support für migrantische kolleg*innen

»Ausbeutung und Sklavenarbeit in der Agrar- und Lebensmittelindustrie – und wer mit KollegInnen aus Polen, Russland, Ungarn, Rumänien, Ghana, Irak, Pakistan, Ecuador … spricht, stellt anhand Ihrer Berichte schnell eines fest: dafür, wie sie behandelt, bezahlt (bzw. nicht bezahlt) werden, spielt es überhaupt keine Rolle, ob das beschäftigende Unternehmen/Subunternehmen deutsch, ungarisch, polnisch etc. ist. Für all diese Unternehmen ist Billigstarbeit das Schmiermittel erster Wahl. Wo die Bezahlung auf dem Papier noch in Ordnung scheint – oder zumindest einem Mindestlohn folgt – sieht es bei genauem Hinsehen ganz anders aus: Statt der acht bis zehn Stunden, die auf dem Papier stehen, werden zum gleichen Geld 14 bis 20 Stunden Arbeit verlangt oder es wird der Lohn durch unzulässige Abzüge kleingerechnet oder der Lohn wird bar, jedoch nur auf dem Papier in der zustehenden Höhe ausgezahlt oder oder oder … Bei den Methoden, die ArbeiterInnen um ihr Geld zu bringen, scheint es kaum Grenzen zu geben.

Wer sich auskennt, kann aus den Lohnabrechnungen und den Berichten der ArbeiterInnen viele Unzulässigkeiten herauslesen. Fragen dazu beantwortet in Oldenburg nun auch Daniela Reim. Sie arbeitet bei der beim gewerkschaftlichen Bildungsträger “Arbeit & Leben” angesiedelten “Beratungsstelle für mobile Beschäftigte in Niedersachsen”. Sie vermittelt weiter, berät, hilft bei der Durchsetzung vorenthaltener Ansprüche. Ruft oder schreibt sie an. Besprecht mit ihr zum Beispiel Eure Arbeitsverträge und Lohnabrechnungen. Ihr Angebot und ihre Hilfe sind kostenlos, vertraulich und für alle offen, die Rat suchen. Derzeit kann die Beratungsstelle in Oldenburg neben deutsch auch in rumänisch und englisch angesprochen werden. Erste Infoflyer, auch mit weiteren Kontaktdaten, liegen in bulgarisch, deutsch und rumänisch vor. Einen kurzen Infoflyer zur Arbeit im Schlachthof haben die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG), der DGB und die Beratungsstelle „Faire Mobilität in Hamburg“ erstellt. In Oldenburg könnt Ihr Euch auch gern an die ALSO (Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg) wenden. Wir helfen wo wir können und/oder vermitteln weiter. […] Ein europaweites Verteidigungsnetz für die bäuerliche Landwirtschaft und migrantische LandarbeiterInnen mit vielfältigen Infos über die Lage migrantischer ArbeiterInnen in Landwirtschaft und Ernährungsindustrie baut derzeit die französische Bauerngewerkschaft La Confédération Paysanne zusammen mit ihren KooperationspartnerInnen auf (zu finden unter www.agricultures-migrations.org). Eine Vertreterin dieser Gewerkschaft erreicht Ihr von derzeit bis ca. Mai diesen Jahres auch über die ALSO gleich in Oldenburg.« [Quelle]


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