mordende »mut-bürger in uniform«

Wie im Jahre 2012 Militarismus, preußischen Kadavergehorsam und deutsches Großmachtsstreben in einem modernen Gewand präsentieren? Zwei Paradebeispiele im O-Ton geben die Antwort:

Bundespräsident Joachim Gauck: »Die Bundeswehr auf dem Balkan, am Hindukusch und vor dem Horn von Afrika, im Einsatz gegen Terror und Piraten – wer hätte so etwas vor zwanzig Jahren für möglich gehalten? Sie, liebe Soldatinnen und Soldaten, werden heute ausgebildet mit der klaren Perspektive, in solche Einsätze geschickt zu werden – mit allen Gefahren für Leib, Seele und Leben. (…) Hier, in der Bundeswehr, treffe ich auf Menschen mit der Bereitschaft, sich für etwas einzusetzen – gewissermaßen auf „Mut-Bürger in Uniform“! (…) Ihr Werbespruch „Wir. Dienen. Deutschland.“ trifft es auf den Punkt. Er trifft, nicht allein, was das „dienen“ betrifft. Er lässt auch einen Patriotismus aufscheinen, der sich – frei nach Johannes Rau – darin zeigt, dass man sein Heimatland liebt, die Heimatländer der anderen darum aber nicht verachtet. (…) Die Bundeswehr ist zu einem Friedensmotor geworden. Sie befördert das große „Wir“, ohne das ein dauerhafter Friede nicht möglich ist. (…) Ich bin froh, Ihnen heute aus vollem Herzen sagen zu können: Für diese unsere Bundeswehr bin ich sehr dankbar! Das sagt der Bürger Joachim Gauck genauso wie der Bundespräsident« [Quelle]

Generalinspekteur der Bundeswehr Volker Wieker: »Die traditionellen soldatischen Tugenden erleben spürbar eine Renaissance: Tapferkeit gehört dazu, auch Mut. Beides wird den Soldaten nicht nur in Afghanistan ganz konkret abverlangt. Kameradschaft und Aufrichtigkeit sind ebenfalls wichtig. (…) Bei uns steht aber die Gemeinschaft, das Team im Vordergrund. Dem müssen sich persönliche Vorlieben unterordnen. Niemand, der heute zur Bundeswehr geht, kann im Zweifel darüber sein, dass auch militärische Gewaltanwendung zu unseren Aufgaben gehört. Damit sind starke moralische und psychische Belastungen unserer Soldaten verbunden. Und gerade dann gilt für den Soldaten, sich persönlich und gemeinschaftlich völlig im Klaren darüber zu sein, dass man als Soldat der Bundeswehr immer und überall unserer Werteordnung und unserem Grundgesetz verpflichtet bleibt. (…) Ohne eine patriotische Grundeinstellung können Sie kein guter Soldat sein« [Quelle]


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