Archiv für Februar 2015

unterschlupf oldenburg

Am 2. März 2015 gibt es um 20.00 Uhr im Alhambra unter dem Titel »Unterschlupf Oldenburg – Zum Umgang mit NS-Täter_innen« einen Vortrag und Diskussion mit Ingo Harms, organisiert vom AK Erinnerungspolitik und dem Infoladen roter strumpf: »Zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Nazi-Faschismus muss der erste Gedanke natürlich den Opfer gelten. Damit kommen aber auch die Täter_innen in den Blick. Oldenburg, das gern als „vom Krieg verschont“ bezeichnet wird, war Schauplatz eines Massenmordes, der Hunderte von Opfern in der Psychiatrie, in Anstalten und Heimen und sogar Krankenhäusern forderte. Somit kamen die Täter_innen aus den Pflegediensten, der Ärzteschaft und der Medizinalbürokratie. Wer diesen Apparat erdacht hat und mit welcher Effizienz er funktionierte, soll in dem Vortrag dargestellt werden. Die Rolle der Hauptbeteiligten soll anhand von Dokumenten und Kurzbiografien dargestellt werden. Niemand wurde zur Rechenschaft gezogen – auch dieser Teil der bundesdeutschen Geschichte soll beleuchtet werden.«

hêvî – hoffnung

Sonntag, 22. Februar, 15 Uhr und 17.30 Uhr im Cine K
Mehr Info`s gibt es hier.

nazis schmieren weiter

»Erneut sind Hakenkreuz-Schmierereien in Oldenburg aufgetaucht. In der Nacht zu Donnerstag haben Unbekannte Gebäude der „Helene-Lange-Schule“ und der Oberschule Osternburg beschmiert. Weitere Tatorte liegen laut Mitteilung der Polizei in der Vereinigungsstraße, wo die Heckscheibe eines Autos durch das Aufsprühen von Lackfarbe beschädigt wurde, an der Autobahnunterführung Westfalendamm sowie in der Sophie-Schütte-Straße entlang des Osternburger Kanals. „Wir sind bewusst eine ’Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage’“, sagt Diedrich Smidt, Schulleiter der Helene-Lange-Schule. Erst am Mittwoch sei ein Aufruf zu Teilnahme an der Demonstration unter dem Motto „Für eine solidarische Gesellschaft – gegen jede Form der Ausgrenzung“ am Sonnabend in der Schule verteilt worden. Auch auf ihrer Homepage wirbt die Schule für die Veranstaltung.

Bereits am vergangenen Wochenende war der jüdische Friedhof in Osternburg Ziel eines Anschlages. Dabei wurden nicht nur Hakenkreuze auf Mauern gesprüht, sondern auch eine Drohung gegen Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD). Auch unter den neuen Schmierereien sollen sich Drohungen gegen Krogmann befinden. Das Staatsschutzkommissariat des Zentralen Kriminaldienstes leitet bereits seit Sonnabend die Ermittlungen in diesen Fällen. (…)« [Quelle]

spontandemo nach antisemitischen anschlag

»Zum dritten Mal seit 2011 wurde der jüdische Friedhof in der Dedestraße im Oldenburger Stadtteil Osternburg Ziel einer neonazistischen Attacke. An die Außenmauer wurden drei Hakenkreuze gesprüht. Die Tat ereignete sich mutmaßlich in der Nacht von Freitag, 13.Februar auf den folgenden Samstag. Außerdem wurden im Umkreis, beispielsweise am Bundeswehrgelände an der Dragoner Straße, weitere Hakenkreuze und nationalsozialistische Parolen gesprüht. Unter anderem war der Slogan „NS Zone“ zu lesen. Diese Losung wurde bereits im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den jüdischen Friedhof im Jahre 2013 verwendet. Ebenfalls auffällig: Auch im direkten Umkreis des Wohnorts des langjährigen Oldenburger Neonazis Daniel Gawenda wurde diese Parole bereits an mehrere Altglascontainer gesprüht. Außerdem hinterließen die Neonazis eine weitere pikante Botschaft. An der Holler Landstraße, in Richtung des IKEA-Marktes, wurde eine Todesdrohung gegen Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann gesprüht. Datiert auf den 21.Februar 2015, 11.00 Uhr. Den Termin der Bündnisdemo „Für eine solidarische Gesellschaft – Gegen jede Form der Ausgrenzung“.

Als Reaktion auf die erneuten neonazistischen Anschläge versammelten sich am folgenden Samstag in der Nacht spontan ca. 100 Antifaschist_innen und demonstrierten laut und wütend gegen die erneuten Taten der Neonazis. Unter anderem wurde die Wohnung des Oldenburger Neonazis Daniel Gawenda aufgesucht. Auch wurden die Hakenkreuze am jüdischen Friedhof aus der Demonstration heraus spontan mit Pappschildern bedeckt. Diese erneuten Provokationen der Neonaziszene haben also eine direkte Reaktion erfahren. Eine weitere Möglichkeit Proteste gegen die deutschen Zustände zu äußern, ist die Teilnahme am antifaschistischen Block im Rahmen der antirassistischen Bündnisdemonstration am 21.Februar 2015. Treffen ist um 10.40 Uhr in der Kaiserstraße.« [Quelle und Fotos]

bündnisdemo am samstag

»Am Samstag, 21.Februar 2015 ruft ein breites Bündnis zu einer Demonstration unter dem Motto „Für eine solidarische Gesellschaft – gegen jede Form der Ausgrenzung“ auf. Starten soll die Demo um 11.00 Uhr am Oldenburger Hauptbahnhof. Wir laden dazu ein, sich im antifaschistischen Block an der Demonstration zu beteiligen. Treffen um 10.40 Uhr in der Kaiserstraße. Gegen Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus und religiösen Fundamentalismus Für eine solidarische Gesellschaft! Hier unser Aufruf:
Was im Oktober 2014 in Dresden mit rassistischen, völkischen, nationalistischen und antimuslischen Kundgebungen unter dem Namen „Pegida“ (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) begann, hat sich binnen kurzer Zeit zu zahlreichen Demonstrationen in ganz Deutschland entwickelt. Seit dem gehen offen rassistische Bürger_innen und Neonazis wöchentlich auf die Straße. In zahlreichen Städten haben sich ähnliche Veranstaltungen formiert, deren Teilnehmer_innenzahlen bis in den fünfstelligen Bereich reichten. Diese Teilnehmer_innen haben dabei verschiedene Motivationen zu demonstrieren, aber sie eint eine völkische Idee
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schon wieder anschlag auf jüdischen friedhof

Zum dritten Mal innerhalb weniger Jahre wurde der jüdischen Friedhof in der Dedestraße in Oldenburg-Osternburg von Nazis angegriffen. In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden die beiden Torsäulen im Eingangsbereich mit Hakenkreuzen beschmiert. Ähnliche Sprühereien fanden sich auch in der Dragonerstraße und an weiteren Stellen Osternburgs.

☞ »Jüdischer Friedhof: Wieder Farbschmierereien« OOZ, 14.02.15
☞ »Jüdischer Friedhof erneut geschändet« Die Welt, 14.02.15
☞ »Farbschmiererei« Polizei, 14.02.15
☞ »Erneuter Anschlag auf den jüdischen Friedhof « antifa.elf, 15.02.15
☞ »Tor des jüdischen Friedhofs beschmiert« NWZ, 16.02.15
☞ »Stellungnahme zum Anschlag« Integration in Oldb., 17.02.15