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IT-Beschäftigte fordern Tarifverträge
Mit einer kleinen Kundgebung am 22. November im IT-Quartier am Escherweg forderten etwa 120 Beschäftigte der BTC IT Services GmbH, eine Tochter des Software- und Systemhauses BTC im EWE-Konzern, Tarifverträge für ihren Betrieb. Momentan variieren die einzeln verhandelten Löhne um bis zu 800 Euro – bei gleicher Tätigkeit, gleicher Qualifikation und sehr ähnlicher Betriebszugehörigkeit. Die Geschäftsführung will von Tarifverträgen jedoch bisher nichts wissen, weshalb die Gewerkschaft Ver.di »mit zunehmenden Protestaktionen und einer Eskalation der Situation« droht. [Quelle]

Tarifverhandlungen bei Citipost Nordwest
Am 23. November gab es ein erstes Sondierungsgespräch über Tarifverhandlungen zwischen den durch Ver.di vertretenen Beschäftigten und der Geschäftsführung des privaten Briefdienstleisters Nord-West-Presse Post Logistik GmbH&Co.KG (NWPP) Oldenburg. Die NWPP bekommt ihre Aufträge von der Citipost Nordwest, einem Unternehmen der Nordwest-Zeitung. Die Beschäftigten der NWPP werden derzeit nach Stückzahl der Auslieferungen und nicht nach Arbeitszeit entlohnt. Mit einem neuen Tarifvertrag soll jetzt eine Vergütung auf Stundenlohn-Basis, akzeptable Bezahlung und eine bessere Arbeitszeitregelung durchgesetzt werden. Mitte Januar sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden. »Wir sind im Betrieb gut organisiert! Sollte es daher im Januar seitens der Arbeitgeber nicht zu ernst gemeinten Verhandlungen kommen, haben wir durchaus Möglichkeiten Druck auszuüben. (…) Der Einstieg in die Tarifverhandlung im privaten Briefdienst ist von großer Bedeutung, denn bundesweit gibt es bisher keine tarifvertraglichen Regelungen«, so Ver.di. [Quelle]

Evangelisches verlässt kirchliches Arbeitsrecht
Nach zähen Tarif-Auseinandersetzung mit mehreren Streiks am Evangelischen Krankenhaus haben sich die Pflegekräfte und die ÄrztInnen scheinbar durchgesetzt. Das EV wird als erstes Krankenhaus des Diakonischen Werkes in Niedersachsen Verhandlungen mit der Gewerkschaft Ver.di und der Ärztevertretung Marburger Bund aufnehmen und so das kirchliche Arbeitsrecht verlassen. Die Gehälter sollen nun noch im Dezember um zwei Prozent steigen, desweiteren erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung von 500 Euro. Während der Kaufmännische Vorstand des Diakonischen Werkes diese Entwicklung erwartungsgemäß verteufelt, begrüßt Ver.di diesen »Dammbruch« und hofft, das kirchliche Arbeitsrecht jetzt ganz zu kippen und Tarifvertrage für alle rund 40.000 Beschäftigten in der niedersächsischen Diakonie durchzusetzen. [Quelle]


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