nicht alternativ, aber ganz schön deutschland

Die antifa.elf berichtet über die Gründung des Verbandes »Stadt Oldenburg/Ammerland« der Partei »Alternative für Deutschland« am 30. Juni im »Ratskeller« am Oldenburger Rathausmarkt. Vorallem eine Personalie im Oldenburger Vorstand der angeblichen Euro-KritikerInnen läßt aufhorchen: »Gerhard Vierfuß. Der 52-jährige Jurist mit Magisterabschluss in Germanistik und Philosophie ist Schriftführer im Oldenburger Verband und schreibt unter anderem für die nationalistisch-konservative Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF). Die JF sieht sich in der Tradition einer Jahrhunderte alten Nationalgeschichte, nach der die „deutsche Kultur“ identitätsstiftend sein soll. Auf diesem Weg will sie die „deutsche Identität“ regenerieren. Inhaltlicher Kern der „Jungen Freiheit“ ist also eine unkritische positive Bezugnahme auf die deutsche Nation und ihre Geschichte. (…) Seit 2007 ist der Gerhard Vierfuß Teil der JF-Redaktion. Vorrangig schreibt er in seinen JF-Artikeln über Themen der Justiz. Hier fürchtet er vor allem das Schwinden einer „nationalen Souveranität“ durch den Einfluss der EU. Beispielsweise sieht er die Kompetenz des Bundesverfassungsgerichts durch den europäischen Gerichtshof für Menschenrechte beschnitten. Auch das Thema „Jugendgewalt“ greift Vierfuß in populistischer Manier auf. Hier fordert er ein stärkeres Durchgreifen des Staates durch härtere Gesetze und mehr geschlossene Jugendheime. Es geht ihm also, ähnlich wie der AfD in der europäischen Krisenpolitik, nicht um eine grundlegende, inklusive Problemlösung, sondern um Ausschluss von „Schwachen“ bzw. „Abweichler_innen“ von einer konstruierten Norm.


links im Bild im roten Pulli: Gerhard Vierfuß

Auch rassistische Ressentiments gegen den Islam bedient Vierfuß, indem er ihn als „größte Gefahr für das gesellschaftliche Zusammenleben in Deutschland“ bezeichnet. Vierfuß konstruiert dabei eine angeblich vorhandene „deutsche Leitkultur“, die gegenüber dem in Deutschland einfallenden „Fremden“ verteidigt werden müsse. Dies kann der Islam sein, aber auch die EU, die die deutsche Souveränität bedroht. Dieser Abwehrkampf müsse Vierfuß zu Folge mit voller Härte durch die deutschen Institutionen geführt werden. Diese Idealisierung und vermeintlich notwendige Verteidigung einer „deutschen Nation“ mit ihrer „Leitkultur“ sowie populistische Law-and-Order-Positionen bieten den Nährboden für neonazistische Denkmuster. Hier ist deutliche, inhaltliche Kritik notwendig«, so die antifa.elf in ihrem Artikel »Alternative für Deutschland – gar nicht mal so alternativ, aber ganz schön Deutschland« vom 20. Juli.


1 Antwort auf “nicht alternativ, aber ganz schön deutschland”


  1. 1 antifaschistin 07. August 2013 um 15:06 Uhr

    hallo! dieser vierfuß bewegt sich seit jahren in der carl-von-ossietzky-universität oldenburg und fiel vor eingen jahren schon antifas auf,weil er in der mensa saß und „junge freiheit“ las. was tun,damit er sich verpißt?

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