forschen für`s pentagon

»Niedersächsische Hochschulen haben in den vergangenen Jahren wesentlich mehr sicherheitstechnische und militärische Forschungsprojekte durchgeführt als bislang bekannt. (…) Militärforschung ist demnach auch von der Universität Oldenburg betreiben worden – finanziert vom US-Verteidigungsministerium. Seit Beginn des neuen Jahrtausends hat es an zehn niedersächsischen Hochschulen mehr als 100 militärische Forschungsprojekte gegeben. Demnach flossen von 2000 bis 2013 mehr als 25 Millionen Euro in sogenannte Drittmittelprojekte aus dem Bereich der Sicherheits- und Militärforschung. (…) 21 Einrichtungen in Niedersachsen meldeten militärisch relevante Forschung, davon zehn Hochschulen. Darunter befinden sich die Unis in Hannover, Clausthal, Lüneburg, Braunschweig, Oldenburg, Göttingen und Osnabrück. Die Daten wurden überwiegend durch Selbstauskünfte und Recherchen in der Verwaltung der Unis erhoben. Denn: Eine transparente Liste gibt es nicht. Nur das Budget für diese Arbeiten könne auf rund 25,3 Millionen Euro festgelegt werden, schreibt die niedersächsische Wissenschaftsministerin Heinen-Kljajic in dem Schriftstück. Auch könne bei den meisten Projekten nicht klar definiert werden, ob es sich um moralisch oder ethisch verwerfliche Arbeiten handelt. (…) Bei zahlreichen anderen Projekten handelt es sich offenbar um Grundlagenforschung und um Forschung aus dem Dual-Use-Bereich, deren Ergebnisse sowohl zivil als auch militärisch nutzbar sind. So untersuchten Wissenschaftler der Universität Hannover ein Kamerasystem zur Erkennung „Personen-induzierter Gefahrensituationen“ und Mitarbeiter der TU Braunschweig eine Spezialantenne für einen Rüstungskonzern, erläutert Heinen-Kljajic in dem Schrifstück. Natürlich gebe es Themen wie Kampfdrohnen, bei denen sich eine Diskussion darüber lohnt, ob Deutschland bei dieser Kriegsführung mitmachen wolle. Dass die Technische Universität Braunschweig im US-Auftrag Drohnen entwickelte und Gefechtsköpfe für Langstreckenraketen testete, erwähnte die Ministerin in der Mitteilung nicht. Auch dass die Uni Oldenburg Geld vom Pentagon in Washington bekam, um den Orientierungssinn von Zugvögeln zu untersuchen, blieb unerwähnt. « [Quelle]


1 Antwort auf “forschen für`s pentagon”


  1. 1 Anonymous 22. Februar 2014 um 15:26 Uhr

    die quelle passt nicht zu artikel, sondern ist die von ’soldat*innen wollen nicht nach oldenburg‘. würd mich über die richtige quelle zur meldung freuen. danke

    ADMIN: Upps, peinlich! Ist korrigiert.

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