übertönt, aber nicht versenkt

Ganze zwölf Nazis schafften es am gestrigen Donnerstag zur Kundgebung der NPD auf den Julius-Mosen-Platz. Als mit 20 minütiger Verspätung das sogenannte »NPD-​Flagg­schiff«, bei welchem es sich in Wirklichkeit um einen Kleinlaster aus dem Land des französischen »Erbfeindes« handelt, mit seinem Begleitfahrzeug eintraf, wurde es schon sehnsüchtig vom Oldenburger NPD-Ratsherrn Ulrich Eigenfeld, dem Huder Jungnazi Erik Bruhn und einem weiteren Faschisten aus dem Oldenburger Raum erwartet. Die mit Hundertschaften aus Oldenburg, Braunschweig und Lüneburg angetretene Polizei hatte zuvor den Platz hermetisch abgeriegelt und sämtliche Zufahrtsstraßen gesperrt.

Die leider nur etwa 150-200 GegendemonstrantInnen schafften es daher weder den Platz zu besetzen, noch die Anfahrt des »Flagg­schiffs« (abgesehen von einer kurzweiligen Sitzblockade) merklich zu behindern. Dennoch gelang es durch Rufe, diverse Hupen und Unmengen an Trillerpfeiffen (Dank an den spendablen Laden!) die Reden der Nazis komplett zu übertönen.

Auch auf dem Platz selber kam es zu Protesten einzelner OldenburgerInnen, die trotz allem durch die Absperrungen schlüpfen konnten und ihren Unmut lauthals kundtaten. Einer Person gelang es dabei sogar, sich kurzfristig das Mikrofon anzueignen und über die NPD-eigene Lautsprecheranlage Klartext zu reden. Nach knapp einer Stunde unverständlicher Reden war der braune Spuk dann endlich vorüber und die NPD suchte das Weite.

☞ »NPD ohne Publikum« Diabolo 19.​07.​2012
☞ »150 Polizisten sichern NPD-Demo« NWZ 20.​07.​2012
☞ »Flaggschiff in einsamen Gewässern« Lokalteil 20.​07.​2012


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