nazi-nerv zur landtagswahl

Auch in Oldenburg versucht sich die NPD inzwischen im Landtagswahlkampf. Neben einigen wenigen verteilten Wahlkampfzeitungen waren auch erste Plakate (zumindest kurzzeitig) im Stadtbild präsent. Sicher ist desweiteren wohl, dass das sogenannte »Flaggschiff« im Rahmen der NPD-Niedersachsen-Tour erneut Oldenburg ansteuern wird. Noch bis zum 19. Januar wollen die Nazis täglich zwei Städte behelligen – Ortsangaben waren bisher immer nur sehr kurzfristig in Erfahrung zu bringen.

Hier nun noch ein Artikel von Recherche Nord über den Oldenburger NPD-Unterbezirk, entnommen aus dem sehr lesenswerten Dossier zur Landtagswahl in Niedersachsen: »Der NPD-Unterbezirk Oldenburg umfasst die Gebiete Oldenburg-Stadt, Oldenburg-Land, Wesermarsch, Ammerland, Cloppenburg und Delmenhorst. Geführt wird der Verband vom langjährigen Parteiaktivisten Ulrich Eigenfeld, der bis Ende 2006 das Amt des Vorsitzenden des niedersächsischen NPD-Landesverbandes innehatte. Im Januar 2009 avancierte Eigenfeld zum Bundesschatzmeister der Partei, eine Funktion, die er bis zu Abwahl des damaligen NPD-Bundesvorsitzenden Udo Voigt ausführte. Aktuell sitzt Ulrich Eigenfeld im Oldenburger Stadtrat, sticht dort allerdings nicht durch besonderen Arbeitseifer hervor. In mehr als einem Jahr seiner Amtszeit stellte er lediglich zwei Anträge, die von allen anderen Ratsvertreter_innen mit Nichtbehandlung abgeblockt wurden.
Der NPD-Unterbezirk Oldenburg ist, gegensätzlich zum gegenwärtigen Zustand der Partei und vieler seiner Unterbezirke kontinuierlich aktiv. Regelmäßig werden beispielsweise Informationsstände in Oldenburg durchgeführt. Auch interne Stammtische und Schulungen, teilweise durch auswärtigen Referent_innen, finden regelmäßig statt. Weiterhin versucht sich die NPD-Oldenburg im Ausbau ihrer Strukturen. Vor wenigen Wochen wurde der Stützpunkt „Nordenham-Wesermarsch“ gegründet. Gleichzeitig intensiviert sich damit auch die Zusammenarbeit der NPD mit der militanten Naziszene.

Einer der führenden Aktivist_innen aus der Wesermarsch, Kevin Sinzingr aus Brake, wurde im Dezember 2012 erstinstanzlich zu einer 15-monatigen Gefängnisstrafe verurteilt, weil er eine Gruppe Neonazis anführte, die das Wohnhaus eines geständigen und therapiebereiten Sexualstraftäters in Nordenham erstürmen wollte. Die Neonazis zerstörten diverse Gegenstände am Haus und erschufen ein massives Bedrohungsszenario.
Dazu tauchten im Internet diverse Drohungen und Forderungen nach der Todessstrafe für den Täter auf. Dies wurde von der offiziellen Facebookseite der NPD-Oldenburg unterstützt. Ein weiterer Aktivist der NPD-Oldenburg veröffentlichte blutrünstige Fotos, die ihn mit einer blutverschmierten Axt und dem Kopf des Sexualstraftäters zeigten, versehen mit dem Zusatz: „Keine Drohung, sondern ein Versprechen“.
Generell ist festzustellen, dass der NPD-Unterbezirk Oldenburg trotz des bemüht biederen Auftretens seines Vorsitzenden gezielt mit militanten Neonazis zusammenarbeitet. Zum festen Kreis der NPD-Aktivisten gehört eine Gruppe Neonazis aus Oldenburg und Hude (Landkreis Oldenburg), die unter anderem durch einen Farbanschlag auf den jüdischen Friedhof in Oldenburg sowie durch einen gewalttätigen Übergriff auf einen Obdachlosen auffiel. Das ideologische Rüstzeug hierfür erhalten sie von Ulrich Eigenfeld und der NPD.
Obwohl der NPD-Unterbezirk Oldenburg also durchaus aktiv ist, ist es auch ihm entgegen eigener Ankündigungen nicht gelungen, Direktkandidat_innen zur Landtagswahl aufzustellen.
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5 Antworten auf “nazi-nerv zur landtagswahl”


  1. 1 Jeff 10. Januar 2013 um 15:24 Uhr

    Die NPD wird am Samstag, 12.Janur um 15.00 Uhr in Oldenburg sein.

  2. 2 egal 10. Januar 2013 um 16:00 Uhr

    Laut recherche-nord ist für den 12.1.13 ’ne Kundgebung angemeldet: http://www.recherche-nord.com/article/Landtagswahl2013/media/images/tour.jpg

  3. 3 Isabell Nazi-hasser 13. Januar 2013 um 15:29 Uhr

    Fuck Npd! Nazis Raus!

  1. 1 NPD am Samstag in Oldenburg « end of road Pingback am 11. Januar 2013 um 18:22 Uhr
  2. 2 Am Samstag gehts nach Magdeburg und für den Rest nach Oldenburg ;) « linksjugend solid bremen Pingback am 11. Januar 2013 um 22:26 Uhr

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