Archiv für November 2015

ein herbst gegen das vergessen

»Ein Herbst voller Erinnerungen, über zwei Monate gegen das Vergessen – das haben die Graf-Anton-Günther Schüler im Rahmen des Erinnerungsgangs 2015 geplant. Gemeinsam mit dem Oldenburger Arbeitskreis werden unter dem Motto „Ge(h)denken Über.Leben“ zahlreiche Veranstaltungen und Projekte realisiert. In diesem Rahmen wird in der Stadt und dem Landkreis Oldenburg an die jüdischen Mitbürger erinnert, die zur Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Anlass des Erinnerungsgangs sind die Novemberpogrome 1938, bei denen auch in Oldenburg Juden verhaftet und deportiert wurden. (…) Ein umfangreiches Programm mit Ausstellungen, einer Lesung, Gottesdiensten und natürlich dem Erinnerungsgang am 10. November füllen die kommenden Wochen. (…) Den Erinnerungsgang, der im Innenhof der Landesbibliothek am Pferdemarkt startet, wurde im Jahr 1981 vom Arbeitskreis ins Leben gerufen.« [Quelle] Das Programm rund um den Erinnerungsgang (10. November, 15 Uhr, Hof der Landesbibliothek) findet ihr hier.

anthropologie und linke theorie

Am 15.11.15 gibt es um 11 Uhr gleich zwei Vorträge zum Themenkomplex »Anthropologie und Linke Theorie« in der ALSO. Dr. Rainer Adamaszek referiert über die Frage: »Viktor von Weizsäckers Lebenswerk – ein Beitrag zur Kritischen Theorie?«. Anschließend fragt Prof. em. Helge Peters unter dem Titel »Philosophische Anthropologie. Was der rechte Arnold Gehlen der Linken zu bieten hat«. Mehr Info`s dazu findet ihr hier.

rabins weg

»Das Attentat auf Premierminister Rabin vor 20 Jahren hat Israel verändert. Die Aussöhnung mit den Palästinensern ist in weite Ferne gerückt. Rabins Anhänger wollen den Friedensprozess nun wieder in Schwung bringen. Eindrücke einer bewegenden Gedenkfeier in Tel Aviv.« [Quelle]
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die nazis in whv stoppen

»Die „Wilgida“ hat auf ihrer FB-Seite zu einer Kundgebung gegen „Asylmissbrauch und Masseneinwanderung“ aufgerufen! Am 07.11.2015 um 13 Uhr wollen die Neonazis sich an der Posener Straße, Ecke Preußenstraße versammeln.

Seit den vergangenen Wochen erstarkt die rechte Szene um Personen wie Daniela Bliesener, Volker Hillnhütter, Jens Wagenlöhner und Jens Malte Hillers in Wilhelmshaven erneut. So wurden z.B. Antifaschisten mit Autos gejagt, Veranstaltungen im DGB-Haus angegriffen, gegen geflüchtete Menschen gehetzt und ein Willkommensfest für Flüchtlinge versucht zu stören. Außerdem besetzt die „Wilgida“ und ihre SympathisantInnen zunehmend öffentliche Räume und bestimmt somit das Stimmungsbild in der Stadt. Deshalb ruft der Antifaschistische Anker WHV zu Gegenveranstaltungen auf allen Ebenen auf, um ein Zeichen gegen Intoleranz, Rassismus und Hass zu setzen! Genaue Angaben zu Ort und Zeit folgen!« [Quelle]

flit*-gruppen stellen sich vor

neues zum npd-verbot

Am 3. Dezember 2013 hat bekanntlich der Bundesrat einen erneuten NPD-Verbotsantrag beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Nun, knapp zwei Jahre später, scheint die heiße Phase des Verfahrens zu beginnen. »Nach Informationen des RND (RedaktionsNetzwerk Deutschland) aus Gerichtskreisen plant der zuständige Zweite Senat in Karlstruhe eine Entscheidung in der Sache bis spätestens April 2016. In Kürze will der von Peter Müller angeführte Senat bereits entscheiden, ob es zu einer mündlichen Verhandlung kommen soll«, berichtete die HAZ am 23.10.2015.

Sollte es tatsächlich zu einem Verbot der ältesten Rechtspartei Deutschlands kommen, hätte dies auch in Oldenburg direkte Konsequenzen. So würde der braune Ratsherr Eigenfeld in diesem Falle aufgrund des § 52 III des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes seinen Sitz im Stadtrat einbüßen. Bedeutender dürfte jedoch sein, dass durch das Verbot eine öffentlich wahrnehmbare Nazistruktur aufgelöst wird, die in Oldenburg seit fast 50 Jahren als Anlaufstelle für Nachwuchsnazis und als Durchlauferhitzer zur Radikalisierung derselben mehr oder weniger präsent ist [Info].

#nazis