»politisch motivierte straftaten«

Laut Polizei wurden im letzten Jahr im Oldenburger Stadtgebiet 74 Straftaten mit linkem oder rechtem Hintergrund registriert; vierzehn weniger als noch im Jahr 2012 [Quelle]. Während die Zahl der »linksmotivierten Straftaten« (zumeist Sachbeschädigungen) von 48 auf 33 zurückging, verübten die Nazis mit 41 registrierten Taten (vier mehr als noch 2012) mehr als die Hälfte aller »politisch motivierten Straftaten« in Oldenburg. Vor allem der antisemitische Anschlag auf den jüdischen Friedhof an der Dedestraße durch die dafür noch immer nicht (juristisch) überführte Oldenburger Nazibande im vergangenen November dürfte Vielen dabei noch im Gedächtnis sein [Quelle]. Ansonsten wurden laut Polizei zumeist Hitler-Grüße und Hakenkreuz-Schmierereien zur Anzeige gebracht. Die Zunahme rechter Straftaten scheint die Oldenburger Polizei aber nicht allzu sehr zu kümmern. Nachdem die »Amadeu-Antonio-Stiftung« im April diesen Jahres u.a. feststellte, dass in der Region Oldenburg rechte Kräfte seit langem präsent seien und zunehmend auch durch Gewaltaktionen in Erscheinung treten, lautete die lapidare Antwort der Polizeidirektion Oldenburg: »ein besonderer Brennpunkt sei hier nicht zu erkennen« [Quelle].


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