naziwohlfühlzone nordenham?

Am Nachmittag des 23. Oktober wurde in Nordenham das Auto zweier junger Leute von Nazis beschädigt. Die Täter ritzten u.a. ein Hakenkreuz und »ein weiteres Zeichen, das wie ein unförmiger Vogel oder Blitz aussieht« in den Lack des Wagens – der Schaden beträgt einige hundert Euro. Die NWZ berichtete in einem ausführlichen Artikel sowohl über den Vorfall, als auch über andere Naziaktivitäten in Nordenham, die wohl allesamt der bekannten Oldenburger Bande zuzuschreiben sind: »In der Unterweserstadt gibt es seit einigen Monaten eine auffällige Häufung an Straftaten, die dem Neonazi-Milieu zuzuordnen sind. (…) Laut Polizeistatistik wurden im Jahr 2010 in Nordenham 24 Straftaten mit „rechtsmotiviertem Hintergrund“ gemeldet. Anke Rieken kann die genauen Zahlen für 2011 nicht nennen, weiß aber, das sie deutlich gestiegen sind. Das vermehrte Aufkommen an Propagandadelikten ist in erster Linie einer Gruppe von Heranwachsenden zuzuschreiben, die seit 2011 in Nordenham ihr Neonazi-Gehabe ausleben. Vor allem mit Wandschmierereien, dem Grölen rechtsradikaler Parolen und dem Verbreiten von NPD-Aufklebern sind sie aufgefallen. Auch das Zerkratzen von Autos passt zu ihrem Profil. Die acht Jung-Nazis stammen nicht aus Nordenham, sondern aus Brake, Oldenburg und Umgebung. Dass sie sich in Nordenham so wohl fühlen, liegt nach Einschätzung der Polizei vor allem daran, dass ihnen hier ein Treffpunkt zur Verfügung gestanden hat. „Wir haben die Gruppe unter strenger Beobachtung“, sagt Anke Rieken. Die Mitglieder sind mittlerweile alle der Polizei bekannt. Sie gehören nach Informationen der NWZ  auch zum Umfeld der rechtsextremen Randalierer, die im März das Elternhaus eines mutmaßlichen Sexualstraftäters in Nordenham stürmen wollten.«


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