist der Widerstand gegen Besatzung legitim? Wer hat diesen Krieg ausgelöst? Handelt es sich bei der Operation »Gegossenes Blei« um einen Selbstverteidigungsakt des israelischen Staates? Wie verhält sich die deutsche Linke zur »Hamas«? Ein Rück- und Ausblick (mehr…)