Archiv für Oktober 2015

antirassistische aktionswochen 2015


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steuerschuldner statt hetzer-höcke

Der vom Oldenburger/Ammerländer AfD-Verband für den 23. Oktober um 19 Uhr im Hotel & Gesellschaftshaus Wöbken beworbene Auftritt des eindeutig im rechten Spektrum zu verortende Vorsitzende der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag Björn Höcke findet angeblich »aus terminlichen Gründen« nicht statt. Als Ersatz tritt nun der Landessprecher der AfD Nordrhein-Westfalen und Mitglied des Europaparlaments, Marcus Pretzell, an diesem Abend als Referent auf. Der ehemalige FDP`ler ist laut des Göttinger Instituts für Demokratieforschung ein »Vertreter rechtspopulistischer Strömungen an der Parteibasis« und wurde vor allem durch seine privaten Steuerschulden berühmt, die zur Pfändung eines AfD-Parteikontos führten.

deutsche frauen:
bedroht von flüchtlingen?

Und weil es so schön dazu passt, gibt es als Bonus noch einen rassistischen Kommentar aus dem [regentied]-Giftschrank: »ihr wichtelmänner seid die neuen Faschisten dieses Landes. Der nächste Schutzsuchende sucht diesen unter den Slips eurer Freundinnen, lach.«

deutscher kapitalismus 1950-2013

Am 18. Oktober stellt Helmut Rehbock um 11 Uhr in der ALSO das Buch »Entwicklung des deutschen Kapitalismus 1950-2013« von Stephan Krüger vor. »Stephan Krüger arbeitet seit den 1990er Jahren als Unternehmensberater für Belegschaften, Betriebsräte und Gewerkschaften. Er hat bereits einige Bücher zur marxistischen Wirtschaftstheorie veröffentlicht. In seinem neuen Buch stellt er grundlegende Funktionen der Wirtschaft Deutschlands aus marxistischer Sicht dar und vermittelt so wichtige Einsichten über Kapitalakkumulation, Krisen, Entwicklungstendenzen, Überakkumulation, Lohnentwicklung, ökonomische Staatsfunktionen, Finanzmärkte und die Euro-Zone. In dem Vortrag werden die wichtigsten Themen aus Krügers Buch vorgestellt. Weil die theoretischen Grundlagen dort nur sehr knapp erläutert werden, wird auch auf Ausführungen aus dem älteren Buch von 2010 „Allgemeine Theorie der Kapitalakkumulation” zurückgegriffen.« [Quelle]

oldenburgia – fuck u



»Von Russland her drückt Hoch Oldenburgia Kälte nach Deutschland.
« [Quelle]

rassistische hetze jetzt täglich geplant

»Gestern floppte eine versuchte rassistische Mobilisierung im Oldenburger Stadtteil Etzhorn. Nur einen Tag später tauchten neue Flyer auf, die sich nicht nur noch eindeutiger in rassistischen Ressentiments versuchen, sondern nun auch dazu aufrufen, sich täglich um 18.00 Uhr, an den Wochenenden um 12.00 Uhr, vor der geplanten Unterkunft für Geflüchtete zu versammeln. Am heutigen Sonntag, 11.10. blieb es um 12.00 Uhr vor der geplanten Unterkunft ruhig. Wie sich die kommenden Tage entwickeln werden, bleibt abzuwarten.Rassistische Hetze darf niemals unwidersprochen bleiben. Schon gar nicht, wenn sie direkt vor einer Unterkunft für Geflüchtete stattfinden soll. Achtet auf weitere Ankündigungen.« [Quelle]

Info`s zur antirassistischen Mobilisierung findet ihr u.a. hier.

erschütternde bilder aus dresden

300 bekunden solidarität mit geflüchteten

»Nachdem kurzfristig bekannt wurde, dass in Oldenburg-Etzhorn eine Unterkunft für ca. 500 Geflüchtete entstehen soll, tauchten im Stadtteil Plakate auf, die zu einem „Spontantreffen zur Diskussion“ am Samstag Mittag aufriefen. Die inhaltliche Schwerpunktsetzung (es sollten die „Folgen für die umliegenden Gewerbetreibenden und Anwohner“ diskutiert werden) ließ schon im Vorfeld darauf schließen, dass dieser Aufruf aus der Neonaziszene kommt, getarnt als Diskussionsrunde für Anwohner*innen.


Neonazis am Rande der geplanten Unterkunft für Geflüchtete

Das Vorhaben der Neonazis, an der breiten Öffentlichkeit vorbei im Stadtteil rassistische Ressentiments zu schüren, misslang. Antifaschistische, antirassistische und zivilgesellschaftliche Zusammenhänge mobilisierten dazu, ebenfalls zum angegebenen Zeitpunkt zur geplanten Unterkunft zu kommen und Solidarität mit Geflüchteten zu zeigen. Schließlich kündigten sich die Neonazis der NPD-Oldenburg sowie der Kameradschaft „Freies Oldenburg“ dann auch via Facebook an. Letztlich demonstrierten mehr als 300 Menschen vor der geplanten Unterkunft und erteilten rassistischer Hetze eine eindrucksvolle Absage. Die Mobilisierung der Neonazis darf hingegen getrost als „gefloppt“ bezeichnet werden. Lediglich eine vierköpfige Gruppe ließ sich blicken.« (mehr…)

+++kundgebung wegen anschlag in ankara+++

»Heute, am 10. Oktober gibt es um 16 Uhr am Hauptbahnhof in Oldenburg eine Kundgebung in Solidarität mit den Opfern des heutigen Anschlages in der türkischen Hauptstadt Ankara. Bei zwei Bombenexplosionen sind mindestens 86 Teilnehmer*innen einer von der linken Partei HDP organisierten Friedenskundgebung getötet worden. Mehr als 125 Menschen wurden verletzt.«

klare ansage

»Eine geplante Flüchtlingsunterkunft – und eine rechte Gruppe, die mit besorgten Bürgern „ins Gespräch“ kommen wollte. Die Antifa bekam davon Wind und mobilisierte rund 200 Menschen zu einem Gegentreffen. Ein anonymer Aufruf zu einem „Spontantreffen“ an der geplanten Notunterkunft für Flüchtlinge am Stubbenweg hat am Sonnabend über Mittag bis zu 200 Menschen mobilisiert. Nach 13 Uhr löste sich die Versammlung ohne Zwischenfälle auf. Unbekannte hatten auf Flugblättern, die auf einen rechtsradikalen Hintergrund schließen lassen, dazu aufgerufen, mit Anwohnern und Gewerbetreibenden „ins Gespräch“ zu kommen. Daraufhin hatten verschiedene Gruppierungen, darunter die Flüchtlingsinitiative Ibis, die sozialistische Jugend und die Antifa-Bewegung, Anhänger für ein „Gegentreffen“ mobilisiert. Zur Flüchtlingsunterkunft waren auch Etzhorner Bürger gekommen, die auf Informationen zu der Flüchtlingsunterkunft gehofft hatten.

Die Polizei erteilte nach eigenen Angaben einer Gruppe von 8 bis 10 Personen, die sich in Sichtweite zum leer stehenden Mios-Großmarktes aufhielten, einen Platzverweis. Es habe sich abgezeichnet, dass von diesen Personen „Probleme“ ausgehen würden, sagte der Einsatzleiter der NWZ. Möglicherweise standen diese Personen mit den Initiatoren des anonymen „Spontantreffens“ in Verbindung. An der Einfahrt zur Notunterkunft waren Transparente mit der Aufschrift „Wut und Hass dem rassistischen Mob“ und „Antifaschistische Aktion“ zu sehen. Da sich zahlreiche Personen auf der Fahrbahn aufhielten, sperrte die Polizei den Stubbenweg zeitweise für den Autoverkehr.« [Quelle]

die rassist*innen stoppen

»Rund um die geplante Flüchtlingsnotunterkunft in Etzhorn (Stubbenweg, ehem. Mios-Großmarkt) sind seit gestern Flugblätter von „Besorgten Bürgern“ aufgetaucht, die umliegende Gewerbetreibende und Anwohner dazu aufrufen, sich am Samstag um 12 Uhr vor der Unterkunft zu treffen, um bei Kaffee und Kuchen „die Folgen zu diskutieren“ … Wir (Anwohner/Privatpersonen, die sich nicht mit intoleranten und rassistischen Tendenzen abfinden wollen) rufen deswegen zeitgleich (Samstag, 12 Uhr) zu einer „spontanen Anwesenheit“ vor der geplanten Unterkunft auf und hoffen auf Unterstützung und Solidarität durch „das andere“, antirassistische Oldenburg! Treffpunkt ist am 10. Oktober, 12 Uhr im Stubbenweg (Etzhorn) vor dem ehemaligen Großmarkt. Wenn Ihr mit dem Rad kommen wollt: Gemeinsame Fahrt vom HBF (Vorplatz) zum Stubbenweg im geschlossenen Verband – Start: 11.30 Uhr! Bitte viral verbreiten, insbesondere an Menschen und Orgas, die sich bereits mit dieser Thematik auseinandersetzen! Bitte kommt zahlreich und setzt ein Zeichen gegen Fremdenhass und Intoleranz in dieser Stadt!« [Quelle]

+++ kundgebung gegen das pkk-verbot +++

»Am morgigen Freitag den 9. Oktober um 16 Uhr wird es am Hauptbahnhof in Oldenburg eine Kundgebung gegen die Isolationshaft Abdullah Öcalan und für die Aufhebung des PKK-Verbots geben.«

im hohen norden


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»untragbar als elternvertreter«

»Er bezeichnet sich als nationalkonservativ, organisierte die Olgida-Demo in Oldenburg und nennt seine dunkelhäutige Ehefrau „mein Negerküsschen“: Ex-AfD-Mitglied Christian Pothin ist nach Meinung der Lehrergewerkschaft GEW untragbar als Elternvertreter. Seit Jahresbeginn sitzt der Wildeshauser Christian Pothin im Landeselternrat. Nun fordert eine Kommission der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), ihn aus dem Gremium auszuschließen. „Pothins rassistische und volksverhetzende Äußerungen sind nicht hinnehmbar“, teilte der ebenfalls aus Wildeshausen stammende Leiter der Kommission, Ralf Beduhn, mit.

Pothin hatte bereits 2013 für Schlagzeilen gesorgt. Damals war er noch Kreisvorsitzender der AfD und Bundestagskandidat. Nachdem er sich bei Facebook despektierlich über Homosexuelle und Übergewichtige geäußert hatte, gab es mächtig Wirbel. Pothin trat schließlich erst als Kreisvorsitzender zurück und später auch aus der Partei aus. In diesem Frühjahr hatte er sogenannte Olgida-Demonstrationen in Oldenburg angemeldet und trat bei Pegida-Veranstaltungen auf(mehr…)

verschwunden in deutschland

Am Freitag, 6. November 2015 gibt es um 18 Uhr im Schlaues Haus, Schloßplatz 16 eine Lesung von Imke Müller-Hellmann aus ihrem Buch »Verschwunden in Deutschland« und anschließend eine Diskussion zur Geschichte des KZ Engerhafe. »Eine Enkelin auf Spurensuche: Imke Müller-Hellmann nimmt Kontakt zu Nachfahren der KZ-Opfer auf. Den Impuls dazu gaben die Erzählungen ihrer Großmutter Elli Müller. Als junge Frau erlebte diese, wie in ihrem Dorf Engerhafe in Ostfriesland von Oktober bis Dezember 1944 ein Konzentrationslager existierte. Oft sah Elli Müller die ausgemergelten Häftlinge durch den Ort marschieren. Ein Anblick, den sie nie mehr vergaß. Imke Müller-Hellmann schreibt Briefe, recherchiert im Internet, besucht Gemeinden und Museen. Schließlich reist sie quer durch Europa: zu elf Familien in sieben Ländern. Sie lässt sich von Widerstandskämpfern und Partisanen erzählen, vom spanischen Bürgerkrieg und vom Warschauer Aufstand, vom Schweigen in den Familien und vom Leid der Hinterbliebenen. Erinnerungsarbeit und gelebte Versöhnung sind Gegenstand des Abends. Einen weiteren Gesprächsimpuls gibt Ann-Christine Stölpe, Studentin der Universität Oldenburg, mit ihrer erinnerungskulturellen Betrachtung. Abschließend diskutieren wir mit den Referent_innen und einem/er Vertreter_in des Engerhafe e.V.« [Quelle]