»vfb für alle« gewinnt julius hirsch-preis

»Auch am Tag nach der Bekanntgabe der Preisträger des Julius-Hirsch-Preises kann Jan Krieger, Vorstand der Faninitiative des VfB, die Ehrung kaum fassen. Der „VfB für Alle“ hofft auf neue Unterstützer im Kampf gegen Rassismus und Homophobie. (…) „Da haben wir nicht mit gerechnet“, sagt er, „wirklich nicht.“ Seine Zweifel hielt er – unabhängig von den vielen bemerkenswerten Vereins-Aktionen auf lokaler und überregionaler Ebene – für durchaus begründet: „Mehr als 200 Konkurrenten gab es – da haben wir Kleine doch eigentlich gar keine Chance!“ Eigentlich. Krieger und seine Vereinskollegen müssen nun also akzeptieren, dass der DFB ihr privates Engagement in höchsten Ehren würdigt und damit gleichermaßen deutschlandweit vorstellt. „Sprachlos“ mache ihn das, freudig überdies. Gleiches dürfte der „VfB für Alle“ in den knappen drei Jahren seines Bestehens mit vielen mehr oder minder stillen Beobachtern der hiesigen Fanszene geschafft haben.

Wort- und bildgewaltige Aktionen gegen Rassismus und gegen Homophobie – so etwas muss eine aktive Fußballfanszene erst einmal verkraften. Eins sei vorweg genommen: sie hat es getan. Mit Bravour. Dabei habe es durchaus Anlaufschwierigkeiten gegeben, auch Erklärungszwänge ab und an. Dann aber nahm nicht nur die Anhängerschaft, sondern auch „der VfB unsere Ideen offen an“, wie Krieger sagt. Was daraus folgte, war ganz offenbar beispiellos. Auch für den so großen, mächtigen Fußballbund. Beispiele gefällig? Flüchtlinge wurden zu den Spielen eingeladen, Solidaritätskonzerte veranstaltet, Spendensammlungen ebenso. Es gab die „Ballarbeit“-Ausstellung, Podiumsdiskussionen – auch zum Vereinsleben in der NS-Zeit, Stadionchoreographien, antirassistische Aktionswochen, einen runden Tisch gegen rechte Symbolik im Stadion, den „Augen Auf!“-Ratgeber gegen rechte Gewalt, die Ausrichtung des bundesweiten „Fußballfans gegen Homophobie“-Netzwerktreffens samt Teilnahme am Christopher Street Day und vieles vieles mehr.« (mehr…)


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