in 35 tagen nach masar-i-scharif

Mit einer ganzen Seite voller bunter Bilder und Artikeln wie »Zuständig für den guten Geschmack« oder »In 35 Tagen von Oldenburg nach Masar-i-Scharif« bejubelte der NWZ-Reporter Christoph Kiefer am 19. Juni die Aufgabenerweiterung des Bundeswehr-Verpflegungsamtes in Oldenburg-Osternburg, welches seit der neuesten Bundeswehrreform die Nahrungsmittelversorgung aller Kasernen in Deutschland und der Auslandsstützpunkte übernommen hat. »Aus aller Welt gehen Bestellungen in Oldenburg ein. Ob Afghanistan, Kosovo oder Dschibuti: Das Verpflegungsamt ist dafür verantwortlich, dass die Nahrungsmittel unabhängig von Hitze und langen Wegen einwandfrei am Ziel ankommen«, weiß Kiefer zu berichten. »Täglich gehen drei 40-Tonner auf abenteuerliche Reise zu deutschen Soldaten in Afghanistan«; 2012 waren es etwa 1882 Tonnen Lebensmittel im Wert von 6,3 Millionen Euro, welche an die Besatzungstruppen geliefert wurden. »Die Truppe marschiert auf dem Magen der Soldaten« , zitiert Kiefer dann noch eine angebliche Bundeswehr-Weisheit. In Afghanistan marschiert die Bundeswehr aber wohl eher über die Gräber der Zivilbevölkerung.


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