eurokrise & die wiederkehr des verdrängten

Über »Die Eurokrise und die Wiederkehr des Verdrängten« spricht der Wiener PublizistGerhard Scheit am Montag, 2. Dezember 2013 um 19.30 Uhr bei IBIS. In der Ankündigung heißt es: »Die Verschärfung der Krise bringt den europäischen Bürgern offenbar nicht die Notwendigkeit eines europäischen Souveräns nahe, sondern setzt hier im Gegenteil die zentrifugalen Kräfte erst vollständig frei. Der Begriff der Krise lässt sich nicht losgelöst vom Bewusstsein bestimmen, das die Menschen jeweils von ihr haben, und in diesem Bewusstsein ist im Stande der Unfreiheit noch immer die Vergangenheit das Einheitsstiftende, d.h. konkret: die Verbrechen des Nationalsozialismus. Mit anderen Worten: das Dilemma, das sich an der europäischen Einigung von heute abzeichnet und die weltweilte Krise eigenartig zuspitzt, müsste als das Nachleben des Nationalsozialismus inmitten der Demokratie begriffen werden – ein Nachleben, das eben nicht nur kein Ende nimmt, sondern nun erst seine Wirkung ganz entfaltet. Angesichts dieser Konstellation für einen starken europäischen Staat zu plädieren, als bessere Chance, die ökonomische Krise zu bewältigen, erweist sich auch darum als neokonservatives Wunschdenken. Es ist, wie unschwer zu erkennen ist, von den USA inspiriert – jenem Staat, der Europa vom Westen her befreit hat. Darin kommt indirekt eben nichts anderes zum Ausdruck, als dass ein eigener europäischer Souverän letztlich nur möglich wäre, wenn Europa sich selbst von Hitlerdeutschland befreit hätte.«


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