überstunden, stress, schulden

Laut dem DGB-Index »Gute Arbeit – Report 2013« sind die Arbeiter*innen in Deutschland – wenig überraschend – die Leidtragenden des »neuen deutschen Wirtschaftswunders« (wenn auch natürlich in einem weitaus geringeren Maß als ihre Kolleg*innen in Sudeuropa oder im Trikont). »61 Prozent der Beschäftigten in Deutschland müssen mehr Arbeit in der gleichen Zeit leisten als im Vorjahr. 56 Prozent der Beschäftigten arbeiten sehr häufig oder oft gehetzt, und nur 45 Prozent gehen davon aus, unter diesen Bedingungen bis zum gesetzlichen Rentenalter durchhalten zu können. Gleichzeitig hat sich die Einkommenssituation nicht wesentlich verbessert: Für 43 Prozent der Beschäftigten reicht das Einkommen nicht oder gerade so aus. 17 Prozent arbeiten sogar sehr häufig oder oft außerhalb der normalen Arbeitszeit unbezahlt für den Betrieb«, konstatierte der DGB. Die miesen Löhne auf der einen und die enormen Gewinne auf der anderen Seite schlagen sich auch in der Verteilung der Privatvermögen in Deutschland wieder. Ver.di geht davon aus, dass sich ein Drittel des Reichtums in der Hand von nur einem Prozent der Bevölkerung befindet [Quelle]. Laut des »Sozialatlas des Paritärischen Gesamtverbands« besitzt das reichste Zehntel der Bevölkerung ein durchschnittliches Vermögen von über 1,15 Millionen Euro . Die ärmsten 20 Prozent haben hingegen 4 600 Euro Schulden. In keinem anderen Land innerhalb der Eurozone klaffen diese Werte stärker auseinander. Das Durchschnittsvermögen in Deutschland soll übrigens 195 200 Euro netto pro Person betragen. Also mal schnell auf`s Konto gucken, ob sich da was getan hat. Aber wahrscheinlich gehörst du zu den 73 Prozent aller deutschen Haushalte, deren Nettovermögen dann doch erheblich unter diesem Durchschnitt liegt. Wie z.B. auch das der 10% der Bevölkerung, die mit mehr als 30 000 Euro überschuldet sind [Quelle].


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