geschlossen gegen antisemitismus

Wie bereits berichtet, hat der Rat der Stadt Oldenburg in seiner Sitzung am 25. November die Schändung des Jüdischen Friedhofes in einer Resolution verurteilt. Hier nun der Wortlaut derselben (danach gibt`s noch ein Statement der Bundestagsabgeordneten Pia Zimmermann): »Der Rat Stadt Oldenburg verurteilt mit tiefer Abscheu die erneute Schändung des jüdischen Friedhofs in Oldenburg. Es handelt sich um einen Anschlag gegen das jüdische Leben in Oldenburg, den wir nicht dulden. Wir erklären uns solidarisch mit der jüdischen Gemeinde und den in Oldenburg lebenden Jüdinnen und Juden. Der Rat der Stadt Oldenburg ist entschlossen, Rechtsextremismus und Antisemitismus in jeglicher Form entschieden entgegenzutreten. Es ist erschreckend, dass 75 Jahre nach der systematischen Zerstörung der Synagogen in Deutschland und dem sich daran anschließenden Holocaust solche antisemitischen Anschläge immer noch stattfinden. In Oldenburg wollen wir dies in keiner Form akzeptieren oder tolerieren: kein Fußbreit den Antisemiten und Neonazis in dieser Stadt!
Der Stadtrat bekräftigt, was er bereits am 22.06.2007 und am 19.11.2011 mit den Stimmen all seiner demokratischen Mitglieder zum Ausdruck gebracht hat: Die NPD als unverhohlen antisemitische und neonazistische Partei, die das geistige Klima für solche Anschläge prägt, muss verboten werden. Wir begrüßen, dass das NPD-Verbotsverfahren nun endlich in die Wege geleitet ist.« [Quelle]
Auch nicht unerwähnt bleiben soll folgende Erklärung der niedersächsischen Bundestagsabgeordneten der Linkspartei Pia Zimmermann: »Mit Erschrecken habe ich erfahren, dass in der Nacht zum 24.11. der jüdische Friedhof in Oldenburg-Osterburg durch Nazi-Schmierereien geschändet wurde. Obwohl sich die NPD Oldenburg auf ihrer Homepage von dieser Tat distanziert, müssen Sie sich dafür verantworten. Denn wer Menschen anstiftet und motiviert solche Taten zu begehen, wie durch ihre Meldung vom 10.11.2013 geschehen, ist mitschuldig. Daher ist es notwendiger denn je, dass eine faschistische, antisemitische und menschenmissachtende Partei wie die NPD endlich verboten wird. Ich fordere die Polizei und die Justiz auf alle erforderlichen Schritte zu unternehmen, um den oder die Täter zur Rechenschaft zu ziehen und den Hintergrund lückenlos aufzuklären. Mein Mitgefühl gilt all jenen, deren Gedenksteine verschandelt wurden.“
Zum Hintergrund: Am 10.11.2013 fand der Erinnerungsgang in Oldenburg statt, es war ein Schweigegang, welcher auf der gleichen Strecke verlief, auf der am 10.11.1938 etwa 40 jüdische Oldenburger zum Gerichtsgefängnis getrieben wurden; der Erinnerungsgang wurde musikalisch von Schülerinnen und Schülern der IGS-Flötenteich begleitet. Die NPD Oldenburg hetzte auf ihrer Homepage über diesen Gang der Erinnerung, insbesondere über die Schülerinnen und Schüler die sich hieran beteiligten.
«


0 Antworten auf “geschlossen gegen antisemitismus”


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


× sechs = dreißig