erinnern heißt leben

Unter dem Motto »Erinnern heißt Leben«, einem Zitat der Holocaust-Überlebenden Lucille Eichengreen, versammelten sich am 10. November etwa 2000 Menschen in Oldenburg zum sogenannten Erinnerungsgang. Am 10. November 1938 trieben die Nazis 44 jüdische Burger von der damaligen Polizeikaserne am Pferdemarkt über eine Strecke von 2,2 km durch die Straßen Oldenburg bis zum Gerichtsgefängnis, von wo aus sie am nächsten Tag in das KZ Sachsenhausen deportiert wurden. Seit 1981 wird diese Strecke nun schon zum Gedenken an die Opfer des deutschen Faschismus schweigend abgeschritten – in dieser Kontinuität und Größe eine einmalige Erinnerungsveranstaltung in Deutschland.

☞ »Schweigemarsch gegen das Vergessen« NWZ, 11.​11.​11
☞ »Die Grundlage der Versöhnung« Lokalteil, 12.​11.​11
☞ »Erinnern heißt Leben – ein Nachbericht« Laut gegen Nazis, 11.​11.​11

Bereits am 8. November wurden zum Gedenken an die Opfer des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms im Gertrudenheim und im Kloster Blankenburg die ersten vier Stolpersteine in Oldenburg gesetzt. Vor dem Gertrudenheim wird nun durch Stolpersteine an die drei Geschwister Otto, Erna und Alfons Evers aus Vechta, die im Alter von 12, 15 und 17 Jahren umgebracht wurden, erinnert. Der vierte Stein befindet sich vor der Klosterkirche Blankenburg und soll den Friesländer Georg Harbers, der dort im Alter von 33 Jahren umkam, in Erinnerung halten.

☞ »Stolpersteine erinnern an Nazi-Opfer« NWZ, 09.​11.​11
☞ »Ein Stein, eine Verbeugung« Lokalteil, 10.​11.​11


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