nazi-lynchmob in nordenham

Am Abend des 17. März versuchte eine Gruppe vermummter Neonazis das Elternhaus eines vollgeständigen und therapiebereiten 45-jährigen Vergewaltigers von drei Kindern in Nordenham zu stürmen. In dem Haus befanden sich zu diesem Zeitpunkt allerdings nur der Vater des Vergewaltigers und eine Bekannte – der 45-jährigen hatte die Stadt wohl schon zuvor verlassen. Die NWZ berichtete dazu: »Als die Polizei eintraf, waren die Randalierer bereits geflüchtet. Gegen Mitternacht erwischten die Ordnungshüter aber eine Gruppe von fünf Männern, die grölend durch die Innenstadt zogen. Ob nur diese fünf oder noch weitere Täter an dem Übergriff auf das Wohnhaus beteiligt waren, ist noch nicht geklärt. Die ermittelten Männern im Alter von 18 bis 23 Jahren stammen aus dem Großraum Oldenburg. Einer von ihnen ist ein Braker, der zu den Haupttätern gezählt wird. Nordenhamer waren nicht dabei. Laut Polizeisprecherin Anke Rieken sind fünf Männer bereits als Straftäter aufgefallen – zum Teil auch einschlägig. Sie müssen sich jetzt wegen schweren Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung verantworten. Je nach den Ergebnissen der weiteren Ermittlung könnte auch ein Verfahren wegen Landfriedensbruchs hinzukommen«. Laut »Oldenburg nazifrei« handelt es sich bei den Nazis um den in Brake wohnenden NPD`ler Kevin Sinzingr, sowie Personen aus dem Kreise, der »auch den gewalttätigen Übergriff auf eine Person in der Oldenburger Kaiserstraße sowie den Farbanschlag auf den jüdischen Friedhof zu verantworten hat. (…) Den Antrieb für die nun in Nordenham stattgefundene Aktion der Neonazis lieferte die NPD-Oldenburg«.


»Ein Herz für Kinder?« – Lynchphantasien des Huder NPD`lers Lyzian Bankmann auf seiner Facebook-Seite

Bundesweit versuchen Nazis immer wieder, sexuelle Übergriffe an Kindern für ihre menschenverachtende Ideologie zu instrumentalisieren. »Eine Analyse der gesellschaftlichen Ursachen, die zu sexualisierter Gewalt führen, findet nicht statt. Sie wollen Unrecht mit Unrecht begegnen. (…) Sexualisierte Gewalt wird nicht mit Lynchjustiz gegen Täter gelöst. Für die nachhaltige Bekämpfung dieses Problems bedarf es auch gesamtgesellschaftlich wirkender Interventionen, die den sexistischen Normalzustand angreifen und beseitigen.«, stellt »Oldenburg nazifrei« in einem lesenwerten Artikel zu den Geschehnissen in Nordenham fest, den ihr hier im Original finden könnt.


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