»wo die npd ist, ist der terror nicht weit«

»Seitdem die NPD mit einem Mann im Oldenburger Stadtrat sitzt, ist vielen bewusst geworden, dass es hier eine recht starke Neonazi-Anhängerschaft gibt – die ist allerdings schon seit Jahrzehnten aktiv. Ein Lokalteil-Interview mit dem Rechtsextremismus-Experten Raimund Hethey über Nazis in der Region, V-Mann-Skandale und die Erfolge der Antifa:
Herr Hethey, wie ist es mit der rechtsextremen Szene hier in Oldenburg bestellt? Oldenburg hat seit längerer Zeit einen kleinen Haufen von NPD-Anhängern, auch freien Kameradschaften, aber die kommen nicht so richtig in die Hufe. Das hat auch dazu geführt, dass Anfang der neunziger Jahre ein Mann vom Niedersächsischen Verfassungsschutz hierher geschickt wurde, Michael Wobbe, der die schlappen Neonazis dazu animiert hat, mal was zu tun. So versuchten sie etwa, die Scheiben des Alhambra einzuwerfen. Diese Dinge sind belegt, ich habe selbst mit ihm gesprochen und es gibt eine Publikation dazu. Auch heute machen die Rechtsradikalen zwar Aktionen wie den Farbanschlag auf den jüdischen Friedhof, der zweifellos eine abscheuliche Tat war. Aber ich würde dennoch sagen, richtig gefährlich sind die hier nicht.
Wie sieht es im Umland aus? Das ist zum Teil nicht ohne. In Zetel lebt zum Beispiel Heino Janssen, der eine alte Mühle in der sächsischen Schweiz gekauft hatte, in der sich dann auch Mitglieder der inzwischen verbotenen Organisation “Skinheads Sächsische Schweiz” versammelten. Auch in Carolinensiel gibt es jemanden, der eine einschlägige Zeitung herausgibt. Es gibt in Nordwest-Niedersachsen auch militante Strukturen, aber sie treten aktuell nicht so auf wie zum Beispiel in Sachsen. Das kann auch damit zusammenhängen, dass hier vor Ort eine gute Antifa-Politik gemacht wird. Die Rechten haben durchaus Angst vor dem Alhambra.
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