der firmenhymnenhandel

»Die Mitarbeiter sollen motiviert, das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt und der Krankenstand gesenkt werden: Immer mehr Unternehmen schaffen sich eigene Lieder für die Belegschaft an. „Heute sollen die Menschen die Scheiße, in der sie stecken, auch noch besingen“, kritisiert Regisseur Thomas Ebermann die Entwicklung „der Degradierung zum Humankapital“. Sein Stück “Der Firmenhymnenhandel” wird am Sonntag, 10. November, 20 Uhr im Alhambra aufgeführt.

Das Theaterstück zeigt den Besuch eines Firmenhymnenhändlers (Robert Stadlober) und seines “Chefkomponisten” (Tillbert Strahl-Schäfer) bei einem mittelständischen Unternehmen. Die Tochter des Besitzers (Pheline Roggan) will den Betrieb der Glasfabrik modernisieren. Die Firmenhymnen ist nur ein Mosaikstein zwischen dem Zirkus um “self-empowerment” und “total quality management” im „neuen Geist des Kapitalismus“. Der Seniorchef lässt ihr „freie Hand“. Der Hymnenhändler stellt sein Angebot vor. Sie ähneln teilweise real existierenden Hymnen oder sind neue Kompositionen, die sich der oft trivialen Texte bestehender Hymnen bedienen. Thomas Ebermann, Publizist und Ex-Grünen-Politiker, hat das gesellschaftskritische und satirische Stück geschrieben. Neben dem Spiel auf der Bühne werden Videos mit Unternehmenshymnen eingespielt – peinlich, amüsant. Der Kunstbegriff wird infrage gestellt. Die Veranstaltung wird von der Oldenburger Rechtshilfe mit Unterstützung der GEW-Oldenburg, JG-Bau Oldenburg, Ver.di-Jugend Weser-Ems, IG-BCE Oldenburg und dem Asta der CvO-Oldenburg organisiert.«


1 Antwort auf “der firmenhymnenhandel”


  1. 1 klaus 06. November 2013 um 18:53 Uhr

    ich hoffe es gibt ausreichend Sitzgelegenheiten

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