sonja ist draußen

Am 12. November verurteilte das Landgericht Frankfurt die inzwischen 80-Jährige Sonja Suder, welche im September 2011 vom französischen Staat an die deutschen Behörden ausgeliefert wurde, wegen mehrerer militanten Aktionen aus den 70-er Jahren zu einer Gefängnisstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten. Sie soll nach Meinung des Gerichts als damaliges Mitglied der Stadtguerillagruppe »Revolutionären Zellen« an drei Sprengstoff- und Brandanschläge beteiligt gewesen sein.

Die taz schreibt zu den ihr vorgeworfenen Anschlägen: »Am 22. August 1977 riss eine Bombe ein Loch in die Außenfassade des Firmengebäudes von MAN in Nürnberg. Das Industrieunternehmen betreibe „Beihilfe zur Herstellung südafrikanischer Atombomben“, begründeten die linksterroristischen RZ die Tat. Nur eine Woche später wurde ein Sprengsatz beim Pumpenhersteller Klein, Schanzlin & Becker im rheinland-pfälzischen Frankenthal deponiert, dem die RZ Zulieferungen für Atomkraftwerke vorwarf. Der Anschlag misslang. Hinzu kam noch eine Brandstiftung im Heidelberger Schloss im Mai 1978, ausgegeben als Protest gegen die Abrisspolitik der Stadt. Menschen kamen bei keiner der Taten zu Schaden«. Da ihr die U-Haft und auch eine Haftzeit in Frankreich angerechnet wurden, kam sie nun auf Bewährung frei. »Begrüßt wurde sie von einem fröhlichen Mob von ca. 100 Menschen vor dem Gerichtsgebäude. Sektkorken knallten, es wurde gesungen und gefeiert«, schreibt ein Soli-Bündnis.


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