wagengrummeln

Obwohl das geplante Yuppiequartier »Alter Stadthafen« durch die vom benachbarten Bahnhof, Zugverkehr, Rheinumschlag und vorbeifahrende Schiffe verursachte Lärmbelästigung in mehren Bereichen nicht für Wohnbebauung geeignet scheint und selbst die NWZ mal wieder davon spricht, dass »das städtebauliche Vorzeigeobjekt den Bach runterzugehen« droht, wollen die Stadtverwaltung und potentielle InvestorInnen auf`s Tempo drücken – zumindest in Sachen Wagenburg. Diese befindet sich, wie wohl bekannt sein dürfte, seit über 18 Jahren auf einem der zentralen Gelände des geplanten Quartiers und soll schon seit Jahren zu einem Umzug bewegt werden. Bei der letzten Sitzung des Bauausschusses am 20. September gab es dann sogar schon den Antrag der Verwaltung, der Wagenburg die Kündigung auszusprechen, ohne dass bisher ein passendes Ersatzgelände gefunden ist. Auch wenn dieser Antrag im Beisein von etwa 30 SympathisantInnen der Wagenburg erstmal vom Tisch gewischt wurde und stattdessen nun im Rahmen eines runden Tisches mit VertreterInnen der Wagenburg, der Verwaltung und der Stadtpolitik eine akzeptable Lösung gefunden werden soll, will die Wagenburg mit einer Demonstration am 6. Oktober (14 Uhr/Stau) auf ihre gefährdete Situation aufmerksam machen.

Hier nun der Demo-Aufruf: »Nachdem wir uns im Sommer 2011 noch sehr zuversichtlich und vielleicht etwas größenwahnsinnig mit unserer Wagendemo aufs Wasser wagten, ist einige Zeit vergangen. So erklärten wir seinerzeit, es sei unser aller bademeisterliche Pflicht ein geordnetes Versinken der geplanten Wasserstadt genauestens im Blick zu behalten. Die Freude war natürlich groß, waren doch sämtliche Pläne für eine Bebauung unseres Platzes erst mal vom Tisch. Nach jahrelangen Verhandlungen über Ersatzgelände und der schlichten Existenzangst weiterhin als Wagenplatz bestehen zu können, kehrte erst mal Ruhe ein. Gaben doch sowohl Lokalpolitik als auch Presse deutlich zu verstehen, dass hier in naher Zukunft nicht gebaut werde. Die Freude hielt nicht lange an, schon im Dezember war die Gerüchteküche wieder am brodeln. Im Frühjahr hatten wir dann Gewissheit, dass es einen privaten Investor gibt, der die Freifläche neben unserem Platz kaufen und gemeinsam mit der Stadt auch auf unserem Platz bauen will. Erneute Verhandlungen, erneutes Kaffeetrinken mit der Politik. Der aktuelle Stand ist: Die Stadt versucht uns auf ein Gelände am Pophankenweg festzunageln und droht mit der Kündigung unseres jetzigen Platzes zum 1.3.2013 und legt uns damit nahe: fresst oder sterbt.
Wir lehnen das Ersatzgelände ab, es erfüllt unsere Vorstellungen nicht. Zentrale Lage und die Möglichkeit Krach zu machen, sind schließlich die Grundlage für viele unserer Aktivitäten. Von uns angebotene Alternativplätze wurden von Stadt/Verwaltung lapidar abgelehnt. Das all solche Dinge Magengrollen bereiten, können sich viele sicher denken.
Für uns gilt einerseits auf bestehende zentrale Freiflächen aufmerksam zu machen und aktiver als Akteur_in der selbstgestalteten Stadtentwicklung aufzutreten. Aber auch für unseren jetzigen, seit 18 Jahren bestehenden Platz, hat noch nicht das letzte Stündlein geschlagen. Stellt unsere bloße Anwesenheit doch ein gewisses Investitionshemmnis dar.
Wir versuchen uns dazu problematisch zu verhalten! Wir laden euch alle ein, kommt zahlreich und bunt. Mit Laster und Wanne, Wagen, Fahrrad, Rolli, Rollator und zu Fuß.
«


2 Antworten auf “wagengrummeln”


  1. 1 RaseNesprenger-prolet 27. September 2012 um 11:52 Uhr

    GEGEN DIE HETZE, GEGEN GESETZE
    FÜR MEHR BAUWAGENPLÄTZE!!!

  2. 2 Maerlyn 05. Oktober 2012 um 14:05 Uhr

    Bin dabei

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


+ zwei = vier