wanderarbeiter*innen sind nicht rechtlos

»Der (noch nicht abgeschlossene) Hürdenlauf begann in der Meldebehörde der Stadt: Im September 2014 ziehen zwei EU-Bürger nach Oldenburg. Sie haben jahrelang an verschiedenen Orten Europas als Wanderarbeiter_in gearbeitet. Die Frau meldet sich beim Bürgeramt der Stadt Oldenburg an und arbeitet danach befristet sozialversicherungspfichtig. Dem Mann verweigert das Bürgeramt mehrfach mit fadenscheinigen Gründen die Anmeldung. In der Folge verliert er dadurch seine Arbeit. Erst durch Unterstützung der ALSO kann er sich in Oldenburg anmelden und findet kurzfristig auch wieder eine Vollzeitstelle. Die schwangere Frau muss am 29.12.14 Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch-II beantragen. Die Antragsstellung wird ihr vom Jobcenter Oldenburg verweigert. Im März 2014 wird mit Unterstützung der ALSO erneut ein Antrag beim Jobcenter Oldenburg eingereicht, der kurzfristig abgelehnt wird. Umgehend wird ein Eilantrag beim Sozialgericht eingereicht, das Sozialgericht spricht den beiden Betroffenen Leistungen zu. Zwischenzeitlich bekommen die beiden jungen Menschen ihr Kind. Da sie nur eine befristete Unterkunft haben, sind sie nun faktisch obdachlos.« (mehr…)


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