care revolution

»Nennen wir es Care-, Sorgearbeit, Fürsorge, Helfen, Solidarität, gegenseitige Hilfe – Sich Kümmern, ob um Kinder, Alte, Kranke, Arbeitslos- und Obdachlose, Flüchtlinge, Freunde, Mitmenschen, ist ein zentrales Moment menschlicher Tätigkeit und vermutlich dasjenige, was die Gesellschaft am lebenswertetesten macht. Diese Tätigkeiten sollten deshalb, denkt man darüber nach, was eine vernünftige Gesellschaft und gutes Leben für alle ausmacht, im Mittelpunkt stehen. Das Gegenteil ist leider der Fall. Sich kümmern ist riskant. Auf individueller Ebene, wo es überwiegend von Frauen erledigt wird, die deshalb weniger Lohn verdienen, weniger „wichtige“ gesellschaftliche Positionen innehaben und kleinere Renten beziehen. Auf gesellschaftlicher Ebene, weil Sich Kümmern Kosten bedeutet, weil Staatsausgaben Kostennachteile sind, sie womöglich Steuererhöhung verursachen und weil Kapital dann in andere Länder abwandert. Sich Kümmern muss zwar irgendwie erledigt werden, aber am besten kostenneutral durch privates Engagement oder niedrigentlohnt, so der faktische politische Konsens.« (mehr…)


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