vom tomatenwurf zur frauenquote

»Vom 16. Februar bis zum 16. März 2014 präsentiert das Frauenbüro im Stadtmuseum die Ausstellung „frauen.oldenburg – Vom Tomatenwurf zur Frauenquote“. 1968 markierte ein Tomatenwurf während einer Versammlung des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) in Frankfurt a.M. den Beginn der Neuen Frauenbewegung in Deutschland. Mit dem Slogan „Das Private ist politisch“ wurde eine radikale Kritik an den vorherrschenden Geschlechterverhältnissen ausgedrückt.

Demonstrationen gegen den Abtreibungsparagraphen 218, Aktivitäten im Frauenzentrum, die Gründung von Kinderläden … . All das gab es auch in Oldenburg. Und wer weiß heute noch, dass in der beschaulichen Huntestadt mit der Gründung des Vereins „Autonomes Frauenhaus“ eins der ersten Frauenhäuser Deutschlands entstanden ist? Wesentliche Forderungen der Frauenbewegung waren die Einrichtung von Frauenbüros und die Berufung von Frauenbeauftragten auf kommunaler Ebene. In Oldenburg konnte 1988 die erste Frauenbeauftragte ihre Arbeit aufnehmen, noch bevor deren Berufung landesweit gesetzlich geregelt war. Doch wer erinnert sich heute noch an die Wurzeln dieser Bewegung? In aktuellen Diskussionen um Mädchen- und Frauenrechte wird selten an den „alten“ Forderungen angeknüpft. Die Auseinandersetzung erscheint seltsam geschichtslos. Erstmalig wird in der Ausstellung „frauen.oldenburg“ die Neue Frauenbewegung in Oldenburg anhand von Zeitdokumenten und Exponaten in ihrer Vielfalt dargestellt. Sie ist somit eine einzigartige Dokumentation regionaler Frauengeschichte.«
Zur Ausstellung gibt es auch ein Begleitprogramm mit diversen Veranstaltungen und Filmen. Info`s dazu gibt es z.B. hier im Ausstellungsflyer.


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