kalt duschen – von amts wegen!

»Mit Badewanne und Gummi-Ente im Jobcenter. Nur kalt duschen? Auch nicht wenn die Warmwasser-Bereitung elektrisch erfolgt! Stadt und Jobcenter sollen die Übernahme der tatsächlichen Stromkosten fürs Warmwasser sicherstellen, mit dieser Forderung zogen Erwerbslose am 10.3. ins Oldenburger Jobcenter und unterstützten damit den bundesweiten Aktionstag der Kampagne AufRecht bestehen.

Am Donnerstag, 10. März, baute eine Gruppe Erwerbsloser in Bademänteln und ausgestattet mit Gummi-Enten im Foyer der Agentur für Arbeit in Oldenburg eine Badewanne auf, füllte sie mit Wasser und erwärmte das Badewasser mit Tauchsiedern und elektrischen Wasserkochern. „Warmwasser: Übernahme der vollen Stromkosten!“ war auf einem Transparent zu lesen, Flugblätter wurden verteilt und die anwesenden Erwerbslosen über kurze Ansprachen über den Sinn der Aktion aufgeklärt. Hintergrund des Protests ist das Problem vieler Grundsicherungsbezieher, dass sie ihr Wasser mit Strom aufwärmen müssen, die Pauschalen, die das Jobcenter dafür gewährt, aber viel zu gering sind. Dies führt in vielen Fällen zu erheblichen Stromschulden von mehreren Hundert Euro bei den Betroffenen. Die Erwerbslosen fordern, solange es keine bundesweite Regelung für dieses Problem gibt, die volle Übernahme der Stromkosten durch das Jobcenter oder die Stadt Oldenburg. Schon nach kurzer Zeit erschien allerdings Herr Döring vom „Inneren Service“ der Agentur für Arbeit, verweigerte jede Diskussion, ließ sofort die Polizei rufen und drohte mit Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruchs, wenn die Erwerbslosen nicht sofort das Haus verlassen würden. Nach Aufforderung der Polizei verließen die friedlichen DemonstrantInnen schließlich unter Protest das Gebäude und setzten ihre Aktion vor dem Eingang der Agentur fort.« [Quelle]


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