Archiv für Februar 2014

immobilien-mogul droht knast

Einem der Oldenburger Immobilien-Mogulen drohen bis zu sechs Monate Beugehaft. Es handelt sich dabei um den Wardenburger Peter Thomas, vielen wohl bekannt als der ehemalige sogenannte Eigentümer des ehemaligen Haus Friedensbruchs. Thomas soll gezwungen werden, sein Vermögen zum Zweck der Pfändung offenzulegen, um bereits mehr als 20 Jahre alte Forderungen von kleineren Firmen im höheren fünfstelligen Bereich zu befriedigen. Peter Thomas offenbarte also nicht nur im Bezug auf das Haus Friedensbruch (Stichwort: Dachabriss, Räumung durch Handwerker) eine recht eigenwillige Auslegung von »Recht und Gesetz«, sondern ist schon seit Jahrzehnten mit der Justiz auf Kriegsfuss: 1985 entzog er sich einer Mobiliarvollstreckung wegen der Insolvenz einer Berliner Baubetreuungsgesellschaft, indem er den Hausrat seiner Frau überschrieb. 1988 wurde er zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt, da er seinen 354 000 Mark teuren Rolls-Royce als gestohlen meldete, welchen er zuvor bei einem Bekannten versteckt hatte. Und 1990 soll er den VfB und die Oldenburger Stadtverwaltung beim Verkauf des ehemaligen Donnerschwee-Stadions über den Tisch gezogen haben [Quelle].

die mörder sind (noch) unter uns

Am 29. Januar kam es zu einer Hausdurchsuchung bei einem heute 87-Jährigen aus Wildeshausen, welcher am 10. Juni 1944 als Angehöriger des SS-Panzergrenadier-Regiments 4 »Der Führer« an der Ermordung von 642 Einwohner*innen des französischen Ortes Oradour-sur-Glane beteiligt gewesen sein soll. Nachdem damals Widerstandskämpfer*innen der Résistance einen SS-Sturmbannführer gefangen genommen hatten, fielen die Deutschen in das Örtchen ein, massakrierten fast die gesamte Bevölkerung und setzten sämtliche Häuser in Brand. Der völlig zerstörte Ortskern wurde nicht wieder aufgebaut und ist noch heute eine Mahn- und Gedenkstätte. Wegen dieses Kriegsverbrechens kam es in Frankreich und in der DDR zu mehreren Gerichtsprozessen, die in der BRD in den 1960er Jahren eingeleiteten Verfahren wurden seinerzeit allesamt eingestellt.

20. stadtrats­sit­zung

»Am Mon­tag, den 03. Fe­bru­ar, fin­det er­neut die Stadt­rats­sit­zung im PFL statt. Er­neut rufen An­ti­fa­schis­t_in­nen zu Pro­tes­ten gegen den im Rat sit­zen­den NPD­ler Ul­rich Ei­gen­feld auf. Im Laufe der let­zen Stadt­rats­sit­zung im De­zember be­such­ten vier Neo­na­zis aus den Ol­den­bur­ger Struk­tu­ren die Rats­sit­zung, wur­den aber nach an­ti­fa­schis­ti­scher In­ter­ven­ti­on schnell des Saa­les ver­wie­sen. Es ist nun nicht aus­zu­schlie­ßen, dass sie es sich die­se­mal wie­der nicht neh­men las­sen, wie­der her­um­zu­ner­ven. Also, 03. ​Februar, 18 Uhr, PFL. Kein Fuß­breit den Fa­schis­t_in­nen!« [Quelle]