de­s­er­ta­ti­on un­term ha­ken­kreuz

»Das Institut für Geschichte der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg lädt am Mittwoch dem 06.06.2012 um 18 Uhr zu einem Abendvortrag des ehemaligen Wehrmachtsdeserteurs Ludwig Baumann ein. Es handelt sich um eine öffentliche Veranstaltung im Rahmen des Seminars „Die Wehrmacht“ von Markus Evers. Veranstaltungsort ist der Bibliothekssaal der Universität; der Eintritt ist frei.

Ludwig Baumann saß wegen „Fahnenflucht im Felde“ u. a. zehn Monate in einer Todeszelle des Militärgefängnisses von Bordeaux (spätere Stationen seines Leidens waren insbesondere das Konzentrations- und Strafgefangenenlager Esterwegen, das Wehrmachtsgefängnis in Torgau sowie der Kampfeinsatz im sog. „Bewährungs-“ bzw. Strafbataillon 500). Der in puncto Erinnerung selbstkritische Zeitzeuge wird bei diesem Vortrag jedoch nicht nur darüber sprechen, was er unter dem menschenverachtenden NS-Regime ertragen musste, sondern auch von seiner späteren Verarbeitung dieser Zeit und dem damit verbundenen Ringen um Rehabilitierung berichten. Der in der Friedensbewegung aktive Ludwig Baumann setzte sich nämlich als Mitbegründer der 1990 ins Leben gerufenen „Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e. V.“ hartnäckig und letztlich erfolgreich für eine allgemeine Rehabilitierung der als vorbestraft geltenden Wehrmachtsdeserteure (im Jahre 2002) und schließlich auch der sog. „Kriegsverräter“ (im Jahre 2009) ein. Die Presse unserer Tage ehrt „Deutschlands bekannteste[n] Deserteur“ (Die Zeit) hierfür mit Bezeichnungen wie „deutscher Held“ (Spiegel Online).« [Quelle]


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