haus friedensbruch: der traum ist aus?

Am 18. September brachen Arbeiter der Firma »Voßmann GmbH« im Auftrag des »Peter Thomas Verwaltungs GmbH« in das besetzte Haus Friedenbruch ein, vertrieben einen der anwesenden BewohnerInnen und machten durch die Zerstörung der Fussböden, der Fenster, der Toilette und des Inventars das zwei 2 Jahren als linkes Wohn- und Kulturprojekt genützte Haus bis auf weiteres unbrauchbar. Als erste Reaktion gibt es nun am morgigen Samstag, dem 21. September um 14 Uhr eine Demonstration – los geht es am Bahnhofsvorplatz. Haus Friedensbruch ist überall!

Hier nun noch das erste Statement der BesetzerInnen vom 18. September: »Nachdem ja schon vor einiger Zeit das Dach abgedeckt wurde, stand heute morgen wieder die Firma vor dem Haus. Die Arbeiter haben angefangen, Fenster herauszuschlagen und die Einrichtung hinauszuwerfen. Das Haus ist nun offen, es stehen Bauzäune davor. Es wurden Fensterscheiben kaputtgeschlagen und Fensterrahmen rausgerissen. Ausserdem wurde das Klo kaputt geschlagen. Es gab keinen Räumungstitel, trotzdem wurde der Auftrag – unterstützt durch die Anwesenheit der Polizei – bis zum bitteren Ende durchgeführt.

Ebenfalls heute morgen um 8 Uhr fand eine Gerichtsverhandlung zwischen der “Peter Thomas Verwaltungs GmbH” und dem “Haus Friedensbruch e.V.” statt. Der” Haus Friedensbruch e.V.” ist ein Förderverein, der wegen Namensgleichheit von der Thomas Verwaltungs GmbH auf “Herausgabe” des Hauses verklagt wurde. Dass der Verein weder das Haus besetzt noch Veranstaltungen dort durchgeführt hat, scheint für Thomas und seinen Anwalt nicht von Interesse. Laut dem Verein wurde zwischen den beiden Parteien ein Vergleich geschlossen. Allen Vereinsmitgliedern wurde Hausverbot erteilt. Die Kosten für die Verhandlung trägt die Klägerin.
Wir bedanken uns bei allen Menschen, die heute morgen am Haus waren, bei allen Menschen, die das Projekt Haus Friedensbruch unterstützt haben und bei dem Verein” Haus Friedensbruch e.V.”, dass deren Mitglieder die rechtlichen Scherereien ausgestanden und sich von den Unterstellungen nicht unterkriegen lassen haben.
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☞ »Winterfest« Lokalteil, 18.09.2013
☞ »Arbeiter räumen besetztes Haus« NWZ, 19.09.2013
☞ »Empörung über Vorgehen« Linkspartei, 19.09.2013
☞ »Baugerüst am Haus Theaterwall 24a« NWZ, 20.09.2013
☞ »Streit um Oldenburger Wohnprojekt« taz, 23.09.2013


1 Antwort auf “haus friedensbruch: der traum ist aus?”


  1. 1 Nehmt ihr uns die Häuser weg… « end of road Pingback am 20. September 2013 um 12:07 Uhr

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