kuscheln mit der bundeswehr

In den letzten Wochen gab es mal wieder ein paar gruselige »Spektakel«, um die »Heimatfront« bei den aktuellen und zukünftigen Kriegen bei Stange zu halten. So veranstaltete die noch für kurze Zeit hier stationierte »Oldenburgische Luftlandebrigade 31« in der Henning-von-Tresckow-Kaserne in Bümmerstede am 7. September mal wieder ihr alljährliches »Biwak« mit Gästen aus Politik und Wirtschaft, unter ihnen der 2013 scheidende Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium Thomas Kossendey (CDU) aus Edewecht und die stellvertretende Oldenburger Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler von der SPD. Nach einigen Bierchen und ein paar Kurzen konnte sich Brigadekommandeur Brigadegeneral Reinhardt Zudrop der uneingeschränkten Solidarität aller (torkelnden?) Anwesenden für sein mörderisches Handwerk sicher sein. »Oldenburgs Beziehung zur Bundeswehr bleibt immer eine besondere«, lallte dann auch die NWZ am Folgetag.

Am 26. September fand dann zur Unterstreichung der »Patenschaft der Stadt Oldenburg zu den am Standort Oldenburg stationierten Bundeswehreinheiten« [Quelle] das nunmehr 26. Fußballturnier verschiedener Oldenburger Bundeswehreinheiten und ziviler Betriebssportmannschaften im Marschwegstadion statt. Nach der Eröffnung durch OB Fritz Gerd Schwandner kickten Mannschaften der Stabskompanie der Luftlandebrigade 31 und des BW-Kraftfahrausbildungszentrums, des Luftlandeunterstützungsbataillon 272 und der ZAW-Betreuungsstelle (Zivile Aus- und Weiterbildung der Bundeswehr) gegen Teams der Stadtverwaltung, des Finanzamtes, der Bereitschaftspolizei und natürlich der Oldenburger Banken LzO, OLB, BLB gegeneinander [Quelle]. Zusätzlich gab es dann noch ein sogenanntes »Prominentenspiel mit Mannschaften aus Rat und Verwaltung sowie Bundeswehrkommandeuren und Dienststellenleitern«. Das »Team Stadt Oldenburg«, u.a. mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Olaf Klaukien und Volker Trautmann, dem Leiter des Oldenburger Jobcenters (!) auf dem Rasen vertreten, verlor schließlich 2:1 gegen die Bundeswehr. »Die Bundeswehr schoss schärfer als die Stadt«, scherzte NWZ TV anschließend wie immer völlig unbeschwert [Video].
Und auch die »Traditionsgemeinschaft des Jagdbombergeschwaders 43« mobiliert auf ihre Art für das deutsche Grossmachtsstreben. Seit dem 10. Oktober steht wieder ein Kampfflugzeug auf dem vor Jahren stillgelegten Oldenburger Fliegerhorst. Ein ausgemusterter und angeblich bis 1994 in Oldenburg stationierter Kampfjet des Typs Alpha-Jet steht nun als Ausstellungsobjekt vor dem Vereinsheim [Video]. Oh, wie schön, da muss mensch wohl unbedingt mal mit den Kindern hin…


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