Archiv der Kategorie 'sports'

fanunfreundliches tv-format

Während viele nicht sonderlich Stadion-affine VfB-Fans voller Vorfreude der Live-Übertragung des Regionalliga-Spiels gegen den SV Meppen am nächsten Montag (20.15 Uhr) durch den Sender Sport1 entgegenfiebern, zeigen sich Ultra-Gruppierungen alles andere als begeistert über die dafür vorgenommene Spielverlegung auf einen Montagabend. »Ligaspiele unter der Woche sind (…) für Stadiongänger_innen ein Ärgernis. Wir wissen, dass es in unserer Liga manchmal nicht anders geht. Gerade wenn der Winter den Rahmenspielplan auf den Kopf stellt, sind Spiele unter der Woche fast unumgänglich. Jedoch ist bei dieser Terminansetzung keine höhere Gewalt beteiligt gewesen. Wir haben keine Lust öfter als nötig – und selbst das ist in einer Liga ohne Rasenheizungen schon zu oft – unter der Woche ins Stadion zu pilgern. Damit stehen wir nicht alleine da. (…) Eine authentische Übertragung der 4. Liga am Wochenende, die in diesem Fall auf Grund der Länderspielpause theoretisch denkbar gewesen wäre, hätten wir demgegenüber begrüßt«, schreibt z.B. die Ultra-Gruppe Entourage auf ihrem Blog.

refugees welcome


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antirassistische aktionswoche 2013

Vom 18. bis 23. Oktober veranstaltet die Fanszene des VfB Oldenburg ihre diesjährige »Antirassistische Aktionswoche«. Los geht`s am kommenden Freitag mit dem Film »In This World – Aufbruch ins Ungewisse«, am Sonntag gibt`s während des Spiels gegen die Zweite vom FC St.Pauli mehrere antirassistische Aktionen und am Mittwoch, dem 23. Oktober dann noch einen Vortrag mit Sigmar Walbrecht vom Niedersächsischen Flüchtlingsrat zur Situation von AsylbewerberInnen in Deutschland. Mehr Info`s findet ihr hier.

alternative freiräume erhalten

Beim Spiel des VfB gegen Hannover 96 II am 06. Oktober im heimischen Marschwegstadion machte die anfang 2013 neu gegründete Ultras-Gruppe »Entourage« mit einem Spruchband auf die diversen derzeit bedrohten alternativen Projekte in Oldenburg aufmerksam.

In ihrem Spielbericht schreiben sie dazu: »Eine Stadt sollte aus unserer Sicht mehr sein als Shopping, Essen&Trinken, Arbeiten und Schlafen. Gerade Räume, die Platz für Kultur und Selbstverwirklichung abseits des kommerziellen Mainstreams bieten, sorgen dafür, dass eine Stadt für alle Menschen mitsamt ihren unterschiedlichen Interessen und Lebenseinstellungen etwas vorzuweisen hat. Zudem ermöglichen sie für Personen mit kleinerem Geldbeutel die Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben. Diese Vielfalt, die sich über Jahre in Oldenburg entwickelte, ist nun akut gefährdet. So wurde Ende September das besetzte Wohn-und-Kulturprojekt „Haus Friedensbruch“ vom Eigentümer unbewohnbar gemacht, sodass dieses Projekt für kulturelle Nutzungen nicht mehr zur Verfügung steht. Das innenstadtnahe, alternative und seit über 20 Jahren bestehende Wohnprojekt „Wagenburg am Stau,“ soll in Kürze einem modernen Stadtteil weichen und an den Stadtrand ziehen. (mehr…)

wirtschaftsunternehmen vfb

Die Oldenburger Fussballbegeisterten konnten sich gerade erst darüber freuen, dass der VfB zumindest noch den Klassenerhalt in der Regionalliga geschafft hat, da droht auch schon neues Ungemach. Ab dem 1. Juli hat der Traditionsverein nämlich einen neuen Vorstandsvorsitzenden – genauer gesagt wird Frank Willers, Diplom-Ökonom und Medienfachmann, dieses Amt übernehmen [Quelle]. Und der redete auch sogleich Klartext: »Fußball ist immer auch mit großen Emotionen verbunden. Allerdings sollte man sich davon nicht leiten lassen. Vielmehr muss der VfB Oldenburg wie ein Wirtschaftsunternehmen betrachtet und geführt werden«. Das ist wohl durchaus als Drohung zu verstehen…

zwei jahre gegen homophobie

Info`s unter: fussballfansgegenhomophobie.blogsport.de

ein zeichen gegen rassismus

Beim letzten Heimspiel des VfB Oldenburg gegen den ETSV Weiche Flensburg am vergangenen Sonntag bezogen Verein und Fanszene einmal mehr klar Stellung gegen Rassismus und rechte Gewalt im Stadion. So präsentierten die beide Mannschaften beim Einlaufen einen Banner mit der Aufschrift »racism divides – football unites«, die Initiative »VfB für Alle« verteilte Flyer zum Thema Anti-Rassismus und eine neue von Fangruppen und Verein ausgearbeitete Hausordnung, die als Ergänzung zur Stadionordnung zu sehen ist, wurde an den Kassen ausgehängt. In dieser wird detailliert darauf eingegangen, dass rechte Symboliken und rechtes Verhalten im Marschwegstadion nichts zu suchen haben. Nach dieser schönen Intervention von Verein und Fanszene bleibt zu hoffen, dass nun auch die Mannschaft des VfB ihre sportliche Talfahrt in der vierten Liga beendet und mal wieder was Schönes auf dem Rasen fabriziert.

kick racism out of football

für ein couragiertes stadion

Der Verein VfB für Alle e.V. – bestehend aus einzelnen Vertreterinnen und Vertretern der Oldenburger Fanszene – hat unter dem Titel »Augen auf!«eine Aufklärungsbroschüre über rechte Symbole veröffentlicht, welche hier als pdf.-Datei oder aber in gedruckter Form im Fanprojekt, in der Geschäftsstelle des VfB Oldenburg sowie im Marschwegstadion an den Infoständen der Fangruppierungen sowie am Fanartikelstand zu bekommen ist.

»Das Fußballstadion ist ein Ort des gesellschaftlichen Miteinanders. Aber es stellt auch ein attraktives Feld für die rechte Szene dar. Es wird versucht, Kontakt zu jungen, „erlebnisorientierten“ Fans aufzunehmen, die auf der Suche nach Anschluss sind. Allerdings geben die Rechten sich hierbei nicht mehr deutlich zu erkennen. Oftmals verwenden sie versteckte Erkennungsmerkmale, die vielen unbekannt sind und immer schwieriger zu entschlüsseln sind. Hierbei orientieren sich die Nazis vor allem an der stilistischen Ausrichtung anderer Jugendkulturen.
Mit dieser Broschüre, welche durch den Fonds „Für Toleranz und gegen Rechtsextremismus“ der Stadt Oldenburg gefördert wurde, möchten wir euch verstärkt über Codes und Symboliken aufklären, die im Alltag von Rechten eine Rolle spielen. Berücksichtigt werden sollen hierbei auch Elemente, die insbesondere auf Fußballfans zugeschnitten sind. Darüber hinaus werden euch am Ende der Broschüre (beruhend auf der derzeitigen städtischen Stadionordnung) Tipp gegeben, wie ihr euch am besten gegenüber Neonazis im Stadion verhalten könnt.
Packen wir es gemeinsam an um uns für ein couragiertes Stadion einzusetzen, bei der Staatszugehörigkeit, ethnische und kulturelle Herkunft, Konfession, Geschlecht, Behinderung und sexuelle Orientierung keine Rolle spielen und in dem sich alle wohlfühlen können
«, so VfB für Alle.

oldenburg unite


Choreografie der Oldenburger Fanszene während der Antirawoche 2012

antirassistische aktionswoche 2012

Der Verein »VfB für Alle« veranstaltet auch in diesem Jahr wieder eine »Antirassistische Aktionswoche«. Los geht es am 23. Oktober mit einem Filmschnipselabend zum Thema »Moderne Nazis« über neue rechte Erscheinungsformen. Am 26. Oktober gibt es dann eine Veranstaltung unter dem Titel »Rechte Gewalt in deutschen Fußballstadien- Was tun?« mit ReferentInnen aus der Fanszene von Bremen, Jena und Aachen: »Mit dem Aufstieg in die Regionalliga treten leider auch im Marschwegstadion wieder vermehrt Personen auf, die vor allem optisch durch das Tragen von einschlägig bekannten Nazimarken wie z.B. Thor Steinar und Eric and Sons auf ihre Gesinnung aufmerksam machen. Dies veranlasst uns dazu, einen Diskussionsabend im Fanprojekt zu veranstalten um uns über mögliche Handlungsstrategien auszutauschen«, so »VfB für Alle«. Am 28. Oktober gibt es schließlich noch eine Rundführung durch die KZ-Gedenkstätte Esterwegen mit anschließendem Zeitzeugengespräch mit dem 90-jährigen Wehrmachts-Deserteur Ludwig Baumann aus Bremen.

weibliche ultras

nie mehr fünfte liga


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schwul ist kein schimpfwort

»Zum heutigen Spiel (25.3.12) führt der kürzlich gegründete Arbeitskreis VfB für Alle zusammen mit dem Verein VfB Oldenburg von 1897 e.V. einen gemeinsamen Aktionstag gegen Homophobie durch und nimmt gleichzeitig an der bundesweiten Aktion „Fußballfans gegen Homophobie“ teil. Während es gesamtgesellschaftlich homosexuellen Menschen zunehmend gestattet wird, ihre sexuelle Orientierung nicht mehr verbergen zu müssen, scheint im Fußball – insbesondere dort, wo er von Männern ausgeübt wird- ein offener und toleranter Umgang mit Homosexualität immer noch nicht selbstverständlich zu sein.

Mit Männlichkeit verbundene Wertvorstellungen wie Härte, Kampfgeist oder Durchsetzungsvermögen werden den (scheinbar?) heterosexuellen Spielern zugeschrieben. Auch innerhalb der Fanszene spielen diese Werte eine erhebliche Rolle. Häufig steht hinter einem solchen Verhalten die Angst vieler (junger) Männer als „weiblich“ oder „weich“ zu gelten. Schwulsein wird im Zuge dessen als etwas „unmännliches“ und „schwaches“ wahrgenommen. Des Resultat zeigt sich in Aussagen von Spielern wie z.B. die des Torwartes Frank Rost, der vor einiger Zeit mal behauptete, vorsichtshalber „mit dem Arsch zur Wand zu duschen“ oder in Diskriminierungen auf den Rängen indem gegnerische Spieler oder der Schiedsrichter gerne mal als „schwul“ oder „Schwuchtel“ bezeichnet werden. Mit dem heutigen Aktionstag möchten wir homophoben Entgleisungen von Akteuren auf allen Ebenen entgegen wirken und gleichzeitig alle Zuschauerinnen und Zuschauer dazu anregen, sich hinsichtlich homophober Aussagen auch einmal selbst zu reflektieren. Schließlich wollen wir einen Ort schaffen, an dem sich jede/r wohlfühlen kann um gemeinsam und frei von jeglichen Ängsten unseren VfB zum Sieg zu schreien!« [Quelle]

VfB gegen homophobie

»Am Sonntag, den 25. März führt der kürzlich neu gegründete „VfB für Alle“ Arbeitskreis zusammen mit dem Verein VfB Oldenburg einen Aktionstag gegen Homophobie durch. Im Rahmen des Spiels gegen den BV Cloppenburg wird es seitens der Fans für alle Interessierte einen Infotisch zu der Thematik geben, welcher sich vor dem Spiel neben der Hauptribüne und während der Halbzeitpause im Bereich der Gegengerade befinden wird. Weiterhin wird an dem Tag im Stadion das Banner der Berliner Initiative „Fußballfans gegen Homophobie“ präsentiert.

Bereits einen Abend zuvor lädt der Arbeitskreis alle Interessierte zu einem thematischen Kneipenabend im Hempels (Ziegelhofstr.83) ein. Beginn ist um 20:00 Uhr. Weitere Infos auf www.vfbfueralle.de«