rewe-nazi geoutet

Während sich der Oldenburger Nazibengel und REWE-Kassierer Phillip Krull am 3. Mai mit einigen seiner Kamerad*innen bei menschenleeren NPD-Wahlkampfständen am Stadtrand die Beine in den Bauch stand, nutzten scheinbar Antifaschist*innen jenen Samstag, um innner­halb und au­ßer­halb der Schloss­hö­fe über tausend Flugblätter vom Bünd­nis »REWE Na­zi­frei Ol­den­burg« zu verteilen.


Phillip Krull (2. von links) und Konsorten am 3. Mai [Sreenshot einer NPD-Seite]

In diesen heißt es unter der Überschrift »Neonazi Phillip Krull arbeitet in den Oldenburger Schlosshöfen an der REWE-Kasse!« unter anderem: »Phillip Krull aus Ofen (Bad Zwischenahn, Landkreis Ammerland) zeigte sich erstmals am 16.08.2013 bei einer NPD-Kundgebung in Oldenburg und darauf folgend am selben Tag in Bremen der Öffentlichkeit. Er beteiligte sich an Wahlkampfständen, Kundgebungen, Flugblattaktionen und beim Landesparteitag der NPD. Seit dem 16.03.2014 ist Krull Beisitzer des Vorstands der NPD-Oldenburg. (…) Über sein Parteiengagement für die NPD hinaus pflegt Phillip Krull Kontakte in die rechtsoffene bis rechte Oldenburger Fußballhooliganszene.
Ein ähnlicher Fall aus Berlin zeigt, dass ein Neonazi, der dort bei REWE arbeitete, auf Druck der Öffentlichkeit und durch das Engagement aktiver Bürgerinnen und Bürger gekündigt wurde. Wir sehen REWE auch hier in den Oldenburger Schlosshöfen in der Verantwortung die Gesellschaft dahin gehend mitzugestalten, dass fremdenfeindliche und diskriminierende Einstellungen nicht toleriert werden. Entweder REWE distanziert sich in Form von Kündigung des Arbeitsverhältnis von Phillip Krull oder unterstützt ihn weiterhin mit der Duldung seiner menschenverachtenden neonazistischen Einstellungen. Wir sehen keine Möglichkeit eines neutralen Umgangs mit der Situation. Zudem ist REWE Markt GmbH offizieller Sponsor der internationalen Wochen gegen Rassismus (Initiative des interkulturellen Rats in Deutschland e.V.). Wir finden, dass sich das widerspricht! (…) Rewe, die Schlosshöfe und das ECE-Management jetzt unter Druck setzen – Phillip Krull kündigen!
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21 Antworten auf “rewe-nazi geoutet”


  1. 1 Tim 07. Mai 2014 um 22:31 Uhr

    Woah, hätte nicht gedacht, dass er ein Nazi ist! Immer sehr freundlich und lächelt gerne. Netter Typ, leider steht er auf Braune Scheiße in seinem Kopf. Uncool.

  2. 2 F! 08. Mai 2014 um 6:44 Uhr

    Bekommt man die Werbung unter dem Artikel weg? Wiederspricht sich, wenn eine Google-Anzeige direkt fürs Schlosshöfe-Shopping wirbt :(

    Admin: An der Werbung können wir leider nichts ändern – die kommmt irgendwie von blogsport. Aber als individuelle Lösung (und weil es eh besser ist): AdBlocker

  3. 3 Struppi 08. Mai 2014 um 8:49 Uhr

    Ich habe jedes mal wenn ich ihn sehe das Verlangen ihn über die Kasse zu ziehen.

    Ich will mich NICHT und NIEMALS von Neonazis bedienen lassen!

    *Rechte Rassistinnen stoppen!*

  4. 4 Mary 08. Mai 2014 um 9:34 Uhr

    tach auch,

    wendet Euch mit dem Foto an Rewe und bittet um eine Stellungsnahme, bemerkt u.a. auch, die lokale Presse zu informieren.

  5. 5 Marc 08. Mai 2014 um 12:22 Uhr

    Ganz schön krass von Euch den Typen aus der Gesellschaft zu stoßen, nur weil
    er vl etwas dumm ist.
    Einer will ihn sogar über die Kasse ziehen, der andere will sich nicht bedienen lassen…sowas würde aufgrund von Religion schonmal gemacht, ist das Eure Art mit Minderheiten umzugehen?
    Da hört Euer soziales Verhalten auf, was?
    Nehmt Euch doch lieber dem Problem an, anstatt Gewalt in iwelcher Form anzudrohen oder durchzuführen.
    Wenn Ihr anfangt auszugrenzen, seid Ihr nix besser als Rassisten.

    [Admin: Nazis, deren Ideologie nach Auschwitz führt, als quasi verfolgte „Minderheit“ zu bezeichnen, ist doch schon ziemlich daneben. Und wenn du glaubst, der Holocaust basierte auf „Religion“, dann lies doch bitte mal ein paar Bücher oder guck mal eine Geschichtsdoku.]

  6. 6 Marc 08. Mai 2014 um 12:52 Uhr

    Krass, Ihr löscht Beiträge, unglaublich…Meinungsfreiheit und Kritikfähigkeit fehl am Platz, was?
    Bestätigt nur meinen geäußerten Verdacht….
    Kann es echt nicht glauben

  7. 7 Drase 08. Mai 2014 um 13:36 Uhr

    Der Typ hat mir 6er Dosen Heineken günstiger verkauft und sagte: „Ich bin ja nicht so“! Die Dosen sind zwar als 6er träger aber müssten einzeln berechnet werden. Entweder war er nett oder er zieht REWE ab.

  8. 8 Gerechtigkeit 08. Mai 2014 um 13:48 Uhr

    Nur weil er für sein Vaterland steht??
    Weil er die richtigen Argumente hat?
    Neonazi glaube ich nicht nennen wir es patriot oder nationalist.!
    Er Arbeitet zahlt steuern darf seine meinung sagen.
    Er bedient Ausländer genauso wie jeden deutschen.
    Ich verstehe die aufregung nicht.
    M.f.g.
    Der gerechte.

    [Admin: Ist zwar Nazischrott, aber durchaus lustig zu lesen. Besonders geil: „Er Arbeitet zahlt steuern darf seine meinung sagen„.]

  9. 9 Anna 08. Mai 2014 um 14:01 Uhr

    Hatte mal im Rewe nachgefragt. Die meinten dort, er sei ihres Wissens ausgetreten. Scheint ja nicht der Fall zu sein…

  10. 10 nici 08. Mai 2014 um 14:16 Uhr

    Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung !
    Private Ansichten und Job muss man trennen!
    So lange er seinen Job gut macht, sollte er nicht
    gekündigt werden!!

    [Admin: „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“. Klingt zwar platt, ist aber so. Kannst ja mal drüber nachdenken.]

  11. 11 Roland 08. Mai 2014 um 14:47 Uhr

    Und was bringt das ? Wäre er nach seiner Kündigung kein Nazi mehr? Viel sinniger wäre es doch das solche Menschen durch den Arbeitgeber zu eine angeordneten Fortbildung geschickt werden in der versucht werden könnte ihr Weltbild zu verändern. Eine Kündigung radikalisiert diesen Menschen doch erst recht

  12. 12 Marc 08. Mai 2014 um 15:37 Uhr

    Nazis sind doof, das ist klar! Und mir würde auch niemals einfallen, für diese Hohlbirnen Partei zu ergreifen. Allerdings finde ich, dass ein stumpfer Rausschmiss ein wenig kurzsichtig gedacht ist. Überlegt mal, was mit dem dann geschieht? Der ist dann Arbeitslos und liegt dann der Allgemeinheit auf der Tasche! Na großartig! Wenn wir jetzt jeden Nazi aus seinem Job werfen, unterstützen wir nur deren stumpfe Parolen! „Rechte Rassistinnen stoppen!“ (Zitiert von Struppi) ist zwar schön plakativ, aber auch unüberlegt. Zudem ist er ja kein Lehrer oder ähnliches, wo es untragbar wäre, einen Nazi sitzen zu haben. Aber ein Kassierer! So What! Was soll der an einer Kasse schon anstellen.
    Jeder, der es für richtig hält, kann ja an eine andere Kasse oder einen anderen Markt gehen und damit seinen Protest ausdrücken.

    Ich fänd es schon sinnvoll, wenn REWE Schlosshöfe sich offiziell davon distanziert.

  13. 13 Marc 08. Mai 2014 um 16:17 Uhr

    Wer ist für diesen Block verantwortlich, es ist ne Sauerei wie mit Meinungsfreiheit und Kritik umgegangen wird!!!

  14. 14 Sascha 08. Mai 2014 um 22:06 Uhr

    Ganz ehrlich, was soll diese Aufmerksamkeit? Hättet Ihr hier nix darüber geschrieben und auch noch scheinbar Zeit für sinnlose Flugblattaktionen investiert – keiner hätte ihn wahrgenommen. Einfach „links“ stehen lassen und sich nicht an derartigen Hetzkampagnen beteiligen. Das ist meiner Meinung nach niveaulos und führt nicht zum Ziel dieser belanglosen Partei möglichst wenig Aufmerksamkeit zu schenken. Dafür leben wir in einer Demokratie, ich befürqorte die Meinungs- und Wahlfreiheit.

  15. 15 Pottn 08. Mai 2014 um 23:07 Uhr

    Hmm ich finds n bisschen übertrieben ihn zu kündigen und öffentliche Brandmarkung ist nun auch nicht gerade das Coolste, man hätte ihn wenigstens Phillip K. nennen können. Ich mag weiß Gott keine Nazis aber es wäre nicht rechtens ihn wegen einer politischen Meinung zu kündigen, irgendwann sagen wir dann vllt. hmmm die FDP mag ja auch keiner mehr und hinter deren ansichten steht auch keiner mehr naja wie wärs wenn wir da auch alle kündigen, der Betrieb sollte sich nicht in die politische Gesinnung eines Angestellten einmischen dürfen, das wären dann nämlich Nazimethoden. Das dazu ^^
    Naja und sonst ist halt schon dumm von ihm das er so wenig im Geschichtsunterricht auf gepasst hat ^^

  16. 16 asdasd 09. Mai 2014 um 0:04 Uhr

    Andersdenkenden aufgrund ihrer politischen auffassung den Job stretig zu machen ist irgendwie nazi-like…

    Uncoole aktion von Provinzantifaschisten :/

  17. 17 cms 09. Mai 2014 um 9:29 Uhr

    Das ist echt krass und ich meine nicht das er Nazi ist sondern das hier Leute die klar gegen rechts sind, Methoden der Nationalsozialisten verwenden und darauf noch stolz sind. Leute so scheiße Nazis auch sind, aber das was hier gemacht wird ist die Brandmarkung einzelner politischer Gesinnungen sowas gab es schonmal in Deutschland in den 30er und 40er Jahren. Nicht das ihr mich falsch versteht ich finde auch das Nazis ein sau dummer Haufen sind aber dem muss man mit Aufklärung und nicht mit Propaganda entgegenwirken.

    [Admin: „Echt krass“, dass du mit vollkommen bescheuerten Vergleichen eine Person in Schutz nimmst, die sich ein „Deutschland in den 30er und 40er Jahren“ zurückträumt. ]

  18. 18 Anonymous 09. Mai 2014 um 18:15 Uhr

    An alle Nazis, die sich hier so auf dem Blog rumtreiben, schaut auch mal den Dokumentarfilm „Die Arier“ (von Mo Asumang) an: http://www.youtube.com/watch?v=tbmNDLW5-Ug

  19. 19 unbekannt 09. Mai 2014 um 22:22 Uhr

    Ich bin selber kein Freund von rechtsgerichteten Ideologien und vertrete selbst eine eher linke Einstellung, aber das was hier mit diesem Artikel angestrebt wird ist doch ziemlich ungerecht! Er mag ein Nazi sein, ok, das mag stimmen, aber deswegen hat er trotzdem ein Recht auf Arbeit. Ich hab diesen Typen nie gesehen und kenne den nicht, aber das wäre genau so, als wenn man jeden feuert, der bei der Linken oder den Grünen oder sonstwo ist. Die Politische Einstellung eines Menschen anzugreifen, ist die eine Sache, aber ihm deswegen seine Existenzgrundlage nehmen zu wollen ist unter aller Sau! Natürlich ist eine rechte Ideologie menschenverachtend! Natürlich ist es dumm von diesem Kerl sich öffentlich rechts zu engagieren, wenn er in einer Kette arbeitet, die sich gegen Rassismus einsetzt! Aber die Arbeitsstelle in einem solchen Artikel zu veröffentlichen kann radikale und gewaltbereite Leute zur Gewalt verleiten. Die hier angestrebte Kündigung ist jedenfalls der falsche Weg, denn arbeiten darf jeder, auch wenn er strunzdumm/rechtsradikal ist.

    [Admin: Siehst du keinen Unterschied zwischen einem Nazi und „Linken oder den Grünen“?]

  20. 20 ja klar 10. Mai 2014 um 2:08 Uhr

    what the.. da ist ein typ der offensichtlich überzeugter nazi ist, und weil das öffentlich gemacht wird ist er plötzlich ein opfer von nazimethoden??? was geht hier ab? der typ hat eine überzeugung die am ende alle töten will die nicht so denken wie er, nicht so aussehen wie er und und und. also sorry aber hoffentlich verliert er deshalb seinen arbeitsplatz […]… kein verständnis für naziversteher!

  21. 21 Administrator 12. Mai 2014 um 15:39 Uhr

    Ihr müßt sie lieb und nett behandeln,
    erschreckt sie nicht – sie sind so zart!
    Ihr müßt mit Palmen sie umwandeln,
    getreulich ihrer Eigenart!

    Pfeift euerm Hunde, wenn er kläfft –:
    Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft!

    Wenn sie in ihren Sälen hetzen,
    sagt: »Ja und Amen – aber gern!
    Hier habt ihr mich – schlagt mich in Fetzen!«
    Und prügeln sie, so lobt den Herrn.

    Denn Prügeln ist doch ihr Geschäft!
    Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft.

    Und schießen sie –: du lieber Himmel,
    schätzt ihr das Leben so hoch ein?
    Das ist ein Pazifisten-Fimmel!
    Wer möchte nicht gern Opfer sein?

    Nennt sie: die süßen Schnuckerchen,
    gebt ihnen Bonbons und Zuckerchen …

    Und verspürt ihr auch
    in euerm Bauch
    den Hitler-Dolch, tief, bis zum Heft –:

    Küßt die Faschisten, küßt die Faschisten,
    küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft –!

    [“Rosen auf den Weg gestreut “ von Kurt Tucholsky]

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