putz-kräfte kämpfen gegen die uhr

»Reinigungskräfte in Oldenburg kämpfen nicht nur gegen Staub, Dreck und volle Papierkörbe. Sie kämpfen immer häufiger vor allem gegen die Uhr. Das hat die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU Nordwest-Niedersachsen kritisiert. Von den Reinigungskräften werde verlangt, immer mehr Fläche zu machen – ohne dafür allerdings mehr Zeit zu bekommen, heißt es in einer Stellungnahme der Gewerkschaft zur laufenden Tarifrunde. Eine aktuelle Herbst-Umfrage der IG Bau unter Beschäftigten der Branche, an der auch Gebäudereinigerinnen und Fensterputzer aus Oldenburg beteiligt waren, habe gezeigt: 57 Prozent der Reinigungskräfte haben in den letzten zwei Jahren ein größeres Reinigungsrevier zugewiesen bekommen – und das bei gleichbleibender Stundenzahl. Neun von zehn der Befragten hätten angegeben, bei der Arbeit unter großem Zeitdruck zu stehen. „Das Putz-Tempo nimmt zu. Der Druck auf die Reinigungskräfte ist dabei enorm. Es ist der Kampf „Mensch gegen Minute“, sagt IG-Bau-Bezirkschef Hans-Otto Rohde. In Oldenburg arbeiten nach Angaben der Gewerkschaft derzeit rund 2800 Beschäftigte in der Gebäudereinigung. Davon seien jedoch 55 Prozent lediglich Mini-Jobber. „Die Branche hat ein Vollzeit-Job-Problem: Immer häufiger werden reguläre Arbeitsplätze abgeschafft und durch Teilzeitkräfte oder Mini-Jobber ersetzt“, so Hans-Otto Rohde. Die Branchen- Umfrage habe ergeben, dass 28 Prozent der Beschäftigten täglich Überstunden machen müssten. Als „besonders dreist“ wertet der Vorsitzende der Gebäudereiniger-Gewerkschaft in der Region, dass Überstunden in rund 30 Prozent der Fälle nicht einmal bezahlt würden.« [Quelle]


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