zensus 2011: privatsphäre kostet 500 euro

Die am 9. Mai diesen Jahres gestar­tet Volks­zäh­lung, wel­che heut­zu­ta­ge lie­be­voll »Zen­sus 2011« ge­nannt wird, geht ihrem Abschluss entgegen. Während es bei der ersten groß ange­legte Erfas­sung der Bevöl­ke­rung 1987 noch hef­ti­gen Wi­der­stand, Pro­tes­te und Boy­kotts gab, regte sich diesmal nicht viel mehr als ein kleines Murren. Angesicht von allgegenwärtigen polizeilichen Videokameras, der massenhaften Speicherung von Telefon- und Internetdaten, eines fast reibungslosen Abgleichens aller vorhandenen Datenbanken durch Behörden, und, und, und, erschien die Ausspähung durch den »Zen­sus 2011« wohl eher als kleineres Problem. Und so haben auch in Oldenburg bereits 95 Prozent der rund 10.000 Befragten Auskunft erteilt. Doch immerhin 5 Prozent der Genötigten weigerten sich auch, sich noch mehr Erfassen und Kategorisieren zu lassen. »Derzeit gehen wir von ungefähr 500 Auskunftspflichtigen aus, die uns keinen Fragebogen abgegeben haben«, sagte laut NWZ der Leiter der örtlichen Erhebungsstelle. Jenen droht bei einer weiteren Verweigerung nun erstmal ein Buß- bzw. Zwangsgeld von bis zu 500 Euro.

☞ »Bei Verweigerung droht Zwangsgeld« NWZ, 07.​09.​11


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