bremer nachlese

Wie ja bereits berichtet, gab es am 30. April einen kläglichen Naziaufmarsch, welcher von der Polizei (u.a. durch exzessiven Pfef­fer­spray­einsatz) gegen den Widerstand tausender AntifaschistInnen durchgesetzt wurde. Nun sind zwei lesenswerte Texte erschienen, die vorallem die Rolle des SPD-Innensenators in den Fokus der Betrachtung stellt. So schrieben Betriebsräten und IG Metall-Vertrauensleuten von Mercedes-Benz Bremen in einem offenen Brief : »Werter Herr Senator für Inneres, als Teilnehmer an der antifaschistischen Demonstration fühlen wir uns bedroht. Wir fühlen uns weniger bedroht von den Dreigroschenjungs der NPD (und den dazu gehörigen Verfassungsschützern), die die Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung in Bremen am 1. Mai provozieren wollten. Damit sind wir bisher immer fertig geworden. Wir fühlen uns bedroht von Ihnen und Ihrer Polizei. Die Tausenden von bewaffneten Polizisten aus dem ganzen Land, die gepanzerten Fahrzeuge, die Reiterstaffel, die Pfefferspraydosen, die ganze martialische Kriegsausrüstung – das Alles war ja wohl kaum gegen das klägliche Häufchen von Faschisten gerichtet, sondern gegen die Antifaschisten, gegen Gewerkschafter, gegen Jugendliche. Es ist schon ungeheuer: Ein sozialdemokratischer Innensenator versetzt einen ganzen Stadtteil, eine ganze Stadt in den Ausnahmezustand, in dem bürgerliches Recht schlicht und einfach außer Kraft gesetzt wird. (…)«.
Das Bündnis »Kei­nen Meter« hat nun eine erste längere Betrachtung der Ereignisse rund um die Gegenaktivitäten zum NPD-Aufmarsch am 30. April unter dem schönen Titel »Von Politiker_innen und Schmuddelkindern« veröffentlicht. Den findet ihr hier.


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