Archiv der Kategorie 'lebenswelten'

ein bericht von »ende gelände!«

»Das Kon­zept von »Ende Gelände!« ist mehr als auf­ge­gan­gen. Am Pfingst­sonn­tag ver­hin­dern nach 48 Stun­den noch immer Akti­vis­t_in­nen den Nach­schub des Braun­koh­le­kraft­werks »Schwarze Pumpe« in der bran­den­bur­gi­schen Lau­sitz und beset­zen Gleise, För­der­bän­der und Bag­ger des nahe­ge­le­ge­nen Tage­bau Wel­zow-Süd. Der Betrei­ber Vat­ten­fall fährt das Kraft­werk gedros­selt – am unters­ten Limit im »Not­mo­dus« – um Brenn­stoff zu spa­ren. Meh­rere tau­send Akti­vis­t_in­nen reis­ten im Laufe der Woche zum Kli­ma­camp in die Lau­sitz – dar­un­ter meh­rere Olden­bur­ger_in­nen – um mit zivi­lem Unge­hor­sam gegen Braun­koh­le­ab­bau und –ver­stro­mung zu pro­tes­tie­ren.« (mehr…)

junge wohnungslose in oldenburg

»wie sieht das oldenburg der zukunft aus?«

über 20 % mietsteigerung

Laut Untersuchungen der Statista GmbH liegen die durchschnittlichen Bestandsmieten in Oldenburg momentan bei 7,07 Euro pro Quadratmeter. Von 2009 bis 2014 stiegen die Bestandsmieten hier um 20,4 Prozent, während es im Bundesschnitt nur 15 Prozent waren. Der Wohnungsmarkt in Oldenburg ist derweil nach wie vor angespannt – innerhalb des Autobahnringes werden pro Jahr nur ein bis drei Prozent der Wohnungen frei, außerhalb sogar nur ein Prozent. [Quelle]

ende gelände

anreise zu »ende gelände!«

»Vom 14.-16. August findet im rheinischen Braunkohlerevier die Aktion „Ende Gelände!“ statt, bei der mit vielen (ca.1000) Menschen die Bagger in einem Tagebau gestoppt werden sollen. Die Aktion ist friedlich und soll für so viele Menschen wie möglich zugänglich sein. Jede*r kann soweit gehen, wie er/sie will. Für alle, die zur Aktion ins Rheinland fahren möchten sind hier ein paar Infos/Tipps zur Anreise: Es gibt keine Sonderbusse, die die Fahrt günstiger machen würde. Deshalb bietet sich die gemeinsame Anreise und Rückreise an.

Falls ihr noch Mitreisende aus OL sucht oder Mitfahrmöglichkeiten aus OL anbieten wollt, meldet euch doch hier: oldenburg@ende-gelaende.org. Allgemeine Infos zur Anfahrt Klimacamp gibt es hier, FAQ zur Aktion hier. Wir sehen uns nächste Woche im Tagebau!«

wagenplatzfest 2015


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14 000 euro für kobanê

»Es war ein tolles Bild am 30. Juni im Eversten Holz: 1200 Schülerinnen und Schüler der Oberschule (OBS) Eversten und der IGS Helene-Lange-Schule liefen fröhlich Kilometer um Kilometer unter dem grünen Blätterdach: für die Kinder im syrisch-kurdischen Kobanê, damit ihre zerstörte Schule wieder aufgebaut werden kann nach den Angriffen des „Islamischen Staats“ (IS). Und nun steht das Ergebnis fest, das alle Erwartungen übertroffen hat: 14 000 Euro erliefen die Schüler für diesen guten Zweck.

Bei strahlendem Sonnenschein waren sie gestaffelt nach Jahrgängen am Waldeingang an der Hauptstraße gestartet. Im Vorfeld hatten sich die Schüler Spender gesucht, die ihnen für jede gelaufene 500-Meter-Etappe einen selbst festgelegten Geldbetrag spendeten. Und dann liefen und liefen und liefen sie. „Motiviert durch das Wetter und die schöne Umgebung ebenso wie durch das Erleben des gemeinsamen Projekts engagierten sich die Schülerinnen und Schüler in einer fröhlichen und harmonischen Atmosphäre beim Laufen teilweise bis an die Grenzen ihrer Möglichkeiten“, sagt OBS-Leiter Dr. Jürgen Boy. Durch die extremen Laufleistungen und die Großzügigkeit der Spender kam sehr viel Geld zusammen, kein Spender sollte dabei aber über seine Möglichkeiten gehen. Da noch nicht alle Beiträge eingesammelt sind, wird sich die Summe auch noch leicht erhöhen.« (mehr…)

7 tage… unter kindern

jîyana nû – neues leben

»Nach der großen Zerstörung der syrisch-kurdischen Stadt Kobanê bei ihrer Verteidigung gegen den sogenannten «Islamischen Staat» ist Kobanê zum Symbol des Widerstands geworden. Der entschlossene Kampf gegen die Angriffe der terroristischen Fundamentalisten hat aber auch viel Leid und Opfer gefordert. Die meisten Häuser und Straßen in Kobanê liegen in Schutt und Asche. Viele Schulen und Krankenhäuser sind zerstört. Die Infrastruktur liegt brach. Die Menschen, die in Kobanê ausgehalten haben bzw. seit einiger Zeit wieder zurückkehren, leben unter schwersten Bedingungen. Die ehemaligen Bewohner/innen der Stadt, die noch auf der Flucht sind, möchten so schnell wie möglich wieder in ihre Stadt zurück.

Die Menschen brauchen dringend Hilfe, um bald wieder ein Leben in Kobanê möglich zu machen. Die Helene Lange Schule und die Oberschule Eversten haben auf Initiative der Projektgruppen „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ beider Schulen beschlossen, einen Beitrag zum Wiederaufbau in Kobanê zu leisten. Wir wollen dabei helfen, dass den Kindern in Kobanê die Möglichkeit gegeben wird, wieder zur Schule zu gehen und ein wenig Normalität zurückzuerlangen. In Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation „medico international“, die Kobanê schon seit mehreren Jahren unterstützt, wollen wir den Wiederaufbau einer Schule ermöglichen. Solidarität macht Schule« [http://jiyananu.blogsport.de/]

Hier das Spendenkonto:
Landessparkasse zu Oldenburg
Empfänger: Schulen ohne Rassismus Oldenburg
Stichwort: Eine Schule für Kobanê
IBAN: DE20 2805 0100 0023 1286 63

wohnen darf kein luxus sein


Liebe Grüße nach Lichtenberg.

teilhabe statt ausgrenzung

»Teilhabe statt Ausgrenzung, miteinander reden statt übereinander: Mehrere hundert Menschen zogen am Sonnabendvormittag vom Hauptbahnhof via Pferdemarkt Richtung Innenstadt, um mit dem Protestzug der Forderung nach Gleichstellung von Menschen mit Behinderung Nachdruck zu verleihen. Jedes Jahr um den 5. Mai herum wird europaweit bei diesem Protesttag für Toleranz und Akzeptanz anstelle von Vorurteilen geworben.« (mehr…)

streit um den alten hafen

»In Oldenburg sorgt derzeit der alte Hafen für Gesprächsstoff. Früher war das Wohnviertel günstiges Wohnquartier. Nun lockt das Wohnen am Wasser immer mehr betuchte Mieter.«

kampf gegen wohnheim-verkauf

»In Oldenburg kämpfen Bewohner eines Studentenwohnheims gegen den Verkauf des Gebäudes. Sie wollen weiter günstig und selbstorganisiert zusammenleben. Noch führt die Internetseite des Studentenwerks Oldenburg (SWO) das Wohnheim an der Alteneschstraße 13 und 15, sein kleinstes, auf. Noch. Denn die ersten Kaufinteressenten haben sich die beiden rund 120 Jahre alten ehemaligen Schulgebäude bereits angesehen. Bei einem Verkauf würden die vier Wohngemeinschaften wohl aufgelöst werden. Doch ihre 24 BewohnerInnen wehren sich.
Überraschend ist das nicht. Die Altenesch-WGs waren schon immer speziell. Nicht lange nachdem das SWO in den 1980ern mit Landesmitteln die Gebäude erwarb und die Klassenzimmer zu Wohnungen umbaute, machten die BewohnerInnen ihrem Vermieter klar, dass sie sich entgegen der SWO-Praxis künftig selbst ihre NachmieterInnen aussuchen werden. Bis heute ist das so. Und trotz mehrfachem Wechsel in der Belegschaft der beiden denkmalgeschützten Häuser hat sich an ihrem Selbstbewusstsein nichts geändert. Das sei eine Gruppe, die sich schon immer aktiv eingesetzt hätte, auch für ihre Interessen, sagt Studentenwerk-Geschäftsführer Ted Thurner. Auf Thurner sind sie sauer in den Altenesch-Häusern, fühlen sich überrumpelt von Baubegehung und KaufinteressentInnen-Besichtigung. „Wir wollen hier wohnen!“, stellen sie in einer von fast 1.000 Personen unterzeichneten und dem SWO-Vorstand übergebenen Unterschriftenliste fest. Sie wollen nicht auf Selbstorganisation, gewachsene Gemeinschaft, Garten und die günstige Warmmiete von rund 180 Euro verzichten. Billiger lässt sich in Oldenburgs unter Druck geratenem Wohnungsmarkt fast nichts mehr mieten.
« (mehr…)

das sportamt bleibt besetzt!

Seit dem 2. April ist das Alte Sportamt in Bremen nach vier Jahren einer sogenannten Zwischennutzung besetzt. »Das Alte Sport­amt möch­te Men­schen aus ver­schie­dens­ten Zu­sam­men­hän­gen einen Raum bie­ten, um ge­mein­sam oder al­lei­ne un­kom­mer­zi­ell und frei von Pro­duk­tio­szwang und Leis­tungs­er­war­tun­gen künst­le­risch zu ar­bei­ten und Kul­tur zu ge­stal­ten. Mit dem Pro­jekt soll eine of­fe­ne und viel­schich­ti­ge Struk­tur ge­schaf­fen wer­den, die frei ist von ag­gres­si­ven Leis­tungs­er­war­tun­gen, se­xis­ti­schem Rol­len­ver­hal­ten, Ras­sis­mus, Homo-/Trans­pho­bie und An­ti­se­mi­tis­mus. Da sich das Alte Sport­amt als so­zio­kul­tu­rel­les Pro­jekt ver­steht, soll es nicht nur zum künst­le­ri­schen Ar­bei­ten Platz bie­ten, son­dern auch fürs So­zia­le und Po­li­ti­sche«, so die Nutzer*innen. Die Erklärung zur Besetzung findet ihr hier; etwas musikalisches dazu hier; Info`s zum aktuellen Stand hier.