neues von der heimatfront

Am 12. Februar gab es die inzwischen 21. Kohltour von VertreterInnen der Stadtverwaltung und Angehörigen der Luftlandebrigade 31 »Oldenburg«, sowie der zivilen Dienststellen der Bundeswehr in Oldenburg. Nach einer Saufrundtour über das Gelände des Standortübungsplatzes in Bümmerstede gab`s im Offiziersheim der Henning-von-Tresckow-Kaserne noch »zünftig Kohl und Pinkel«, wie die NWZ zu berichteten wußte. General Reinhard Zudrop, seines Zeichens Kommandeur der Luftlandebrigade und Oldenburgs OB Schwander zogen gemeinsam den obligatorischen Bollerwagen voller Alkoholika – wohl als Zeichen der engen Verbundenheit zwischen den kämpfenden Truppen in Afghanistan und der Heimatfront. Ein wirklich schöner Anblick voller Frohmut, welcher das Morden am Hindukusch doch gleich viel symphatischer erscheinen läßt…

… apropos Hindukusch. Dahin wird es vom 24. bis 28. März auch die Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler von der SPD verschlagen. Auf Einladung der Bundeswehr wird sie zusammen mit dem scheidenden Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Kossendey (CDU) aus dem Ammerland die deutschen Truppen in Afghanistan besuchen, um »die enge Verbundenheit der Stadt zu den Soldatinnen und Soldaten aus(zu)drücken und ein besonderes Zeichen der Wertschätzung des schwierigen und gefährlichen Auftrages (zu) setzen, den sie für alle Bürgerinnen und Bürger leisten«, wie es OB Schwandner voller Pathos ausdrückte. Im Ausschuss für allgemeine Angelegenheiten der Stadt gab es allerdings durchaus Gegenwind für diese »Dienstreise«. Die Stadtratsfraktionen von Grüne und Linke legten ihr Veto ein und betonten, dass sie »grundsätzlich gegen den Einsatz in Afghanistan (seien) und (…) daher die Dienstreise nicht unterstützen« würden. SPD und CDU sahen dies anders, genehmigten die Reise und gaben sich in Gestalt von Bernhard Ellberg (SPD) auch noch ziemlich heroisch dabei: »Man kann die Verbundenheit mit den Soldaten nicht nur in den sicheren Mauern der Stadt bekunden«, zitierte ihn die NWZ. Die Heimatfront hält also noch – das ist ja auch deutsche Tradition.


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