»wir lassen uns nicht vertreiben«

Am 27. Ja­nu­ar, dem Jah­res­tag der Be­frei­ung des Ver­nich­tungs­la­gers Ausch­witz, gab es wie seit 25 Jahren auch 2014 im Zie­gel­hofviertel eine Kranz­nie­der­le­gung für die im NS er­mor­de­ten Oldenburger Sinti. »Der Vorsitzende des Freundeskreises der Oldenburger Sinti und Roma (fand) die richtigen Worte: „Wir lassen uns nicht vertreiben“. Seine Zuhörer applaudierten. (…) Dort, wo heute ein Stein an die Opfer erinnern soll, wurden am 3. März 1943 insgesamt 74 Sinti, die hier in Wohnwagen lebten, verhaftet und abtransportiert. Die meisten kamen nicht wieder – wie viele der Großcousinen und Onkel von Christel Schwarz. Mittlerweile ist er einer von rund 300 Sinti, die wieder in Oldenburg leben – und eine eigene Begegnungsstätte haben. „Ein Ort, an dem wir unseren Kindern die Bildung geben können, die sie brauchen, um eine Zukunft zu haben“, sagt Christel Schwarz. Er lässt sich nicht unterkriegen – nicht von dem Brandanschlag im Vereinsgebäude, den Vorurteilen oder der Wut. „Wir wollen lieber über Neues sprechen – was sich hier bewegt für uns. Die Stadt hat sich verändert und setzt sich für uns ein, damit wir unsere Kultur und Sprache erhalten können“, sagt Christel Schwarz. Er habe immer versprochen: „Wenn ihr uns den kleinen Finger gebt, reichen wir euch die Hand.“ Eine Alternative habe es nie für ihn Gegeben: „Oldenburg ist meine Heimat – natürlich will ich hier leben.“«, berichtete die NWZ.


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