»bürger aus der mitte« sagen kundgebung ab

»„Werte sind nicht verhandelbar“ – unter diesem Motto sollte eine Kundgebung der „Bürger aus der Mitte Oldenburg“ am heutigen Montag Abend vor dem Oldenburger Hauptbahnhof stehen. Die Versammlung, für die sich ein breites Spektrum aus „besorgten Bürger*innen“, Aktivist*innen der „Bürgerwehren“, der „Alternative für Deutschland“, des Oldenburger PEGIDA-Ablegers und der neonazistischen Hooliganszene interessierte, ist nun jedoch offiziell von den Organisator*innen abgesagt worden. Nachdem die Facebookveranstaltung zur Kundgebung zunächst kommentarlos gelöscht wurde, äußerten sich die „Bürger aus der Mitte“ am Samstag Abend in einem Statement. Hier wurde vor allem die Angst vor massiven Gegenprotesten geäußert, ebenso wie die Befürchtung, dass die Veranstaltung „in die rechte Ecke“ gestellt werden könnte und dass Neonazis an der Versammlung teilnehmen könnten. Dazu sei gesagt, dass es natürlich kein Zufall ist, dass sich Neonazis und Rassist*innen mit den Inhalten der vermeintlichen „Bürger aus der Mitte“ identifizieren können. Immerhin schreiben diese in ihrem Statement von einem „eklatanten Sicherheitsproblem“ durch den Zuzug von Geflüchteten. Außerdem wird klar betont, sich nicht von AfD und PEGIDA distanzieren zu wollen. Im Gegenteil – es wird sich positiv auf sie bezogen.
Da die „Bürger aus der Mitte Oldenburg“ ihre Kundgebung abgesagt haben, sagen auch wir unsere für heute Abend geplanten Proteste am Bahnhof ab. Die „Bürger aus der Mitte“ kündigen statt dessen an, in Zukunft geschlossene Saalveranstaltungen durchführen zu wollen. Hier gilt es, weiterhin genau hinzuschauen.
« [Quelle]


1 Antwort auf “»bürger aus der mitte« sagen kundgebung ab”


  1. 1 Anonymous 10. Februar 2016 um 11:26 Uhr

    Laut Polizeibericht drangen am vergangenen Wochenende Deutsche in eine Geflüchtetenunterkunft bei Aurich ein und hinterließen dort rassistische Parolen, siehe http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/104233/3246466

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