zwanzigdreizehn

➲ 9. Ja­nu­ar: In der Nacht zum 9. Ja­nu­ar brann­te die Gar­ten­lau­be und ein da­zu­ge­hö­ri­ge Schup­pen des brau­nen Rats­herrn Ulrich Eigenfeld im Ol­den­bur­ger Klein­gärt­ner­ver­ein Stadt­feld nie­der. »Die Po­li­zei er­mit­telt ei­ge­nen An­ga­ben zu­fol­ge wegen des Ver­dachts der Brand­stif­tung. Eine po­li­tisch mo­ti­vier­te Straf­tat sei nicht aus­zu­schlie­ßen«, be­rich­te­te die NWZ. (mehr)

★ 11. Ja­nu­ar: Circa 200 Men­schen, Be­schäf­tig­te und ihre Ge­werk­schaft NGG, Er­werbs­lo­se, Bau­er*innen, Mast­stall­geg­ner*innen und Um­welt­schüt­zer*innen pro­tes­tier­ten gegen die un­halt­ba­ren Zu­stän­de beim VI­ON-​Schlacht­hof in Ems­tek. Dabei wurde in ver­schie­de­nen Re­de­bei­trä­gen deut­lich ge­macht, dass die öko­lo­gi­sche Frage und die so­zia­le Frage nur zu­sam­men ge­löst wer­den kann. (mehr)

★ 11. Ja­nu­ar: Am Nach­mit­tag des 12. Ja­nu­ar be­läs­tig­te die NPD im Rah­men ihrer ​Nie­der­sach­sen-​Tour zur Land­tags­wahl die Ol­den­bur­ger Be­völ­ke­rung. Ob­wohl sich viele Ol­den­bur­ge­r*in­nen auf den Weg nach Mag­d­e­burg ge­macht hat­ten, um dort einen Na­zi­groß­auf­marsch zu ver­hin­dern, und le­dig­lich einen Tag lang mo­bi­li­siert wer­den konn­te, fan­den sich doch noch etwa 150 lautstarke An­ti­fa­schis­t*in­nen auf dem Julius-Mosen-Platz zu­sam­men. Nach rund einer Stun­de hat­ten die Nazis genug und woll­ten das Weite su­chen. Doch dies ge­stal­te­te sich schwie­ri­ger als ge­dacht. Die re­gio­na­len Fa­schos ver­such­ten ihr Glück zu Fuss durch die Kur­wick­stra­ße, tra­fen dabei aber auf wenig er­freu­te Ol­den­bur­ge­r*in­nen. Nach ei­ni­gen Klap­sern auf den Hin­tern flüch­te­ten sie pa­nisch zu­rück auf den Kund­ge­bungs­platz in den Schutz der Po­li­zei. Wenig spä­ter star­te­ten die drei NPD-​Ge­fähr­te ihren Ab­gang und mach­ten auf dem Hei­li­gen­geist­wall un­an­ge­neh­me Be­kannt­schaf­ten. Es flo­gen ei­ni­ge Böl­ler und Fla­schen auf den Tross und der Eine oder An­de­re der an­ge­karr­ten und wohl etwas über­eif­ri­gen Nazis des »NPD-​Ord­ner­diens­tes« traf auf über­zeu­gen­de­re Ar­gu­men­te, bevor die Po­li­zei die Si­tua­ti­on be­rei­ni­gen konn­te. (mehr)

★ 16. Ja­nu­ar: Etwa 500 Stu­die­ren­de haben bei ei­si­gen Tem­pe­ra­tu­ren in Ol­den­burg für die Ab­schaf­fung der Stu­di­en­ge­büh­ren in Nie­der­sach­sen de­mons­triert. Bei der letz­ten De­mons­tra­ti­on im No­vem­ber 2012 waren es bei we­sent­lich mil­de­rem Wet­ter noch 2400 Stu­die­ren­de, die gegen die un­so­zia­le­ne Ge­büh­ren auf die Stra­ße gin­gen. (mehr)

➲ 20. Januar: Trotz »Flagg­schiff«-Tour und einem teil­wei­se doch recht in­ten­si­vem Wahl­kampf hat die NPD in Nie­der­sach­sen bei der Landtagswahl mas­si­ven Schiff­bruch er­lit­ten. Lan­des­weit er­ziel­te sie am letz­ten Sonn­tag le­dig­lich 0,8 Pro­zent (29.​444 Stim­men) und büßte damit fast die Hälf­te ihres Erg­nis­ses der letz­ten Land­tags­wahl im Jahr 2008 von 1,5 Pro­zent (52.​896 Stim­men) ein. Futsch sind somit auch die Gel­der aus der (erst ab 1 Pro­zent ge­währ­ten) staat­li­chen Par­tei­en­fi­nan­zie­rung, wel­che der nie­der­säch­si­schen NPD in der letz­ten Wahl­pe­ri­ode etwa 45.​000 Euro jähr­lich be­scher­te. Rech­net man die bei­den Ol­den­bur­ger Wahl­krei­se zu­sam­men, kommt die NPD mit 495 Stim­men auf ganze 0,67 Pro­zent, wäh­rend sie 2008 bei 583 Stim­men noch 0,85 Pro­zent er­ziel­te. Trotz leicht ge­stie­ge­ner Wahl­be­tei­li­gung hat sie also fast 100 Wäh­le­r*in­nen ver­lo­ren. (mehr)

★ 23. Ja­nu­ar: Von 6 bis 8 Uhr und von 14 bis 16 Uhr gab es Warn­streiks beim Ol­den­bur­ger Stand­ort der Coca-​Co­la Er­fri­schungs­ge­trän­ke AG (CCE) in Büm­mer­ste­de. Die Ak­ti­on ist Teil einer seit dem 21. Ja­nu­ar lau­fen­den bun­des­wei­ten »Warn­streik­wel­le«, mit wel­cher die Ge­werk­schaft Nah­rung-​Ge­nuss-​Ga­stät­ten (NGG) für die mehr als 10.​000 Be­schäf­tig­ten der 60 deut­schen Stand­or­te eine Er­hö­hung der Löhne und Ge­häl­ter um sechs Pro­zent durch­set­zen will. Gleich­zei­tig soll der von der CCE ge­for­der­ten wei­te­ren Fle­xi­bi­li­sie­rung der Ar­beits­zeit eine strik­te Ab­fuhr er­teilt wer­den. (mehr)

★ 27. Ja­nu­ar: Am 27. Ja­nu­ar, 68 Jahre nach der Be­frei­ung des Kon­zen­tra­ti­ons­la­gers Ausch­witz durch Sol­da­tIn­nen der Roten Armee, ge­dach­ten rund 40 Men­schen mit einer Kranz­nie­der­le­gung am Ge­denk­stein am Fried­hofs­weg den 74 von den Na­tio­nal­so­zia­lis­tIn­nen de­por­tier­ten und er­mor­de­ten Ol­den­bur­ger Sinti und Roma. Christel Schwarz vom »Freun­des­kreis für Sinti und Roma in Ol­den­burg« wies in sei­ner Rede auch dar­auf hin, dass auch heute noch in Eu­ro­pa ras­sis­ti­sche Dis­kri­mi­nie­rung und Ge­walt gegen Sinti und Roma all­täg­lich ist. (mehr)

★ 6. Februar: Am 06.​02. pro­tes­tier­ten Men­schen einer selbst­or­ga­ni­sier­ten Grup­pe vor der We­ser-​Ems-​Hal­le in Ol­den­burg gegen Lei­h­ar­beit und Ka­pi­ta­lis­mus. Sie ent­roll­ten ein Trans­pa­rent mit der Auf­schrift „Gegen mor­der­ne Skla­ve­rei! Lei­h­ar­beit ab­schaf­fen – Ka­pi­ta­lis­mus über­win­den!“ und ver­teil­ten Flyer an die Be­su­che­rIn­nen der Messe. Es wurde dar­auf auf­merk­sam ge­macht, dass Lei­h­ar­beit ein ka­pi­ta­lis­ti­sches In­stru­ment ist, um Ar­beits­ver­hält­nis­se und Ta­ri­fe zum Leid­we­sen der Be­schäf­tig­ten zu be­kämp­fen, Ar­beit wei­ter zu pre­ka­ri­sie­ren und Löhne zu drü­cken. (mehr)

➲ 13. Fe­bru­ar: Am 13. Fe­bru­ar wurde der 47-​jäh­ri­ge kur­di­sche Ak­ti­vist Ali Ihsan Kitay vom Ober­lan­des­ge­richt Ham­burg nach § 129b Straf­ge­setz­buch, also wegen der Mit­glied­schaft in einer ter­ro­ris­ti­schen Ver­ei­ni­gung im Aus­land, zu einer Haft­stra­fe von 2 Jah­ren und 6 Mo­na­ten ver­ur­teilt. Der Grund: Von 2007 bis 2008 soll er die in Deutsch­land ver­bo­te­ne kur­di­sche Ar­bei­te­rIn­nen­par­tei PKK in Nord­deutsch­land ge­lei­tet haben und u.a. auch in Oldenburg für die Partei tätig gewesen sein. (mehr)

➲ 16. Fe­bru­ar: Dem oh­ne­hin schon an in­ter­nen Strei­te­rei­en, Spit­zel­vor­wür­fen und Zer­set­zungs­er­schei­nun­gen lei­den­den Ol­den­bur­ger Un­ter­be­zirk der NPD stand neuer Zoff ins Haus. Auf einer be­kann­ten Na­zi-​Hetz­sei­te wurdedas ehe­ma­li­ge NPD-​Vor­stands­mit­glied An­dre­as Bö­se­le­ger als »Aus­stei­ger« und mög­li­cher V-​Mann ge­ou­tet. Bö­se­le­ger war wohl im Jahr 2010 in den NPD-​UB Ol­den­burg ein­ge­tre­ten und über­nahm dort so­gleich den Pos­ten des Schatz­meis­ters im Vor­stand, um dann wenig spä­ter wie­der aus der Na­zi-​Par­tei aus­zu­tre­ten. Nach ei­ni­gen Mo­na­ten trat er al­ler­dings wie­der in die Par­tei ein, doch dies­mal im NPD-​UB Ost­fries­land/Fries­land. Nach einem kurz­le­bi­gen Gast­spiel im Ost­frie­si­schen ver­ließ er wie­der­um die NPD, nur um kurz dar­auf wie­der Mit­glied im NPD-​UB Ol­den­burg zu wer­den. Und wie­der schaff­te er es in den Vor­stand – auf der Jah­res­haupt­ver­samm­lung am 30. März 2012 wurde er nun zum Bei­sit­zer ge­wählt. Im Sep­tem­ber 2012 er­klär­te er dann er­neut sei­nen Aus­tritt aus der NPD und wandt sich am 30. De­zember 2012 mit einem Of­fe­nen Brief an die Aus­stei­ge­rIn­nen-​In­itia­ti­ve EXIT. (mehr)

➲ 16. Fe­bru­ar: Er­neut bro­delt es in der brau­nen Soße: Nach­dem der NPD­ler Ul­rich Ei­gen­feld in der Rats­sit­zungg der Um­be­nen­nung der Wil­helm­stra­ße in Leo-​Trepp-​Stra­ße zu­ge­stimmt hatte, ha­gelt es in Foren An­fein­dun­gen au den eigenen gegen den Ol­den­bur­ger Rats­her­ren­men­schen. Das Ab­stim­mungs­ver­hal­ten Ei­gen­felds sei „höchst un­an­stän­dig“, heißt es, die NPD habe „eine Gren­ze über­schrit­ten“, ein „Par­tei­aus­schluß­ver­fah­ren“ oder zu­min­dest Ei­gen­felds Rück­tritt wird ge­for­dert. (mehr)

★ 21. Februar: Am 21. Fe­bru­ar streik­ten über 60 tech­ni­sche Mit­ar­bei­te­r*in­nen des Staats­thea­ters, sowie fast 80 An­ge­stell­te der Uni­ver­si­tät. Gefordert wurde eine Ge­halts­er­hö­hung um 6,5 Pro­zent für die rund 70.​000 nie­der­säch­si­schen Be­schäf­tig­te, der Er­halt der Ur­laubs­re­ge­lun­gen sowie mehr un­be­fris­te­te Ar­beits­ver­trä­ge. »Man muss dort Geld weg­neh­men, wo viel ist und dort­hin geben, wo etwas fehlt«, so Jür­gen Humer, Be­zirks­ge­schäfts­füh­rer von ver.​di bei der Kund­ge­bung vor der Staats­thea­ter.

➲ 25. Fe­bru­ar: Böses Er­wa­chen beim be­setz­ten »Haus Frie­dens­bruch« am Thea­ter­wall: In Win­des­ei­le hat­ten zwei Ar­bei­ter der Bau- und Ab­bruch­fir­ma Voß­mann aus Ras­te­de das Dach des Bau­denk­mals ab­ge­deckt und die Zie­gel und Dämm­ma­te­ria­li­en in einen Bau­con­tai­ner ent­sorgt. Übrig blieb nur der nack­te Dach­stuhl, sowie ei­ni­ge Kol­la­te­ral­schä­den im In­ne­ren. Auf­trag­ge­ber war der War­den­bur­ger Peter Tho­mas, der so­ge­nann­te Ei­gen­tü­mer des Hau­ses, wel­cher mit die­ser Ak­ti­on dies­mal nicht nur die Nut­ze­r*in­nen aus der au­to­no­men Szene, son­dern auch noch die Denk­mal­schutz­be­hör­de gegen sich auf­brach­te. (mehr)

★ 27. Februar: Er­neu­ten Warn­streik im Coca-​Co­la-​Werk in Ol­den­burg-​Büm­mer­ste­de. Alle der rund 30 Ar­bei­te­r*in­nen der Früh­schicht leg­ten dort die Ar­beit nie­der und de­mons­trier­ten statt­des­sen mit ihren Kol­le­g*in­nen am Bre­mer Stand­ort, um eine Ge­halts­er­hö­hung von sechs Pro­zent, Be­schäf­ti­gungs­si­che­rung sowie die Be­gren­zung von Werk­ver­trä­gen und Lei­h­ar­beit durch­zu­set­zen.

★ März: Das ras­sis­ti­sche Gut­schein­sys­tem, mit wel­chem seit 1998 auch in Ol­den­burg Flücht­lin­ge schi­ka­niert wur­den, lan­det nun end­lich auf dem Müll­hau­fen der Ge­schich­te. »Wir tref­fen nun alle not­wen­di­gen Vor­be­rei­tun­gen, um den be­trof­fe­nen Flücht­lin­gen schon zum nächs­ten Aus­zah­lungs­ter­min für April keine Wert­mar­ken mehr aus­zu­ge­ben, son­dern Bar­geld«, so Ol­den­burgs So­zi­al­de­zer­nen­tin Dag­mar Sach­se.Der 15 jäh­ri­ge Wi­der­stand hat sich also ge­lohnt: Nach­dem be­reits die Re­si­denz­pflicht zu­min­dest auf Lan­des­ebe­ne für die meis­ten Flücht­lin­ge ge­fal­len war, ist mit der Ab­schaf­fung des Gut­schein­sys­tems er­neut ein Bau­stein der ras­sis­ti­schen Son­der­ge­set­ze in Nie­der­sach­sen ent­sorgt wor­den. (mehr)

★ 14. März: Lam­bert Lock­mann, der neue so­ge­nann­te Ei­gen­tü­mer des »Haus Frie­dens­bruch« ließ am 12. März durch die NWZ ver­kün­den, dass er »„lie­ber heute als mor­gen“ mit der Sa­nie­rung des Hau­ses am Thea­ter­wall 24a be­gin­nen und mit einem Bau­zaun ver­hin­dern (will), dass das Haus wei­ter als al­ter­na­ti­ves Kul­tur­zen­trum ge­nutzt werde«. In punk­to »Bau­zaun« ist Lock­mann nun­mehr al­ler­dings hef­tig ins Hin­ter­tref­fen ge­ra­ten. Am Don­ners­tag, dem 14. März grif­fen Sym­pa­thi­san­t*in­nen des »Haus Frie­dens­bruch« näm­lich Lock­manns Vor­schlag zur Pro­blem­lö­sung auf und er­rich­te­ten kur­zer­hand einen Bau­zaun um die Ge­schäfts­räu­me der »Lam­bert Lock­mann Bau- und Im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaft mbH« in der Meinar­dus­stra­ße. (mehr)

★ 15. März: Am 15. März kam die »Re­fu­gees‘ Re­vo­lu­ti­on Bus­tour« nach Ol­den­burg. Nach einer gut­be­such­ten Ver­an­stal­tung über ras­sis­ti­sche Po­li­zei­kon­trol­len im IBIS-​Ca­fe mach­te sich die Bus­tour am spä­ten Nach­mit­tag zu einem Be­such des größ­ten Ol­den­bur­ger Flücht­lings­wohn­heims in der Gauß­stra­ße auf. Ob­wohl den Ak­ti­vis­tIn­nen durch den Wach­dienst der Zu­gang in die Ge­bäu­de ver­wei­gert wurde, ent­wi­ckel­ten sich vor den Türen di­ver­se Ge­sprä­che und Dis­kus­sio­nen mit den Be­woh­ne­r*in­nen. Im An­schluss folg­te noch ein Be­such im Flücht­lings­wohn­heim in der Clop­pen­bur­ger Stra­ße, dem ehe­ma­li­gen »Park­ho­tel«. (mehr)

➲ 15. April: Am 15.​04.​2013 wurde im Amts­ge­richt Ol­den­burg einem An­ti­mi­li­ta­ris­ten der Pro­zeß ge­macht. Der Vor­wurf lau­te­te im Rah­men einer Pro­test­ak­ti­on gegen ein Bun­des­wehr-​Kon­zert des Hee­res­mu­sik­korps I am 6. Mai 2012 auf dem Rat­haus­markt Wi­der­stand gegen Po­li­zis­ten ge­leis­tet zu haben und gegen das Ver­samm­lungs­recht verstoßen zu haben. Zu Be­ginn stell­te der An­ti­mi­li­ta­rist klar, dass die Bun­des­wehr als Nach­fol­ge­or­ga­ni­sa­ti­on der Wehr­macht ka­pi­ta­lis­ti­sche Roh­stoff­kof­lik­te durch mi­li­tä­ri­sche In­ter­ven­tio­nen zu lösen ver­sucht. An der Hei­mat­front indes ver­sucht die Bun­des­wehr durch ver­schie­dens­te pseu­do-​hu­ma­ni­tä­re Ver­an­stal­tun­gen als Teil einer de­mo­kra­ti­schen Ge­sell­schaft zu wir­ken. Hier­ge­gen rich­te­te sich der Pro­test. Der An­ti­mi­li­ta­rist wurde zu 60 So­zi­al­stun­den nach dem Ju­gend­ge­setz ver­ur­teilt. (mehr)

★ 21. April: »Guten Morgen!« sagt das Squat. Meh­re­re tau­send Ol­den­bur­ger Haus­hal­te erhalten zum Wo­chen­end-​Früh­stück Post vom be­setz­ten Haus Frie­dens­bruch. (mehr)

★ 24. April: Über hun­dert nicht­ver­be­am­te­te Post­le­r*in­nen der Früh­schicht be­streik­ten ganz­tä­gig das Brief­ver­teil­zen­trum in Ol­den­burg – viele Brief­käs­ten im Stadt­ge­biet blie­ben in der Folge leer. Neben der Haupt­post am Bahn­hof kam es zu einer Kund­ge­bung der Ger­werk­schaft ver.​di für eine Ge­halts­er­hö­hung von sechs Pro­zent, an wel­cher sich rund 250 Kol­le­g*in­nen aus Ol­den­burg, Clop­pen­burg und Damme be­tei­lig­ten.

★ 27. April: Eine Grup­pe jun­ger lin­ker Men­schen wollte in der We­ser-​Ems-​Hal­le an die Be­su­che­r*in­nen der dort durch­ge­führ­ten Job­mes­se Ma­te­ri­al ver­tei­len, wel­ches sich kri­tisch mit dem Thema Bun­des­wehr aus­ein­an­der­setzt. Hin­ter­grund der Ak­ti­on war, dass sich die Bun­des­wehr auf die­ser Messe als „at­trak­ti­ver Ar­beit­ge­ber“ prä­sen­tier­te. Kaum drin, gings auch schon wieder raus: Hausverbot. (mehr)

★ 1. Mai: Bei fan­tas­ti­schem Wet­ter star­te­te ges­tern die tra­di­tio­nel­le au­to­no­me 1. Mai-​De­mo in Ol­den­burg, wel­che eben­so tra­di­tio­nell auch die­ses Jahr auf ein be­hörd­li­che Ge­neh­mi­gung ver­zich­te­te. Wohl knapp 500 Leute hat­ten sich auf den Weg ge­macht, um unter dem Motto »Hör mir auf mit Miete! Die Stadt ge­hört allen« gegen hohe Mie­ten, Ver­drän­gung und die Ge­samt­schei­ße zu de­mons­trie­ren. (mehr)

➲ 2. Mai: Am Nach­mit­tag des 2. Mai stürm­ten 80 Po­li­zis­t*in­nen der Dro­gen­fahn­dung und der Fest­nah­me­ein­heit der Be­reit­schafts­po­li­zei (BFE) nach stun­den­lan­ger Ob­ser­va­ti­on das An­lauf­café CaRo am Pfer­de­markt, durch­such­ten die Räum­lich­kei­ten sowie alle rund 20 Be­su­che­rIn­nen und nah­men sie­ben Frau­en und Män­ner vor­über­ge­hend in Ge­wahr­sam. Der vor­ge­scho­be­ne Grund für die un­ver­hält­nis­mä­ßi­ge Raz­zia im CaRo, wel­ches für etwa 150 Dro­gen­ab­hän­gi­ge, Sub­sti­tu­ier­te, Al­ko­ho­li­ke­r*in­nen und auch psy­chisch Kran­ke in Ol­den­burg einen wich­ti­ger Schutz-​ und Ru­he­raum dar­stellt, war ein an­ony­mer De­nun­zi­an­ten­brief, in dem von einem dort an­geb­lich statt­fin­den­den Dro­gen­han­del im grö­ße­ren Stil hal­lu­zi­niert wurde. Ab­ge­se­hen von »klei­nen Ge­brauchs­men­gen« an Ha­schisch und He­ro­in brach­te die Raz­zia al­ler­dings nichts zu Tage. (mehr)

★ 3. Mai: All­jähr­li­che Ge­denk­ver­an­stal­tung auf dem Fried­hof Ol­den­burg-​Ohmste­de an der Renn­platz­stra­ße für die min­des­tens 12.​000 Zwangs­ar­bei­te­r*in­nen, die in öf­fent­li­chen und pri­va­ten Aus­beu­tungs­ver­hält­nis­sen in Ol­den­burg unter men­schen­ver­ach­ten­den Be­din­gun­gen z.B. bei der Fri­sia-​Kon­ser­ven­fa­brik, der Ol­den­bur­ger Glas­hüt­te, Bö­se­ler-​Wag­gon­bau, dem Torf­werk Wit­te­moor und der Firma Dieks & Kuhl­mann bis zum Tode schuf­ten muss­ten. (mehr)

★ 7. Mai: Seit mehr als einem Jahr kämp­fen die rund 50 Post­zu­stel­le­r*in­nen der Nord­west Post- und Pres­se­lo­gis­tik (NWPP), dem Zu­stell­dienst­leis­ter für die CI­TI­Post, in Ol­den­burg gegen miese Ent­loh­nung und für einen Ta­rif­ver­trag. Nicht we­ni­ger als elf Ver­hand­lungs­run­den zwi­schen der Ge­werk­schaft ver.​di und dem Un­ter­neh­men der Nord­west­zei­tung-​Grup­pe sind bis­her schon ge­schei­tert. Am 7. Mai kam es daher zu einem Warn­streik von knapp 30 Kol­le­g*in­nen, wel­che ihre Ar­beit nie­der­leg­ten und statt des­sen vor dem Pres­se­haus der NWZ in der Pe­ter­stra­ße für ihre Rech­te de­mons­trier­ten. Der Ar­beit­ge­ber reagierte mit Aussperrung. (mehr)

★ 30. Mai: Der Konflikt zwischen der Stadt und der Wagenburg um ein einigermaßen geeignetes Ersatzgeländeverlagert sich mal wieder auf die Straße. Meh­re­re be­wohn­te Ge­fähr­te machen sich auf den Weg, um den For­de­run­gen der Wa­gen­burg mit einer Be­set­zungs­tour etwas Nach­druck zu ver­lei­hen. Ers­ter Halt war das Tech­ni­sche Rat­haus, des­sen Vor­platz für einen Tag in ein at­trak­ti­ves Wa­gen­platz­ge­län­de um­ge­stal­tet wurde. Am nächsten Tag ging es zu einem Ge­län­de an der We­ser-​Ems-​Hal­le. (mehr) Im An­schluss ging es in die In­nen­stadt vor das Bür­ger­amt, am Sonn­tag dann di­rekt auf den Rat­haus­markt. (mehr)

★ 12. Juni: Etwa 150 „deutsche“ und „türkische“ Linke demonstrieren aus Solidärität mit den so­zia­len Kämp­fe in der Tür­kei in der Oldenburger City. Taksim ist überall! (mehr)

➲ 30. Juni: Grün­dung des Ver­ban­des »Stadt Ol­den­burg/Am­mer­land« der rechtspopulistischen Par­tei »Al­ter­na­ti­ve für Deutsch­land« im »Rats­kel­ler« am Ol­den­bur­ger Rat­haus­markt. Die antifa.​elf be­rich­tet ausführlich. (mehr)

➲ 11. Juli: Am 11. Juli fiel vor dem Land­ge­richt Ol­den­burg das Ur­teil im Be­ru­fungs­ver­fah­ren gegen drei Nazis aus dem Ol­den­bur­ger Raum, wel­che am 19. März 2012 ver­sucht hat­ten, ein Wohn­haus in Nor­den­ham zu stür­men. Gegen das erst­in­stanz­li­che Ur­teil vom 17. De­zember 2012, durch wel­ches zwei der Be­tei­lig­ten zu Haft­stra­fen ver­ur­teilt und der Rest der Na­zi­ban­de aus Man­gel an Be­wei­sen frei­ge­spro­chen wurde, hatte die Staats­an­walt­schaft Be­ru­fung ein­ge­legt. Her­aus­ge­kom­men ist nun eine re­du­zier­te Haft für die bei­den auch erst­in­stanz­lich Ver­ur­teil­ten und ein Frei­zeitar­rest für einen wei­te­ren An­ge­klag­ten. (mehr)

★ 11. bis 14. Juli: Wa­gen­ta­ge in Oldenburg. Die Orts­wahl fiel aus ak­tu­el­lem An­lass, wel­cher wohl all­ge­mein be­kannt sein dürf­te. Auf der Stra­ße ging`s los am Frei­tag mit einer net­ten Ral­ley mit Kar­ren durch die Stadt, abends gab es dann eine tem­po­rä­re Be­set­zung des Schloss­plat­zes mit Vokü, Musik und Ki­cker, in­klu­si­ve Über­nach­tung in his­to­ri­schem Am­bi­en­te. Am Sams­tag Nach­mit­tag folg­te eine Vokü mit Prit­schen­kon­zert und dem le­gen­dä­ren Flex­ren­nen in­mit­ten des Ein­kauf­stru­bels auf dem Lef­fers­eck. Den Ab­schluss bil­de­te eine er­bit­ter­te Ge­mü­se­schlacht zwi­schen den ver­fein­de­ten Grup­pie­run­gen des Nord- und des Süd­ufers des Stadt­ha­fens am Sonn­tag. (mehr)

★ 18. Juli: Mit einem of­fe­nen Brief haben sich 37 Ol­den­bur­ge­r*in­nen an den Ei­gen­tü­mer der Im­mo­bi­lie Thea­ter­wall 24a – bes­ser be­kannt als Haus Frie­dens­bruch-​ ge­wandt. (mehr)

★ 1. August: Am Vor­mit­tag des 1. Au­gust fin­den sich in­mit­ten des Be­hör­den­all­tags von So­zi­al­amt und der Aus­län­der­be­hör­de ca. 50 Men­schen ein, um gegen die alltäglichen Schikanen zu protestieren: Eine Brass Band, Per­cus­sion und Per­for­mer*in­nen spie­len, tan­zen und sin­gen in den Flu­ren, im In­nen­hof und auf dem Vor­platz des Ol­den­bur­ger Bür­ger­amts am Pfer­de­markt. Sie sin­gen gegen die ras­sis­ti­sche Pra­xis der Aus­län­der­be­hör­de und des So­zi­al­amts an. In Ihrer Per­for­mance for­dern sie freie Woh­nungs­wahl für Ge­flüch­te­te, gutes Leben und Blei­be­recht für alle. Auch der gleich­zei­tig statt­fin­den­de Wo­chen­markt kam in den Ge­nuss der Per­for­mance und viele Ol­den­bur­ger*in­nen schau­ten zu, lasen Flyer, film­ten, fo­to­gra­fier­ten oder san­gen sogar spon­tan mit. (mehr)

★ 14. August: Erneuter Auftritt der NPD, diesmal an einem Mittwoch Morgen vor der Weser-Ems-Halle. Etwa 60 Demonstrant*innen stehen 14 Nazis und 200 Polizist*innen in Kampfmontur gegenüber. Gegen drei Antifaschist*innen werden Er­mitt­lun­gen ein­ge­lei­tet, weil sie Ge­gen­stän­de ge­wor­fen, Po­li­zis­t*innen be­lei­digt bzw. an­ge­grif­fen haben sollen. (mehr)

★ 15. August: Linke Ak­ti­vis­t*innen nut­zen den Ab­riss der Hafenbar am Stau für eine grund­sätz­li­che Kri­tik am kapitalistischen Wohnungsmarkt. Nettes Presseecho und ein schönes Video sind die Folgen. (mehr)

★ 20. August: Für rund eine Stun­de leg­ten gut 30 Bau­er*innen, Stu­die­ren­de, Er­werbs­lo­se, Gen­tech­nik-​Kri­ti­ke­r*in­nen, Um­welt­schutz­ak­ti­vits­ten­*in­nen und kri­ti­sche Ver­brau­che­r*in­nen eine Zu- und Aus­fahrt zum Bra­ker Hafen still. Der Bra­ker Hafen ist einer der größ­ten eu­ro­päi­schen Um­schlag­plät­ze für Fut­ter­mit­tel und ver­sorgt auf die­sem Weg die in­dus­tri­el­len Mas­sen­tier­hal­ter mit dem für ihre Pro­duk­ti­ons­an­la­gen be­nö­tig­ten Schmier­mit­tel, Fut­ter­mit­teln aus aller Welt, dar­un­ter immer mehr gen­tech­nisch ver­än­der­te Pflan­zen­pro­duk­te, vor allem Soja als drin­gend be­nö­tig­ter Ei­weiß­spen­der. (mehr)

★ 26. August: Am Mon­tag Abend hat das Re­vo­lu­tio­nä­re An­ti­mi­li­ta­ris­ti­sche Bünd­nis Ol­den­burg (RAMBO) fried­lich und krea­tiv gegen die Ver­harm­lo­sung der Bun­des­wehr sowie ihrer Mi­li­tär­ein­sät­ze durch den Auf­tritt ihrer Big Band pro­tes­tiert. RAMBO hat eine „Sound of Death“ Band mit blu­ti­gen Pap­pin­stru­men­ten als kras­sen Kon­trast zu den fei­nen Her­ren auf der Bühne auf­ge­stellt. Nach etwa 10 Mi­nu­ten ihrer Play­back-​Show fand auch be­reits der Zu­griff durch zwei Kri­mi­nal­po­li­zis­t*in­nen in zivil statt. Nach­dem einem un­be­grün­de­ten Platz­ver­weis nicht so­fort Folge ge­leis­tet wurde, sind die Be­am­t*innen auch schnell hand­greif­lich ge­wor­den, ris­sen ein Pla­kat aus den Hän­den und stie­ßen und schubs­ten die fried­lich Pro­tes­tie­ren­den durch die Menge. (mehr)

➲ 18. September: Am 18. Sep­tem­ber bra­chen Ar­bei­ter der Firma »Voß­mann GmbH« im Auf­trag des »Peter Tho­mas Ver­wal­tungs GmbH« in das be­setz­te Haus Frie­den­bruch ein, ver­trie­ben einen der an­we­sen­den Be­woh­ne­rIn­nen und mach­ten durch die Zer­stö­rung der Fuss­bö­den, der Fens­ter, der Toi­let­te und des In­ven­tars das zwei 2 Jah­ren als lin­kes Wohn- und Kul­tur­pro­jekt ge­nütz­te Haus bis auf wei­te­res un­brauch­bar. (mehr)

★ 21. September: Am 21. Sep­tem­ber, also vier Tage nach der Zer­stö­rung des Haus Frie­dens­bruch, gin­gen 150 bis 200 frus­trier­te und wü­ten­de Men­schen auf die Stra­ße, um für den Er­halt und die Schaf­fung al­ter­na­ti­ver Pro­jek­te und für be­zahl­ba­ren Wohn­raum zu de­mons­trie­ren. Nach klei­ne­ren Sche­re­rei­en mit der un­ter­be­setz­ten und über­for­der­ten Po­li­zei ging es vom Bahn­hof aus ein­mal rund um den Stadt­ring – na­tür­lich auch vor­bei an der Ruine des ehe­ma­li­gen Squats. (mehr)

★ 28. September: Temporäre Besetzung von 5 Häusern im Stadtgebiet u.a. als Reaktion auf die Räumung des Haus Frie­den­bruchs. Die Be­set­zung der ehe­ma­li­gen Gast­stät­te Steff­manns in der Kur­wick­stra­ße 23 wird durch einen Po­li­zei­ein­satz be­en­det. Die Ein­satz­kräf­te klet­ter­ten auf das Dach und dran­gen mit Hilfe einer Ramme in das Erd­ge­schoss des Hauses ein. Sechs Be­set­zer*in­nen landen für ein paar Stun­den in Ge­wahr­sam. (mehr) (mehr)

★ 4. Oktober: Erster Tag im Räumungsprozess gegen die Wagenburg. Am Abend kam es einer De­mons­tra­ti­on von rund 200 Men­schen, die sich für das Pro­jekt ein­set­zen. Zwi­schen Pro­test­ler*innen und Po­li­ziei kam es dabei zu klei­ne­ren Ran­ge­lei­en. (mehr)

★ 11. Oktober: Rund 150 Kol­le­g*in­nen von neun Com­bi-​Märk­ten im Nor­den zwi­schen Krumm­hörn und Pewsum streik­ten am 11. Ok­to­ber für eine Ge­halts-​Er­hö­hung von einem Euro pro Stun­de und eine Er­hö­hung der Aus­bil­dungs­ver­gü­tun­gen um 90 Euro. Au­ßer­dem soll im nie­der­säch­si­schen Han­del end­lich ein Min­dest­lohn von 8,50 Euro durch­setzt wer­den. (mehr)

★ 11. Oktober: Am 11. Ok­to­ber er­klär­te das Land­ge­richt Ol­den­burg die Kün­di­gung der Wa­gen­burg durch die Stadt in ers­ter In­stanz für rech­tens. Das Ge­richt war der Mei­nung, dass die Ver­mie­tung vom Raum zum Woh­nen nicht mit der Ver­mie­tung von Wohn­raum zu ver­glei­chen sei und daher Mie­te­r*in­nen­schutz­vor­schrif­ten nicht grei­fen wür­den. Am Abend des sel­ben Tages kam es daher noch zu einer kraft­vol­len Spontan­de­mo durch die Fuß­gän­ger­zo­ne, zu der trotz kurz­fris­ti­ger Mo­bi­li­sie­rung etwa 100 Men­schen er­schie­nen. (mehr)

➲ 21. Oktober: Auf das Zen­trum des Freun­des­krei­ses der Sinti und Roma »Ma­roK­her« (Unser Haus) in der Mün­nich­stras­se im Stadt­teil Krey­en­brück ist in der Nacht zu Mon­tag (21.​10.​13) ein Brand­an­schlag ver­übt wor­den. Der Tä­te­r hat­te eine Fuß­mat­te an der Ein­gangs­tür mit Brand­be­schleu­ni­ger ent­zün­det. Glück­li­cher­wei­se er­losch das Feuer von al­lei­ne und be­schä­dig­te so le­dig­lich die Ein­gangs­tür des Zen­trums – der ent­stan­de­nen Scha­den wird auf etwa 2000 Euro ge­schätzt. (mehr) (mehr)

★ 11. Oktober: Am heu­ti­gen Diens­tag, dem 22. Ok­to­ber ver­hin­der­ten Nach­ba­r*in­nen, Freun­d*in­nen und an­ti­ras­sis­ti­sche Ak­ti­vis­t*in­nen im Stadt­teil Os­tern­burg die Ab­schie­bung eines Ol­den­bur­gers in die Côte d‘Ivoire. Weit über 100 Men­schen stell­ten sich am frü­hen Mor­gen den Men­schen­jä­gern der Aus­län­der­be­hör­de und der da­zu­ge­ru­fe­nen Po­li­zei ent­ge­gen. Nach­dem es den Büt­teln der Ab­schie­be­ma­schi­ne­rie nicht ein­mal ge­lun­gen war die Vor­pos­ten der Blo­cka­de zu durch­bre­chen, zogen sie un­ver­rich­te­ter Dinge wie­der ab. (mehr)

★ 10. November: We­ni­ge Stun­den bevor am 10. No­vem­ber weit über 1500 Men­schen mit dem tra­di­tio­nel­len Er­in­ne­rungs­gang den Op­fern des deut­schen Fa­schis­mus ge­dach­ten, wurde vor dem PFL in der Pe­ter­stra­ße die Ge­denk­wand zur Er­in­ne­rung an die Ol­den­bur­ge­r*in­nen ein­ge­weiht, die Opfer der na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ju­den­ver­fol­gung wur­den. (mehr)

➲ 24. November: Be­reits zum zwei­ten Mal seit 2011 wurde der jü­di­sche Fried­hof in der De­de­stra­ße in Ol­den­burg-​Os­tern­burg Ziel einer neo­na­zis­ti­schen At­ta­cke. In der Nacht zu Sonn­tag, 24.​11.​2013 wur­den di­ver­se Ha­ken­kreu­ze auf Grab­stei­ne und die dort be­find­li­che Fried­hofs­hal­le ge­sprüht. Au­ßer­dem hin­ter­lie­ßen die Täter den Be­griff „Jude“ an der Hal­len­wand. (mehr)

★ 25. November: Als erste Re­ak­ti­on auf den an­ti­se­mi­ti­schen An­schlag vom Wo­chen­en­de ver­sam­mel­ten sich am Mon­tag­abend an die 200 Ol­den­bur­ge­r*in­nen zu einer Mahn­wa­che am Jü­di­schen Fried­hof in der De­de­stra­ße in Os­tern­burg. Eben­falls an diesem Abend ver­ur­teil­te der Stadt­rat auf sei­ner Sit­zung (bei einer Ge­gen­stim­me durch den NPD-​Rats­herrn) mit einer Re­so­lu­ti­on die Schän­dung des Jü­di­schen Fried­hofs und for­der­te er­neut ein NPD-​Ver­bot. (mehr)

★ 26. November: Nach­dem sich schon am 25.11. an die 200 Ol­den­bur­ge­r*in­nen mit einer Mahn­wa­che vor dem ge­schän­de­ten Jü­di­schen Fried­hof mit der Jü­di­schen Ge­mein­de so­li­da­ri­sier­ten, ver­sam­mel­ten sich am gest­ri­gen Diens­tag etwa 250 Leute zu einer an­ti­fa­schis­ti­schen Stadt­teil­de­mons­tra­ti­on gegen den an­ti­se­mi­ti­schen An­schlag vom Wo­chen­en­de. (mehr)

➲ 29. November: in 18 Jäh­ri­ger hat ge­stan­den, an meh­re­ren Wo­chen­en­den in der Zeit von Mai bis Juli die­sen Jah­res im Bad Zwi­schen­ah­ner Orts­teil Ofen an der Stadt­gren­ze zu Ol­den­burg »29 Straf­ta­ten mit an­ti­se­mi­ti­schem Hin­ter­grund be­gan­gen zu haben. Hier­bei nutze er Farb­spray­do­sen und han­dels­üb­li­chen Bau­schaum um Ge­bäu­de, Fahr­zeu­ge und an­de­re Ge­gen­stän­de mit Ha­ken­kreu­zen und rechts­ra­di­ka­len Pa­ro­len zu be­schmie­ren«.

★ 2. Dezember: Am 2.​12.​2013 hat die Wagenburg einen Miet­ver­trag für ein Ge­län­de auf dem Flie­ger­horst un­ter­schrie­ben. Die Zu­kunft des Wohn- und Kul­tur­pro­jekts in Ol­den­burg ist ge­si­chert. Ei­ni­ge Punk­te im Ver­trag sind nicht so wie er­hofft, an­de­re Punk­te verbreiten Zu­frie­denheit. Der Miet­ver­trag sieht die Zu­kunft der Wagenburg für min­des­tens 20 Jahre ge­si­chert. Und un­trag­ba­re Klau­seln fin­den sich im jet­zi­gen Ver­trag nicht. Der Weg war lang: Von den ers­ten Ge­rüch­ten zu einer Was­ser­stadt im Jahre 2005 bis zur Ver­trags­un­ter­zeich­nung Ende 2013 gab es viele Hochs und Tiefs, viele Demos, So­li-​Ak­tio­nen, Ver­hand­lun­gen und viele viele Stun­den Ple­num. (mehr)

★ 14. Dezember: Infostand und Kundgebung für be­zahl­ba­ren Wohn­raum und gegen den kapitalistischen Wohnungsmarkt auf dem Lefferseck. (mehr)

*** Kein Anspruch auf Vollständigkeit – versteht sich! ***


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