Archiv der Kategorie 'sports'

antirassistische aktionswochen 2015


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»vfb für alle« gewinnt julius hirsch-preis

»Auch am Tag nach der Bekanntgabe der Preisträger des Julius-Hirsch-Preises kann Jan Krieger, Vorstand der Faninitiative des VfB, die Ehrung kaum fassen. Der „VfB für Alle“ hofft auf neue Unterstützer im Kampf gegen Rassismus und Homophobie. (…) „Da haben wir nicht mit gerechnet“, sagt er, „wirklich nicht.“ Seine Zweifel hielt er – unabhängig von den vielen bemerkenswerten Vereins-Aktionen auf lokaler und überregionaler Ebene – für durchaus begründet: „Mehr als 200 Konkurrenten gab es – da haben wir Kleine doch eigentlich gar keine Chance!“ Eigentlich. Krieger und seine Vereinskollegen müssen nun also akzeptieren, dass der DFB ihr privates Engagement in höchsten Ehren würdigt und damit gleichermaßen deutschlandweit vorstellt. „Sprachlos“ mache ihn das, freudig überdies. Gleiches dürfte der „VfB für Alle“ in den knappen drei Jahren seines Bestehens mit vielen mehr oder minder stillen Beobachtern der hiesigen Fanszene geschafft haben.

Wort- und bildgewaltige Aktionen gegen Rassismus und gegen Homophobie – so etwas muss eine aktive Fußballfanszene erst einmal verkraften. Eins sei vorweg genommen: sie hat es getan. Mit Bravour. Dabei habe es durchaus Anlaufschwierigkeiten gegeben, auch Erklärungszwänge ab und an. Dann aber nahm nicht nur die Anhängerschaft, sondern auch „der VfB unsere Ideen offen an“, wie Krieger sagt. Was daraus folgte, war ganz offenbar beispiellos. Auch für den so großen, mächtigen Fußballbund. Beispiele gefällig? Flüchtlinge wurden zu den Spielen eingeladen, Solidaritätskonzerte veranstaltet, Spendensammlungen ebenso. Es gab die „Ballarbeit“-Ausstellung, Podiumsdiskussionen – auch zum Vereinsleben in der NS-Zeit, Stadionchoreographien, antirassistische Aktionswochen, einen runden Tisch gegen rechte Symbolik im Stadion, den „Augen Auf!“-Ratgeber gegen rechte Gewalt, die Ausrichtung des bundesweiten „Fußballfans gegen Homophobie“-Netzwerktreffens samt Teilnahme am Christopher Street Day und vieles vieles mehr.« (mehr…)

gegen stadionverbote & nazis

Am 2. August trat der VfB Oldenburg leider erfolglos bei der Zweiten von Hannover 96 an. Die VfB-Ultras von Entourage nutzten das Spiel für zwei kleine, aber feine Statements: »In der ersten Halbzeit präsentierten wir ein erstes Spruchband („CLP: SVs aufheben!“) um noch mal auf die Unsinnigkeit von Stadionverboten hinzuweisen.

Während der zweiten Halbzeit präsentierten wir noch ein weiteres Spruchband, auf dem wir uns solidarisch mit Valentin („Free Valentin“) aus Bremen zeigten. Valentin sitzt seit dem 02. Juli in U Haft. Ihm wird vorgeworfen, nach dem Nordderby bei Werder Bremen gegen den HSV an den Auseinandersetzungen mit Nazi Hooligans beteiligt gewesen zu sein, die zuvor gewalttätig gegen antirassistische Ultras vorgingen. Die politische Dimension der Vorkommnisse wird von der Polizei ausgeklammert.

Es kann aus unserer Sicht nicht sein, dass sich Fußballfans gegen gewalttätige Hooligans selbst verteidigen müssen und gleichzeitig zu Täter*innen gemacht werden, weshalb wir uns an dieser Stelle mit dem Valentin sowie mit allen antirassistischen Fußballfans solidarisieren wollen. KEIN FUßBALL DEN FASCHIST*INNEN!«

danke für die banden

»Am gestrigen Sonntag staunten wir nicht schlecht, als wir im Rahmen des VfB Spiels gegen den TSV Havelse diese offizielle Bande vom VfB Oldenburg zu Gesicht bekamen.

Wir freuen uns, dass der Verein nun auch offiziell die Kampagne “Fußballfans gegen Homophobie” unterstützt und damit ein wichtiges Zeichen für Gleichberechtigung setzt. Gleichzeitig möchten wir uns beim Verein sowie bei der Fan- und Förderabteilung herzlich für den getanen Schritt bedanken.

Ebenfalls gesichtet haben wir eine neue VfB Oldenburg Bande, die sich sehr gut neben der bereits bestehenden Anti Rassismus Bande macht.« [Quelle]

ballarbeit

Vom 25. April bis 09. Mai wird bei der Interkulturellen Arbeitsstelle IBIS (Klävemannstraße 14) die Ausstellung »Ballarbeit.Fußball und Migration« zu sehen sein wird.

Das Begleitprogramm zur Ausstellung schaut wie folgt aus:
Samstag 25.04. 19:30 Uhr IBIS: Feierliche Erföffnung der Ausstellung mit eingeladenen Gästen aus Sport und Politik
Dienstag, 28.04. 20:00 Uhr KinOLaden (Wallstraße 24): Filmaufführung »Wie im falschen Film«
Dienstag, 05.05. 19:30 Uhr Jugendleistungszentrum VfB Oldenburg (Maastrichter Straße 35): Vortrag mit Jonas Gabler: »Rechtsextremismus, Diskriminierung und Anti-Diskriminierung in der Fußballfankultur«
Freitag, 08.05. 14:00-18:00 IBIS: Interkulturelle Kochstunde mit VfB Spielern im Rahmen des Internationalen Flüchtlingscafés

Mehr Info`s dazu gibt es hier.

forza scs

»Auf der gesamten Länge haben unbekannte Täter in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (26.3.) die neue – noch nicht in Betrieb genommene – Tribüne des SC Sternbusch (SCS) mit Graffiti beschmiert. In großen Lettern sprühten die illegalen Sprayer „Kein Fußball den Faschisten“ an die Wand. Nicht ganz so groß steht an mehreren Stellen „Forza SCS“, „Bunter SCS“ oder „Lieber bunt als braun“.« [Quelle]

kein basketball den faschist*innen

Nicht nur beim VfB, sondern auch bei den EWE Baskets gibt es einen Haufen Fans, die nicht bereit sind, rassistischen oder sexistischen Scheiß zu tolerieren. Hier nun ein Statement von der Gruppe Gli Indefessi Oldenburg: »Im Zuge des Heimspiels gegen Bonn am 4.1.15 haben wir mit einer Flyer- und Spruchbandaktion auf die Aktivität der Bande Bonn in der Fanszene des Bonner Bundesligisten aufmerksam machen wollen. Neben jeder Rivalität ist der Umstand, dass rechte Gruppen im Basketball fußfassen für uns nicht hinnehmbar:

„Hallo Oldenburger*innen, hallo Bonner*innen, anlässlich des heutigen Heimspiels gegen die Baskets Bonn wollen wir Euch über die Tatsache informieren, dass seit einem knappen Jahr die rechte bzw. rechtsoffene Gruppe Bande Bonn vermehrt bei Spielen des Bonner Bundesligisten auftritt. Die Bande Bonn ist eine Ultra-Gruppierung des Fußballvereins Bonner SC. Zwar gibt die Bande Bonn vor unpolitisch zu sein, doch sprechen viele Aktivitäten dieser Gruppe aus dem vergangenen Jahr eine andere Sprache. Gesänge wie „hasta la vista Antifascista“ und diverse Solidaritätsspruchbänder für die Karlsbande aus Aachen, die selbst zum rechten Spektrum zählt, sind keineswegs unpolitisch. (mehr…)

»fick die cops«

»Mit Bestürzung und Trauer blickt der VfB Oldenburg zurück auf das Hallenfußball-Turnier um den Stahlhallen-Janneck-Cup. Wir haben uns alle auf einen tollen, stimmungsvollen Fußballabend gefreut. Leider haben wir dann Szenen erleben müssen, die wir weder akzeptieren, noch tolerieren wollen und können. Auslöser für Handgreiflichkeiten im Bereich der Oldenburger Fans war ein beleidigendes Banner gegenüber der Polizei. Der Veranstalter hat darum gebeten, dass dieses Banner entfernt wird. Um einer Eskalation der Situation vorzubeugen, ist der VfB in Person seines Sicherheitsbeauftragten und seines Fanbeauftragten unmittelbar tätig geworden und hat den Dialog mit den Fans gesucht, die das Banner gezeigt haben. Als Konsequenz daraus sollte das Banner dem Fanbeauftragten ausgehändigt werden. Allerdings hat die Polizei darauf bestanden, unmittelbar die Personalien des Bannerhalters festzustellen und wollte ihn aus dem Block holen. Daraufhin kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen, in deren Verlauf mehrere Personen verletzt worden sind.« (mehr…)

aus einem vfb-spielbericht

»Überschattet wurde das Spiel durch zahlreiche Festnahmen außerhalb des Stadion. Darüber hinaus wurde ein Anhänger der Gäste vom Ordnungsdienst aus dem Stadion geschickt, nachdem er sein schlichtes Gemüt durch verbale Entgleisungen mit rassistischem Inhalt peinlich zur Schau gestellt hatte.« [Quelle]

vfb gegen hogesa

»Die jüngsten Ereignisse und Vorfälle rund um die sog. „Hooligans gegen Salafisten“-Demonstration in Köln haben die Verantwortlichen des VfB Oldenburg aufhorchen lassen. Das Tragen von Kleidungsstücken und das Zeigen von Schriftzügen mit einschlägigen Merkmalen wird im Marschwegstadion ab sofort verboten. „Der VfB Oldenburg bekennt sich mit aller Ausdrücklichkeit für Respekt und Toleranz in und um das Marschwegstadion. Hier gehen wir im engen Schulterschluss mit unseren Fans und Zuschauern“, betont Wilfried Barysch, Vorstandsvorsitzender des VfB Oldenburg.

Bislang sind nur wenige Vereine selbst aktiv geworden und haben das Tragen von „HoGeSa“-Symbolen im Stadion verboten. Der VfB Oldenburg reiht sich nunmehr bei den Vereinen ein, die rund vier Wochen nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen ihrerseits ein Zeichen setzen und ihre gesellschaftspolitische Verantwortung eines toleranten und friedlichen Nebeneinanders unterstreichen.« [Quelle]

antira wochen 2014

es ist egal

»Wenn er alt sei und im Schaukelstuhl sitze, dann möchte er sich an diesen WM-Titel erinnern – erzählte Bundestrainer Jogi Löw im Fernsehen nach dem gewonnenen Finale. Zwischen den deutschen Medien und Löw liegen Welten. Die predigen die nationale Erweckung und er redet vom Schaukelstuhl. »Tja, ja, so ein Titel ist natürlich immer eine schöne Sache«, hatte Löw auf Nachfrage nach dem Sieg im Viertelfinale gegen Frankreich erklärt. Mehr nicht. Da konnten seine Spieler am Sonntag abend noch so sehr »Wahnsinn, Wahnsinn« schreien. Es war sehr anstrengend gewesen gegen Argentinien. Aber nicht nur: Christoph Kramer grüßte danach seine Oma zum Geburtstag. Da war er wieder, der Schaukelstuhl. Und Bastian Schweinsteiger grüßte Uli Hoeneß im Gefängnis. Er siezt ihn, denn Hoeneß war sein Chef. Da war er wieder, der FC Bayern. Fußball als Unterhaltungsindustrie, in der mit Unsummen hantiert wird.

Die WM 2014 war die teuerste aller Zeiten. Sie hat den Ausrichter Brasilien acht Milliarden Euro gekostet. Auf Wunsch der FIFA, einem Weltkonzern, der nur ein einziges Produkt vertreibt und das heißt Fußball-WM. Wer genug Geld zahlt, darf sogar in der Wüste eine WM veranstalten. Auch wenn Sklaven die Stadien bauen müssen. Der FIFA ist das egal. Brasilien hat jetzt nagelneue Stadien, in die kaum jemand gehen wird, weil die Vereine in der zweiten oder dritten Liga spielen. Dafür wurden erst Stadtviertel eingerissen, und dann wurden Proteste unterdrückt. In den Fernsehbildern, die die FIFA während der WM lieferte, war davon nichts mitzubekommen. Aber man konnte eine brasilianische Nationalmannschaft sehen, die diese Widersprüche nicht kitten konnte. Sie hatte keinen Plan, nur Gebete. Schließlich erlitt sie im Halbfinale gegen die Deutschen einen kollektiven Nervenzusammenbruch.
Ihre 1:7-Niederlage war surreal und historisch. Die DFB-Spieler waren perplex. Sie umarmten und trösteten die Brasilianer. Kein Triumphgeheul, das war ein neuer Stil. Neu war auch, daß die Frauen und Kinder der deutschen Spieler nach dem Finale auf dem Rasen herumwuselten wie bei einem Wochenendausflug. Es wurde nicht mehr martialisch rumgebrüllt, es wurden Handyfotos geschossen. Rumgebrüllt hatte nur der ARD-Reporter Tom Bartels. Auf der Suche nach der Emotion, nach dem deutschen »Wir«, von dem auch fast alle anderen Medien träumen. Vom Verschwinden in der aggressiven Masse. Von einem »Wir« kann aber nur der DFB sprechen, dessen erste Mannschaft tatsächlich ein gutes Turnier gespielt hat. Viele Menschen wissen das. Während der WM gab es viel weniger Fahnen auf Autos und Balkons als erwartet. Was soll man sich dafür kaufen, daß eine WM gewonnen wurde – wenn man zufällig kein Nationalspieler ist? Etwa eine Deutschlandfahne?
« [Quelle]

nordweststadion

Schon seit Jahren wird immer mal wieder über die Notwendigkeit eines drittligatauglichen Fussballstadions in Oldenburg diskutiert. Nachdem kürzlich mal wieder ernsthafter von der Stadtverwaltung und dem Rat überlegt wurde, zu diesem Zweck Millionenbeträge in das marode, eher ungeeignete und bei den Fans ungeliebte Marschwegstadion zu investieren, hat sich die »Initiative Nordweststadion«, bestehend aus Aktiven aus dem Umfeld der Oldenburger Faninitiative (OFI) mit einem vielbeachteten Gegenvorschlag zu Wort gemeldet. Letztlich geht es dabei um einen kompletten Stadion-Neubau auf dem Areal zwischen der Großen EWE-Arena und dem Neubau der BBS 3 an der vorderen Maastrichter Straße mit einer Kapazität von 15 000 Plätzen – ein Plan, der mit etwa 15-20 Millionen Euro zwar doppelt so teuer wie eine Sanierung des Marschwegstadions (etwa 8 Millionen Euro) ausfällt, dabei aber jede Menge Vorteile mit sich bringt.



Beispiel für »Gelebte Sozialpolitik« [klicken für größere Ansicht]:
Choreo der VfB-Fanszene am 18. Mai beim Derby gegen Meppen

Interessant ist aber noch ein anderer vorgebrachter Aspekt, der in der öffentlichen, ziemlich marktwirtschaftlich geprägten Debatte bisher keine Erwähnung fand. In ihrem Beitrag »Gelebte Sozialpolitik« schreibt die Initative: »Der Titel dieses Beitrags mag im Zusammenhang mit einer Stadionplanung manchen verwundern, doch beschreibt er genau den Grund, weshalb wir uns für das Projekt engagieren. In unseren Reihen ist niemand Finanzinvestor, Immobilienmakler, Marketingstratege oder Architekt. Wir halten ein funktionierendes, lebendiges Stadion für das größte Jugendzentrum der Stadt. In Zeiten, in denen das gemeinschaftliche Engagement immer schwieriger von üblichen Institutionen beim Bürger einer Stadt zu aktivieren ist, bilden Sportvereine eine immer stärkere Schnittstelle. Während Breitensportvereine mit hohen Mitgliederzahlen im Bereich des aktiven Sporttreibens stets neue Gemeinschaften bilden, initiieren die Vereine des Leistungssports über den Faktor ‘Identifikation’ das Aufeinanderzugehen verschiedenster Bevölkerungsgruppen. Stadien und Arenen werden zu Treffpunkten von Menschen, die sich sonst wahrscheinlich nie begegnen würden. Die gemeinschaftliche Stärke, die die Reduktion auf eine gemeinsame, mitunter einfache Sportartstruktur, mit sich bringt, wird oftmals gar nicht gesehen, wenn es um Projekte geht, die vom Volumen an Kommerzbauten erinnern. Wir können uns in Oldenburg sehr glücklich schätzen, daß wir bereits in zwei großen Sportarten erfolgreiche Bundesligisten haben. Aber wir sehen es als essentiell für die Stadt Oldenburg, auch im größten bundesweiten, “sozialen Netzwerk”, dem Fußball, vertreten zu sein. Wir wissen, welche überaus positiven Impulse es auf das soziale Leben & Empfinden einer Stadt oder sogar Region haben kann, wenn Solidarität und Miteinander neu erlernt & gelebt werden.«

♫ one love vfb

» Derby gegen Meppen | 18. Mai 2014 | 14.30 Uhr | Marschweg-Stadion

leonard hirschtick – eine spurensuche

»In der letzten Ausgabe des 11Freunde Magazins befand sich die empfehlenswerte Sonderbeilage „Verlorene Helden“ , in der die Vertreibung der Juden aus dem deutschen Fußball während des Nationalsozialismus thematisiert wurde. Darin sind wir auf den Fußballspieler Leonard Hirschtick aufmerksam geworden. Leonard Hirschtick wurde am 26. März 1885 in Hannover geboren und spielte in den 1920er Jahren für den VfB Oldenburg. Nach der Machtübernahme durch die Nazis, welche im damaligen Großherzogtum bereits im Jahr 1932 erfolgte, forderten einige Vereinsmitglieder, darunter viele christliche Geschäftsleute, den Ausschluss des Spielers aus der Mannschaft. Dies führte zu einer hitzigen Debatte innerhalb des Vereins bishin zu körperlichen Auseinandersetzungen. Da sich der damalige Vereinspräsident vom VfB für Hirschtick aussprach, konnte dieser zunächst weiter für den VfB Oldenburg spielen. Unbekannt bleibt jedoch, wann und wie Leonard Hirschtick nach dem Jahr 1933 aus dem VfB ausgeschlossen wurde und wie sein weiteres Leben verlief. Weitere Recherchen von uns haben ergeben, dass Leonard Hirschtick in Delmenhorst wohnhaft gewesen ist. Er hatte einen Bruder namens Isaak Hirschtick, der in Bremen lebte. Leonard Hirschtick emigirierte am 24. April 1936 in die Niederlande. In den Niederlanden wurde er in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork inhaftiert. Das Lager war eines der beiden von den nationalsozialistischen Besatzern in den Niederlanden eingerichteten zentralen Sammellager für die Deportation niederländischer und sich in den Niederlanden aufhaltender deutscher Juden in andere Konzentrations-und Vernichtungslager. Am 24. August 1943 wurde Hirschtick voraussichtlich nach Auswitz deportiert, wo er kurz darauf am 27. August 1943 für tot erklärt wurde.
Es ist uns sehr daran gelegen, näheres über das Leben von Leonard Hirschtick und über die Rolle des VfB Oldenburg im Nationalsozialismus in Erfarhung zu bringen. Wir möchten deshalb an dieser Stelle alle Interessierte (insbesondere Zeitzeug_innen und Historiker_innen) darum bitten, uns bei unserem Vorhaben zu untersützten.
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