»wir wollten rechtsfreien raum«

Eine autonome Unterstützerin des »Unruh Squats« aus Bremen bezog in einem taz-Interview Stellung zum Verlauf des robusten Hausbersetzungsversuchs am 12. Oktober. Aber lest selbst: »taz: Am Freitag vor einer Woche haben Sie mit 50 Leuten das ehemalige Gelände der Unruh-Spedition in der Neustadt besetzt. Wozu die Randale? Susanne*: Wir sind nicht randalierend durch die Stadt gezogen, wie es in einigen Medien dargestellt wird. Zu keiner Zeit wurden Unbeteiligte in Gefahr gebracht. taz: Sie griffen die Polizei mit Steinen und Feuerwerk an! Susanne*: Die Bullen sind nicht unbeteiligt. Wir wollten sie eben nicht aufs Gelände lassen. taz: Polizei-Vizepräsident Dirk Fasse spricht von einem „Hinterhalt“: Ein Streifenwagen, der auf Vermummte und eine Barrikade traf, wurde attackiert, als er im Rückwärtsgang war. Susanne*: Das ist Quatsch, es gab keinen Hinterhalt. Als die Bullenstreife zum Neustädter Güterbahnhof kam, wurde ihnen gesagt, sie solle abhauen – das war in einer Seitenstraße, die nur auf das Gelände führt und die wir versperrt hatten. Erst haben wir Farbbeutel vor das Auto geworfen und versucht, sie „sanft“ zu vertreiben. Dann haben wir das Auto mit Steinen beworfen. Das war aber kein Selbstzweck. taz: Es ist die Rede von „blinder Wut“, einer „Orgie der Gewalt“. Susanne*: Auf dem Gelände gab es Essen und Musik, es hätte ein Straßenfest werden können. Was die Bild für brennende Barrikaden hält, waren Feuer-Tonnen. Das Areal ist super, mehrere Lagerhallen, die seit Jahren brach liegen. Wir haben die Zäune verstärkt, die Bullen vertrieben und sogar Leute befreit, die auf dem Weg zu uns eingekesselt wurden. Es ist gut gelaufen. (mehr…)«


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