berufungsurteil gegen lynchnazis

Am 11. Juli fiel vor dem Landgericht Oldenburg das Urteil im Berufungsverfahren gegen drei Nazis aus dem Oldenburger Raum, welche am 19. März 2012 versucht hatten, ein Wohnhaus in Nordenham zu stürmen. Gegen das erstinstanzliche Urteil vom 17. Dezember 2012, durch welches zwei der Beteiligten zu Haftstrafen verurteilt und der Rest der Nazibande aus Mangel an Beweisen freigesprochen wurde, hatte die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Herausgekommen ist nun eine reduzierte Haft für die beiden auch erstinstanzlich Verurteilten und ein Freizeitarrest für einen weiteren Angeklagten. »Der 24-jährige Hauptangeklagte, der auf Facebook zur Erstürmung des Hauses aufgerufen hatte, wurde gestern zu einem Jahr Gefängnis (statt zu fünfzehn Monaten Gefängnis), sein Gehilfe zu sechs Monaten Gefängnis (statt zu acht Monaten Gefängnis) verurteilt. Gegen einen dritten Angeklagten, der im Internet eine Fotomontage mit dem Kopf des Missbrauchstäters und einer blutverschmierten Axt veröffentlicht hatte, verhängte das Landgericht gestern einen Freizeitarrest. (…) Der Hauptangeklagte und sein Gehilfe bei dem Angriff auf das Haus wurden gestern wegen Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung und gefährlicher Körperverletzung schuldig gesprochen. Für den Tatbestand des schweren Landfriedensbruchs reichte die Anzahl der Personen nicht aus, die das Haus gestürmt hatten. Es müssen mindestens zehn Täter sein, das Landgericht ging gestern aber nur von maximal acht Tätern aus. Auf der Anklagebank saßen ursprünglich sechs junge Männer. Drei von ihnen blieben aber auch nach der jetzigen Berufungsverhandlung im Genuss eines Freispruchs. Ihnen war eine Beteiligung an dem Geschehen nicht nachzuweisen«, berichtete die Kreiszeitung Wesermarsch.


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