Archiv für Juni 2015

es ist deutsch in kaltland

kobanê-solidemo in bremen

Samstag, 27.06.2015 | 14 Uhr | Hauptbahnhof Bremen

»Am Donnerstag hat der sogenannte Islamische Staat (IS) erneut die kurdische Stadt Kobanê in Rojava (Nordsyrien) angegriffen. In Kobanê und BerxBotan, einem Dorf 30 km südlich von Kobanê, hat der IS laut Berichten der Nachrichtenagentur Firatnews mehr als 42 Zivilist_innen massakriert und über 55 Menschen schwer verletzt. Nach Angaben des Demokratischen Gesellschaftskongresses (DTK) wurde die Stadt von drei Seiten aus angegriffen, darunter auch von der türkischen Grenze aus. Die Unterstützung des IS durch die türkische Regierung wurde in den letzten Wochen immer offensichtlicher. Das heutige Massaker zeigt erneut, dass IS Kämpfer ohne Probleme die türkisch-syrische Grenze passieren können. Nach Berichten der Nachrichtenagentur Firatnews wurden zudem IS-Kämpfer nach ihrer Flucht aus Kobanê vom türkischen Militär geschützt (mehr…)

größte streik-welle seit mehr als 20 jahren

»Das laufende Jahr wird eines der größten Streik-Jahre seit der deutschen Wiedervereinigung. Nach neuesten Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) haben die Tarifauseinandersetzungen in zahlreichen Branchen seit Jahresbeginn zu 500 000 ausgefallenen Arbeitstagen geführt. Das sind dreimal so viele Ausfalltage wie 2014 und der höchste Wert seit 1993. Damals registrierte das IW 593 000 Ausfalltage wegen Streiks. 1992, dem bisher größten Streik-Jahr seit der Wiedervereinigung, fielen nach IW-Angaben insgesamt 1,5 Millionen Arbeitstage aus. IW-Tarif-Experte Hagen Lesch erklärte gegenüber BILD: „Schuld sind vor allem die massiven Warnstreiks in der Metall- und Elektro-Industrie zu Beginn des Jahres und die unbefristeten Streiks bei Kitas und Post.“ Lesch schloss nicht aus, dass 2015 sogar das zweitgrößte Streikjahr aller Zeiten im wiedervereinigten Deutschland werden könnte. „Mit jedem weiteren Streiktag bei der Deutschen Post kommt bei der derzeitigen Streikbeteiligung eine fünfstellige Summe an Ausfalltagen hinzu“, sagte Lesch gegenüber BILD.« [Quelle]

trotz eigener not

150 arbeiter*innen bangen um jobs

»„Erleben, was verschwindet“, so hatten einige Mitarbeiter ihre Protestplakate am Mittwoch in Anlehnung an den Telekom-Werbespruch „Erleben, was verbindet“ getitelt. Tatsächlich gibt es derzeit nur wenig echte Bindung zwischen der Telekom-Führungsetage und dem Technischen Service in Oldenburg. Die eine Seite plant eine Marktbereinigung im großen Stil und die Reduzierung aller bundesweiten Standorte von 153 auf 23. Die Telekom verspricht sich dadurch eine größere Servicequalität und mehr Wirtschaftlichkeit im Innendienst (NWZ  berichtete). Was bei Beschäftigten in Oldenburg aber ankommt, wirkt weniger begeisternd: Totaler Rückzug aus der Region, Vernichtung von Arbeitsplätzen, Gefährdung des Ausbildungsstandortes.« (mehr…)

polizist begrabscht kollegin

»Erst soll er seiner Kollegin während einer Einsatzübung an die Brust gefasst, wenig später dann auch noch mit dem Satz „Ich fasse Frauen da an, wo ich will, wenn keiner hinguckt“ beleidigt haben. Trotzdem wurde der Polizeibeamte nun von einer Strafrichterin des Amtsgerichts Oldenburg vom Vorwurf der Beleidigung freigesprochen. (…) Da besagte Äußerung nun aber auch etwas später fiel – als die Polizistin den Angeklagten im Anschluss an das Einsatztraining auf die Berührung angesprochen hatte –, habe diese der Berührung keinen ehrverletzenden Charakter mehr geben können. (…) Das Gericht war nach der Beweisaufnahme – in der weitere Polizisten befragt wurden – davon überzeugt, dass der Angeklagte der Frau an die Brust gefasst und damit die Übungssituation, in der zwei Beamte sie aus einem Auto ziehen sollten, ausgenutzt hatte. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.« [Quelle]

praktische solidarität

Antifaschist*innen aus Deutschland kämpfen in Rojava an der Seite der YPG/YPJ gegen die Mörderbanden des IS.

»es gibt ein recht auf rausch«

»Der Bremer Strafrechtler Lorenz Böllinger fordert einen freien Zugang zu Cannabis. Die deutsche Drogenpolitik sei verfassungswidrig, sagt er im SPIEGEL-Interview. Ein Cannabisnutzer schädige niemanden, höchstens sich selbst:
SPIEGEL: Alkohol und Tabak machen bereits genug Probleme und führen in Deutschland jedes Jahr zu Hunderttausenden Toten. Warum sollten wir mit Cannabis jetzt noch eine dritte Droge freigeben?
Böllinger: Die Sache ist ja die: Cannabis ist bereits da. Wir stehen nicht vor der Entscheidung, eine Droge einzuführen oder abzuschaffen. Millionen Menschen konsumieren Cannabis in unserer Gesellschaft und haben kein Problem damit. Wer Cannabis will, der kriegt es. Nur Bürger meiner Schicht wissen nicht, wo sie es bekommen.
SPIEGEL: Ist es denn vor allem die Unterschicht, die Cannabis raucht?
Böllinger: Keineswegs. Ich sehe das an meinen Kindern: In der Generation der 25- bis 35-jährigen ist das eine Droge, die hin und wieder genommen wird. Das ist ganz normal für sie. Ich denke: Wir dürfen ihnen das nicht länger verbieten.
« (mehr…)

er fehlt

Am 18. Juni 2015 ist Manfred »Manni« Hinderks im Alter von 64 Jahren verstorben. Er war wohl der Einzige im Alhambra, der es schaffte autonome Antifapolitik, seine Familie, Traktorpulling, sein Faible für`s Motorradfahren und Rocker, Lokaljournalismus, eine DKP-Mitgliedschaft und seine VfB-Begeisterung ohne Probleme unter einen Hut zu bekommen. Stur, streitbar, undogmatisch – mit leichter Hand. Einer von den Guten. Er hatte noch viel vor, doch seine Gesundheit machte ihm schon seit Längerem einen Strich durch die Rechnung. Er fehlte … und er wird fehlen.

spanien und podemos

Am 28.06.2015 um 11.00 Uhr organisiert das Linke Forum in den Räumlichkeiten der ALSO einen Vortrag mit anschließender Diskussion zu Thema »Die soziale und ökonomische Lage in Spanien und Podemos«. Der Referent Prof. em. Dr. Carles Ossorio-Capella aus Oldenburg beschreibt seinen Vortrag wie folgt: »Ich möchte mich vor allem mit „Podemos“ („Wir können es“) befassen, einer Bürgerbewegung, die nach 2007 entstand um zu verhindern, dass Personen, die ihre Hypotheken nicht bedienen konnten, mit Hilfe der Polizei aus ihren Wohnungen vertrieben wurden. Nachdem „Podemos“ über große öffentliche Unterstützung verfügte, beschloss man die Umwandlung in eine politische Organisation und sich an Wahlen zu beteiligen. Dieser Beschluss, „Podemos“ in eine politische Organisation umzuwandeln, hatte auch für „Podemos“ schwerwiegende Folgen: Als Volksbewegung hatte sie sich oft außerhalb der Legalität bewegt, während sie jetzt Kompromisse schließen, Verträge und Gesetze einhalten muss. Ziel des einführenden Vortrags ist, die aktuellen Probleme verstehen zu können, mit denen Podemos konfrontiert ist. Deswegen muss informiert werden u.a. über 1. die Anbindung Spaniens an die Europäische Union, 2. die soziale, politische und ökonomische Entwicklung Spaniens in den letzten Jahren sowie 3. die historische Erbschaft des Frankismus.«

oldenburg unterm regenbogen

jîyana nû – neues leben

»Nach der großen Zerstörung der syrisch-kurdischen Stadt Kobanê bei ihrer Verteidigung gegen den sogenannten «Islamischen Staat» ist Kobanê zum Symbol des Widerstands geworden. Der entschlossene Kampf gegen die Angriffe der terroristischen Fundamentalisten hat aber auch viel Leid und Opfer gefordert. Die meisten Häuser und Straßen in Kobanê liegen in Schutt und Asche. Viele Schulen und Krankenhäuser sind zerstört. Die Infrastruktur liegt brach. Die Menschen, die in Kobanê ausgehalten haben bzw. seit einiger Zeit wieder zurückkehren, leben unter schwersten Bedingungen. Die ehemaligen Bewohner/innen der Stadt, die noch auf der Flucht sind, möchten so schnell wie möglich wieder in ihre Stadt zurück.

Die Menschen brauchen dringend Hilfe, um bald wieder ein Leben in Kobanê möglich zu machen. Die Helene Lange Schule und die Oberschule Eversten haben auf Initiative der Projektgruppen „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ beider Schulen beschlossen, einen Beitrag zum Wiederaufbau in Kobanê zu leisten. Wir wollen dabei helfen, dass den Kindern in Kobanê die Möglichkeit gegeben wird, wieder zur Schule zu gehen und ein wenig Normalität zurückzuerlangen. In Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation „medico international“, die Kobanê schon seit mehreren Jahren unterstützt, wollen wir den Wiederaufbau einer Schule ermöglichen. Solidarität macht Schule« [http://jiyananu.blogsport.de/]

Hier das Spendenkonto:
Landessparkasse zu Oldenburg
Empfänger: Schulen ohne Rassismus Oldenburg
Stichwort: Eine Schule für Kobanê
IBAN: DE20 2805 0100 0023 1286 63

verstecken gilt nicht

Passend zum morgigen CSD Nordwest unter dem Motto »Achtung! Bildung gefährdet Ihre Homophobie« (12 Uhr/Rosenstraße) findet sich im Netz jetzt der Artikel »Eine kleine Geschichte der Lesben- und Schwulenbewegung in Oldenburg«, geschrieben von Inga Wolter.

An dieser Stelle gibt es als Leseprobe nun das Kapitel »KÜSSE FÜR ALLE? VON WEGEN!« über die Jagd auf Lesben und Schwule in Oldenburg: »Eine Welle der Homosexuellen-Hetze schwappte Ende der 80er-/Anfang der 90er-Jahre auch nach Oldenburg über. Es mehrten sich Berichte und Gerüchte von Überfällen auf Lesben und Schwule in Parks und auf dem Heimweg von Homosexuellen-Treffs. „Die Mehrheit tuckt unbehelligt durch die Stadt“ ist in „Rosige Zeiten“ nachzulesen. Aber Einzelnen ging es an den Kragen. Lebensgefährlich verletzt wurde ein 15-jähriger Junge 1990 bei einem Überfall auf der Nadorster Straße. Ein 32-Jähriger hatte ihn und seinen 16-jährigen Freund mehrmals als „schwule, perverse Säue“ beschimpft. Dem 15-Jährigen schlug er mit der Faust ins Gesicht und stach mit einem Taschenmesser zu. Passanten beobachteten den Vorfall. Niemand aber half dem schwer verletzten Jungen und seinem Freund. (mehr…)

infoveranstaltung zum koze

die toten kommen

Mehr Info`s unter: www.indiegogo.com