mindestlohn in der fleischindustrie

»Mit einem Monat Verspätung in Kraft gesetzt: Der bereits im Januar 2014 zwischen der Gewerkschaft Nahrung • Genuss • Gaststätten (NGG) und den Arbeitgeberverbänden der Fleischindustrie ausgehandelte Mindestlohntarifvertrag wirkt nun per Verordnung des Bundesarbeitsministerium ab dem 1. August 2014. Die Tarifparteien hatten sich auf ein zeitlich gestaffeltes Mindestlohntarifstufenmodell geeinigt, das ab dem 1. 7. gelten sollte. Bald ein halbes Jahr Zeit hatte das sozialdemokratisch geführte Arbeitsministerium um dieses auf Grundlage des Entsendegesetzes für die Fleischindustrie in Kraft zu setzen: Nun gilt als Stundenmindestsatz ab dem 01.08.2014 7,75 Euro, ab dem 01.12.2014 8,00 Euro, ab dem 01.10.2015 8,60 Euro und ab dem 01.12.2016 8,75 Euro.
Matthias Brümmer, hiesiger Verantwortlicher der Gewerkschaft NGG, hatte die verzögerte Inkraftsetzung als „eine Riesen-Schweinerei“ bezeichnet. Das Ministerium wollte sich lt. NWZ-Bericht vom 26. 6. 2014 mit „bürokratischen Hürden“ und „zeitlichen und prozessualen Gründen“ herausreden, die den verabredete Inkraftsetzungstermin 01.07. unhaltbar gemacht hätten. Heute wird die nächste Aufgabe sein, die Stundensätze des Mindestlohns auch im wahren Leben durchzusetzen. Sie gelten für alle in der Fleischindustrie auf dem Boden der Bundesrepublik Beschäftigten, unabhängig vom Sitz des (Sub-)Unternehmens, bei dem die Kolleginnen und Kollegen beschäftigt sind. Ob diese Stundensätze auch tatsächlich dort ankommen wird bezweifelt.
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