europa und sozialer widerstand

Am 30. November will die Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg unter dem Motto »Europa und sozialer Widerstand« zusammen mit »Initiativen, die analysieren und eingreifen« – im Konkreten mit der »London Coalition Against Poverty« (England), »Rosiamontana« (Rumänien) und dem »Bündnis gegen Zwangsumzüge Berlin« (Deutschland) über »Perspektiven des Widerstandes dort, wo Wirtschaftswachstum und Prekarisierung Hand in Hand gehen« diskutieren. Den Ablaufplan für den 30. November findet ihr hier und an dieser Stelle gibt es jetzt noch den Ankündigungstext der ALSO: »In und aus Europa dominieren Krisen-Nachrichten über zusammenbrechende Gesundheits- und Sozialsysteme, sechzig Prozent arbeitslose junge Menschen, Obdachlosigkeit, Verzweiflung. Die europäische Krise wirkt bis heute hart in Griechenland, Spanien, Portugal und vielen weiteren Ländern. Jedoch auf ‚unserer‘ Seite: „Deutschland geht es gut“, die Wirtschaft wächst, die Konsumlaune steigt, die Einkommen nehmen zu.

Und gleich so, als hätte es eben nicht noch die Nachrichten über die offenkundig verheerenden Wirkungen von Sparprogrammen, von den Folgen der Aufgabe gesellschaftlich garantierter Sozialsysteme, von Tarif- und Mindesteinkommen gegeben hätte, wird von Deutschland aus allen anderen ‚empfohlen‘ (und nach Innen praktiziert): Weg mit Mindestlöhnen, staatliche Leistungen einschränken, Unternehmen privatisieren, Märkte freigeben. Aber ist in Deutschland wirklich alles gut? Regt sich nicht auch hier Widerstand gegen Armut und Ausgrenzung, gegen Wohnungsmangel, steigende Mieten und Lebensmittelpreise, gegen Werkverträge und die sklavenähnliche Behandlung der hierher gelockten Menschen, gegen die Industrialisierung der Landwirtschaft, Massentierhaltung und zunehmende Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen?
Wir wollen überlegen: Gibt es Möglichkeiten gemeinsam/koordiniert einzugreifen angesichts dieser sehr unterschiedlichen Entwicklungen? Wie erklären wir sie uns und wo finden wir Ansatzpunkte für organisierten Widerstand? Wo finden wir Platz für Aktionen, die Perspektiven z. B. für ein gemeinsames Europa wenn nicht gleich beinhalten, so doch zumindest andeuten? Das wollen wir am 30. 11. mit Initiativen aus verschiedenen Städten (London, Oldenburg und Berlin) diskutieren.
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